Samstag, 7. Juli 2018

Kompakte Sachen für unterwegs

Hallo allerseits

So, Sommerferien! Bald werden wir unterwegs sein. Und weil ich auf Reisen nicht gerne viele Sachen herumschleppe, habe ich mir ein extra kompaktes Etui genäht. Dann habe ich noch ein Portemonnaie genäht, das ebenfalls recht klein ist für das, was reinpasst.
Aber erst mal zum Etui: Es sollte Platz bieten für einen Kugelschreiber, ein Bleistift, Spitzer und einige Filzstifte. Dafür nahm ich ein Stück Korkstoff von 14 x 18 cm Grösse.


Man näht dann an beide Längsseiten eine Reissverschlusshälfte:



Oben und unten nähte ich noch Laschen ein, um es einfacher auf- und zumachen zu können:



Das war's auch schon. So ein Etui zu nähen geht superschnell. Und am Schluss passten sogar zusätzlich noch ein paar Farbstifte hinein.


Und dann wäre da noch das Portemonnaie. Es ist aus dem selben hübschen, bedruckten Kork. Innen verwendete ich, wie schon bei meinen Papierportemonnaies, verstärktes Packpapier. Im Gegensatz zu meinen älteren Portemonnaies gibt es hier aber nur ein Kartenfach hochkant, so sparte ich Platz.


Beim Münzfach gibt es neu einen kleinen Klettverschluss. Ein Käufer meiner alten Portemonnaies schlug das vor, damit auch sicher keine Münzen herausfallen. Das war wirklich ein wertvoller Tipp!


Neu gibt es aber ein zusätzliches Fach mit Reissverschluss (siehe auch nächstes Bild).

 Das neue Portemonnaie neben einem älteren, zum Grössenvergleich:

Mein neues Portemonnaie ist also weniger lang und breit. Dafür wird es ziemlich dick, wenn es  gefüllt ist. Deshalb musste ich auch noch einen zweiten Druckknopf dranmachen, weiter aussen als eigentlich beabsichtigt. Trotzdem finde ich es bis jetzt sehr handlich.

So, und damit verabschiede ich mich für ein Weilchen. Ich wünsche euch einen ganz schönen Sommer!

Eta Carina


Hello everyone

Finally vacations are here! We will be away soon. And as I don't like to carry too much stuff when travelling, I sewed an extra small pencilcase. And then I made another wallet, which also is rather compact.

But first to the pencilcase: I wanted to take a ball-pen, a pencil, a sharpener and some drawing pens with me. The fabric I used is a cork rectangle, 14 x 18 cm in size.

I sewed one half of a zipper to each long side. On the short sides I also attached two straps. And that's basically it. They are really made in no time. And in the end I even fit some additinal colour pencils in.

The wallet is made with the same cork, the print of which I really like. For the inside I used reinforced paper, like I did with my paper wallets. But unlike then, there's only space for four cards, to save space.

I added velcro to the coin compartement. A customer recommended this, as it would make it less likely for coins to fall out. This was a very great tipp! I also added another compartment with a zipper. On the second last picture I put the new wallet next to an older one. You can see that it's less wide high and broad. Put when filled it gets kind of wide. That's why I had to attach a second button, more on the edge than I had planned. But so far it's very handy.

So, and now I'll say goodbye for a while. Have a great summer everyone!

Eta Carina





Sonntag, 24. Juni 2018

Ausstellung "Fashion Drive" in Zürich

Guten Tag

Aktuell und noch bis am 15. Juli läuft im Kunsthaus Zürich die Ausstellung "Fashion Drive - Extreme Mode in der Kunst". Das gingen wir uns natürlich anschauen.

Die Ausstellung ist chronologisch aufgebaut und fängt mit einer speziellen Ritterrüstung an.
Der rockförmige Harnisch gehörte Albrecht, Marktgraf von Brandenburg, und war reine Zier. Er setzt den Ton für die Ausstellung: Aufwändige, auffällige, aussagekräftige Kleidungen.

