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Freitag, 21. Juni 2019

R.I.P. Reisetasche

Guten Nachmittag!

Vor einiger Zeit musste ich Abschied nehmen von einer guten Freundin. Viele Jahre begleitete sie mich zu den spannendsten Orten, war stets zuverlässig und liess sich weder von Regen noch Schlamm abschrecken. Gerade hübsch war sie ja nicht, aber schliesslich zählen die inneren Werte. Wie Stauraum und ein stabiler Reissverschluss. Die Rede ist von einer Handtasche, die ich vor Jahren genäht hatte und nun endgültig entsorgen musste.

Tasche in Budapest
Der Abschied fiel mir nicht nur schwer, weil ich sie wirklich lange hatte (die ältesten Fotos, die ich fand, waren von 2009, aber ich denke, sie könnte sogar noch etwas älter sein). Die Tasche war auch eines meiner ersten Nähprojekte, mit denen ich einigermassen zufrieden war. An diesen frühen Versuch zurückzudenken, macht mich etwas nostalgisch. Zwar war sie etwas unregelmässig genäht und vieles hatte ich bei dieser Tasche "falsch" gemacht. Aber sie war unglaublich stabil. Nicht totzukriegen! Deshalb wurde sie mit der Zeit zu meiner Reise-Handtasche. Besonders praktisch war sie für Radferien, wo ich jeweils einfach einen Knoten in den Träger machen und sie um den Lenker wickeln konnte. Und natürlich musste sie deshalb auch auf unsere längere Reise mit. Und so schleppte ich also ein verlöchertes, zerrissenes, fleckiges Etwas von Bratislava bis Tokio. Danach war sie leider wirklich nicht mehr besonders ansehnlich und so habe ich jetzt eben eine neue Reisetasche gemacht.

Tasche wieder daheim

Die neue Tasche hat etwa die selbe Grösse wie die alte (gross genug für eine Sternkarte kleine Dokumentenmappe) und ist ebenfalls ein Upcycling-Projekt (war mir 2009 schon bewusst, dass ich Upcycling betrieb? Wer weiss!) Bestand die erste Tasche aus Stoff von zwei ausrangierten Hosen, verwendete ich bei der neuen Tasche die Reste eines alten Armeemantels und Kostümstoff, die ich beide ursprünglich für unsere "Jonathan Strange"-Cosplays besorgt hatte.



Die Tasche hat ein Innenfutter. Dafür verwendete ich gleich den Innenstoff des Mantels. Ich nähte auch noch einen Reissverschluss in die Innentasche ein.

Der Futterstoff der Ärmel reichte knapp für die Innentasche

Reissverschluss, eingesandwiched zwischen zwei Stoffresten...

... und in die eine Wand des Innenfutters genäht

Meine alte Tasche war ja ein Patchwork aus Quadraten. Ich wollte diese Technik übernehmen, fügte aber diesmal einfach Streifen aus passenden Stoffresten ein. Ausserdem beschränkte ich mich diesmal auf den Deckel und den Träger, der ganze Rest ist Mantelstoff.
Das Patchwork für den Deckel

Deckel und Rückwand zusammengenäht