Faltenrockharnisch, um 1526
Danach geht es weiter zur Renaissance. Wir lernen, dass die Leute es damals schon cool fanden, vollauf intakte (und unglaublich teure!) Stoffe aufzuschlitzen. damals aufgeschlitzte Kleider trugen und dass die Männer damals gerne ihre Intimgegend betonten.

Einfach nur teurer Brokat ist sooo langweilig, her mit der Schere! William Larkin: "Portrait of Diana Cecil", 1614-1618. Quelle: http://www.kunsthaus.ch/fashion-drive

Natürlich durfte auch der Rokoko nicht fehlen, vertreten durch eine wunderschöne Robe à la Française. Der Stoff ist reich bestickt und über und über mit Rüschen verziert.

Robe à la Française (à grand panier), um 1765. Quelle http://www.kunsthaus.ch/fashion-drive


Zu der Zeit, als wir die Ausstellung besuchten, arbeitete ich an meinem Gentleman-Cosplay. Da traf es sich perfekt, dass auch eine Menge Kniebundhosen und Fräcke ausgestellt waren. Denn auch das macht die Ausstellung klar: Mode war keine Frauensache. Vom Anfangs erwähnten Waffenrock über Gala-Uniformen bis zu den "Macaronis" und "Incroyables" (18. Jahrhundert) und schliesslich den Dandys benutzten Männer die Mode, um ihren Status zu zeigen, sich von anderen abzuheben, oder sich einfach auszudrücken. Der Einheitsbrei der heutigen Männer hingegen ist eine relativ neue Erscheinung.

Unbekannter Künstler: "le suprême bon ton No 8", um 1802
"Incroyables"-Anzug um 1795

Staatsfrack und Weste um 1815
Detail
In einer Ecke versteckt war dann ein weiteres Frauenkleid, diesmal vom frühen Modedesigner Charles Frederick Worth:



Danach näherte sich die Ausstellung in grossen Schritten der Gegenwart. Meine Lieblingsstücke in diesem Teil waren die Handschuhe der Künstlerin Meret Oppenheim und das Skelettkleid der Modeschöpferin Elsa Schiaparelli.

Meret Oppenheim: "Handschuhe", 1985
Kopie von Elsa Schiaparellis Skelett-Kleid, 1938. Hier wird das Kleid als Teil von Mai-Thu Perrets Kunstwerk "flow my tears" (2011) verwendet.
Und wie steht es um die Mode heutzutage? Nun, eine mögliche Antwort dazu ist Michelangelo Pistolettos "Metamorfosi". Durch einen Spiegeltrick verwandelt sich ein Kleiderhaufen beim Vorbeilaufen von weiss zu bunt. Das ist ein faszinierendes optisches Spiel. Gleichzeitig ist das einzelne Kleidungsstück in der Masse bedeutungslos, der riesige Kleiderhaufen erinnert an Überfluss und Wegwerfmentalität. Und zur Hälfte ist das Ganze nur Schein. Aber weil das dann doch ein zu pessimistischer Abschluss gewesen wäre, gibt es auch Fotos von selbstbewussten Models, Fotos von Leuten in Freizeit- und Berufskleidern und am Schluss ist man wieder, wo man angefangen hat, beim Ritter mit dem Stahlrock.

Michelangelo Pistoletto: "Metamorfosi", 1976 - 2016

Eine spannende Ausstellung also, bei der es viel zu Entdecken gibt. Und nun habe ich, anstatt eines richtigen Schlusswortes, nur noch diesen Bildausschnitt:

Detail von Joseph Heintz d.Ä.: "Erzherzog Maximilian Ernst (1583 - 1616) mit Jagdhund", 1604

Frohe Ostern
Eta Carina



Hello

At the moment and until the July 15th there's an exhibition at the Kunsthaus Zürich called  "Fashion Drive - Extreme Clothing in the Visual Arts". And of course we went there.

The show is structured chronologically and it starts with a special knight's armour. It is shaped like a skirt and belonged to Albrecht, Margrave of Brandenburg and was probably just decoration. It sets the tone for the following pieces: elaborate, eye-catching clothes that send a statement.

The next part was about the renaissance era. Here we learned that even then people thought it was cool to slash fabrics that are expensive as hell and in perfect condition. And that men liked too accentuate their genitals.

When making a show about fashion history you can't do without the rococo era. And they had a really lovely robe à la Française, with richly embroidered fabric and a lot of ruffles.

At the time we visited the exhibition I was working on my Gentleman-Cosplay. So I was glad to see a bunch of knee breeches and tailcoats. This is another message of the show: Fashion is not only a women's thing. From the armour at the beginning to gala uniforms to the "Macaronis" and "Incroyables" in the 18th century and the dandies later, men used fashion to show their status, to set themselves apart from others or to just express themselves. The boring men's fashion of today is a relatively new thing.

Hidden in a corner was another dress, this time from early fashion designer Charles Frederick Worth.

After this came the modern age. My favourite pieces here where the gloves of artist Meret Oppenheim and the skeleton dress of fashion designer Elsa Schiaparelli.

And what about fashion in the present days? Well, one possible answer comes from Michelangelo Pistolettos "Metamorfosi". A mirror lets a pile of clothes change from white to colour when you walk by. It's a fascinating optical illusion. But at the same time, the single pieces of clothing lose their meaning, they drown in the mass. The pile is reminiscent of overabundance and throw-away mentality. And half of what you see is just an illusion. But this would be a rather pessimistic note to end on, so there's also photographs of strong models, people in their leisure- and working clothes, more art and then the exhibition lead us to where we started, to the knight with the steel skirt.

It is an exciting exhibition, with lots of things to discover. And now, instead of some real closing words, here's a detail of another painting, where the words "archduke of Austria" is shortened in such a way that it says "archduke of easteregg" (yeah, it's only funny in German. I'm sorry).

Nevertheless, kind regards
Eta Carina



Montag, 18. Juni 2018

Der Gentleman

Hallo nochmals

Ich habe ja versprochen, noch genauer auf mein Cosplay für die diesjährige Fantasy Basel einzugehen. Ich war ja der "Herr mit Haar wie Distelwolle (oder im Original "the gentleman with thistledown hair"), ein Elf aus Susanna Clarkes "Jonathan Strange und Mr Norrell". Und das sah etwa so aus:


Im Buch soll der Magier Mr Norrell eine kürzlich verstorbene Dame wieder zum Leben erwecken. Um das zu erreichen, bittet er besagten Elfen um Hilfe und geht einen Handel mit ihm ein, indem er ihm einen Finger der Lady gibt. Und wie das so üblich ist bei Geschäften über Leben und Tod, steht natürlich mehr auf dem Spiel als vordergründig angenommen. So wird der Elfenherr im Verlauf der Geschichte zum Gegenspieler der beiden Magier Strange und Norrell.

Wenn man Buchcharaktere darstellen will, hat man ja, anders als etwa bei Figuren aus dem Fernsehen, viel Interpretationsfreiheit. Die Beschreibungen in den Büchern lassen Raum für Fantasie. So auch bei Clarkes Roman, wo der Gentleman wie folgt beschrieben wird:

Jemand stand in der Mitte des Zimmers: eine grosse, ansehnliche Person mit blasser, makelloser Haut und einer Unmenge von Haar, so weiss und schimmernd wie Distelwolle. Seine kalten blauen Augen funkelten, und er hatte lange dunkle Brauen, deren Enden schwungvoll nach oben zeigten. Er war gekleidet wie jeder andere Gentleman auch, abgesehen davon, dass sein Rock von dem leuchtendsten Grün war, das man sich vorstellen konnte - die Farbe von Blättern im Frühsommer.

Nun haben aber schon eine Menge Leute vor mir versucht, das Geschriebene zu visualisieren. So sieht zum Beispiel Portia Rosenberg, die die englische Originalausgabe illustrierte, den Gentleman:

Der Gentleman in den Illustrationen von Portia Rosenberg
Desweiteren hat die BBC die Geschichte 2015 als Serie verfilmt. Der Gentleman wird darin von Marc Warren gespielt. Er hat verschiedene Kostüme: Wenn er mit normalen Menschen interagiert, trägt er ein grünes "Standard-Outfit". In Szenen, wo er in seinem Anwesen in der Elfenwelt ist, trägt er hingegen einen reich bestickten Frack. Und nur in der ersten Folge, als er mit Mr Norrell den Handel abschliesst, trägt er einen mit Blättern überwachsenen Mantel. Diese Version gefiel mir am besten und ähnelt auch meiner Version.

Quelle: imdb
Quelle: BBC America. Episode 6: The Black Tower
Quelle: Pinterest
Interessant fand ich auch die Concept Art für die Serie von Howard Swindell. Das Endprodukt sah dann zwar anders aus, es gefällt mir aber, weil sie einen älteren Elfen zeigen. Und auch hier ist der Mantel überwachsen.

Quelle: BBC America: Howard Swindell

Und nicht zuletzt haben auch Fans ihre eigenen Interpretationen gezeichnet. Meine Favoriten hier waren jene von Enchanted Oaks und Rosaria Battiloro.

Quelle: Pinterest, Rachel Oakes
Quelle: Behance: Rosaria Battiloro
Jede Menge Ausgangsmaterial also! Für was sollte ich mich entscheiden? Im Buch wird die Kleidung des Gentlemans ja als durchaus normal beschrieben, nur mit einer ungewöhnlichen Farbe. Das ist ja schön und gut, dachte ich, leuchtend grüne Kleidung mag vielleicht für die Leute im 19. Jahrhundert bemerkenswert gewesen sein, aber nicht für eine Messehalle voll von fantastisch verkleideten Leuten. Also beschloss ich, meinen Mantel mit Blättern zu besticken, wie das eben in mehreren Vorlagen zu sehen war. Wie und wo genau ich das anstellen sollte, welche Stoffe, Knöpfe und sonstiges Beigemüse es brauchte, das war dann noch ein ewiges Zögern. Schliesslich begann ich mit den einfachsten Sachen (Schuhe und Hosen) und arbeitete mich zum wichtigsten Teil vor, dem Mantel.

Als Ausgangslage nahm ich das Burda-Schnittmuster 2767. Ich machte einige Änderungen: Den Mantel musste ich stark verkleinern und ich machte ihn auch zweireihig. Aus den langen Hosen machte ich Kniebundhosen. Und obwohl das Schnittmuster auch eine Weste beinhaltet, nahm ich meine eigene Weste als Vorlage. Ansonsten war das Schnittmuster zwar anspruchsvoll, aber hilfreich.
Quelle: Simplicity
Für dieses Cosplay nähte ich eine Hose, Weste, einen Mantel und die Kravatte. Weisse Strumpfhosen, eine Bluse, die Perücke und die Schuhe kaufte ich, bei den Schuhen fügte ich aber noch Schnallen hinzu. Eine Menge Sachen also, ich gehe darum in diesem Post nur auf meine Lieblingsdetails ein.

Den Mantel besticken

Ich stickte Ranken und Blätter auf den Rücken und den Kragen meines Mantels. Wie schon bei meinem Blumenrock arbeitete ich im Kettstich, damit die Linien schön breit wurden. Die Blätter schnitt ich aus Reststoffen in verschiedenen Grüntönen zu, aus Samt, Wollstoff, Baumwolle und Leinen. Ich stickte sie nur locker auf und zog den Stoff manchmal absichtlich zusammen, damit die Blätter nicht zu flach wirkten.

Vorzeichnen
Aufsticken. Die Blätter sollen nicht zu flach aufliegen

Die Blätter werden arrangiert
Die Rückseite
Der Kragen
Zusätzliche Plastikblätter und -farne

Die Hose nähte ich aus Samt. Mit Samt zu arbeiten ist ein Thema für sich und wäre auch mal einen Blogbeitrag wert. Heute zeige ich euch bloss, wie ich die Stoffknöpfe für die Hosen herstellte:

Stoffknöpfe machen

Wenn man Stoffknöpfe braucht, gibt es da diese Sets mit überziehbaren Metallknöpfen zu kaufen. Da muss man den gewünschten Stoff einfach ein bisschen grösser als den Stoff zuschneiden und das Ganze in eine Plastikvorrichtung drücken, schon hat man einen Knopf. Der Samt für die Hose war aber leider zu dick, so dass ich den Stoff um die Metallknöpfe herumnähen musste. Das ging halt etwas länger, funktionierte aber auch gut.

Stoff für die Knöpfe gross genug zuschneiden

Metallknopf auf den Stoff legen, von Hand um den Knopf herumnähen

Die Endfäden zusammenziehen, so dass der Knopf "eingepackt" wird

Die Fadenenden mehrmals um den Knopf wickeln und gut verknoten

Die Knöpfe annähen

Schnallen für die Schuhe

Historisch anmutende Schnallenschuhe zu finden ist gar nicht so einfach! Deshalb verzierte ich einfach ein Paar "normale" Schuhe. Diese fand ich in einem Brockenhaus. Ich musste nur noch Schnallen kaufen und ankleben. Und weil es ein modebewusster Elf ist, wollte ich Schnallen mit Schleifen. Das ging ganz einfach:

Ein Rechteck mit der schönen Stoffseite innen in der Mitte falten und zusammennähen, dabei eine Lücke lassen, um den Stoff zu wenden.
Die Lücke von Hand zunähen
Ausprobieren, wo die Schnalle den Stoff durchstechen wird. Die Stelle markieren und durchbohren (z.B. mit einer Stricknadel)
Stoff durch die Schnalle ziehen
Schnalle anleimen

Das Kostüm bestand also aus vielen Einzelteilen. Es machte Spass, diese nach und nach zu nähen, so dass sich mit der Zeit ein Gesamtbild ergab. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit gehabt bzw. früher angefangen, dann hätte ich mehr mit den einzelnen Materialien experimentieren können (z.B. wie erreicht man die schönsten Stoffblätter? Wie soll der Schnitt des Mantels genau sein?) Das Ergebnis lässt sich aber sicher sehen. Am wenigsten überzeugt mich die Perücke. Wenn eine Figur schon das "Haar wie Distelwolle" im Namen trägt, hätte die Frisur ruhig etwas extravaganter sein können! So etwas ähnliches wie David Bowie im Film "Labyrinth" stelle ich mir vor. Auch hier fehlte mir die Zeit, verschiedene Perücken auszuprobieren und eventuell umzufrisieren. Aber man kann ja noch ausbauen.

Bis bald!
Eta Carina



Hello again

Last time I promised to write some more about my cosplay for this years' Fantasy Basel. I went as "the gentleman with thistledown hair", a faerie from Susanna Clarkes book "Jonathan Strange and Mr Norrell". You can see the result in the first two pictures.

In the book the magician Mr Norrell wants to resurrect a recently diseased lady. To achieve this, he asks said faerie for help. The faerie resurrects her in exchange for "half her life". Norrell seals the deal by giving him one of the ladies' fingers. But as usual when you make deals about life and death, there are more problems than Mr Norrell initially thought. And so the faerie lord becomes the antagonist of the two magiciens Strange and Norrell.

Unlike with TV characters, when cosplaying book characters you have a lot of room for interpretation. The descriptions in a book leave a lot to your own fantasy. It was the same with Clarkes novel. The gentleman is described as a tall, handsome person with pale skin and hair that is white and shiny like thistledown. His eyes are cold and blue. Clarke writes that he is dressed like any other gentleman at the time, the only difference being that his tailcoat is of a very vivid green - "the colour of leaves in early spring".

Of course a lot of people before me have tried to visualize those words. Like for example Portia Rosenberg, the books' official illustrator.

And then there's the BBC that turned the book into a TV series in 2015. Here, the gentleman ist portrayed by Marc Warren. He wears different costumes depending on the scene: When interacting with normal human beings the wears an unspectacular green "standard outfit". When he's in his faerie manor he wears a richly embroidered tailcoat. And only in the first episode he wears a coat overgrown with leaves. This was my favourite and the one that resembles my outfit the most.

I also liked the concept art for the series by Howard Swindell. It is quite different from the final product but I like that it shows the gentleman as an older person. And his coat has real leaves on it too.

And of course a lot of fans have drawn their own interpretations. Here my favourites where the drawings of Enchanted Oaks and Rosaria Battiloro.

So I had a lot of inspiration. How should my gentleman look? In the book, his clothes are described as quite normal, just with an unusual colour. Well, I thought, a bright green tailcoat may have been remarkable for the people of 19th century, but not for a hall of fantastically dressed people of today. So I decided to embroider my tailcoat with leaves, like in some of the reference pictures. How and where exactly, what kind of fabric I would use, what buttons and other stuff I would need, those where all tricky questions and it made me very hesitant. But in the end I just started with the easier parts (shoes and trousers) before I got to the most important piece, the tailcoat.

I used the Burda Pattern 2767, but I had to change some things: I made the coat much smaller and with two rows of buttons instead of just one. I also changed the length of the trousers. And although the pattern included a vest, I just drew my own pattern from this vest instead of adjusting the one from Burda. All in all the patterns and instructions where complicated but useful.

Altogether I made trousers, a vest, a tailcoat and a necktie for this cosplay. I had to buy the white tights, a blouse, the wig and the shoes and I added buckles to the shoes. That's a lot of stuff, so instead of showing everything I will only explain my favourite details.

Embroidering the coat

I stitched vines and leaves on the back part and the collar of the coat. Like with the flower skirt I used the chain stitch to get broad lines. I cut out the leaves from different green fabric remains like velvet, wool, cotton and linen. I only applied them loosely and even ruffled them a bit so they wouldn't be too flat. In the end I even applied some additional plastic leaves.


The trousers are made out of velvet. Working with velvet is a topic of its own that would deserve its own blogpost. But for today, I'll just show how I made the velvet buttons:

Making fabric buttons

Usually when you need fabric covered buttons you can buy a kit with metal buttons. There you just need to cut out some fabric and put the parts into a plastic tool to get a button. But my velvet was too thick so I had to sew the fabric around the metal buttons. This took longer, but worked fine.
  • Cut out the fabric for the buttons
  • Place the metal button onto the fabric and stitch around it
  • Pull the threads to cover the button
  • Wrap the threads around the button and secure it.
  • Sew the buttons on


Buckles for the shoes

It's not easy finding historical buckle shoes! So I just altered some "regular" shoes I found second hand. I only had to buy the buckles and glue them on. And as my faerie is a fancy man, I wanted bows on the buckles. That was very simple:
  • Fold a rectangle in half with the right sides together. Leave a gap to to turn it over.
  • Turn over and close the gap by hand.
  • Find out where the buckle will pierce through the fabric. Mark the place and make a hole (e.g. with a knitting needle)
  • Pull the fabric through the buckle.
  • Glue the buckles onto the shoes. That's it!

It was fun sewing all the pieces and seeing it slowly become a costume. I wished I'd have had more time or, more precisely, have started earlier. Then I could have experimented some more (like, what's the best way to make fabric leaves? What cut do I want for the coat?) But I think the result is alright. The part I actually like the least is the wig. A character with the words "thistledown hair" in the name should really have more extravagant hairstyle! David Bowie in "Labyrinth" comes to my mind. Again I didn't have the time to try out different wigs or style them to my taste. But that's something I can still change.

See you!
Eta Carina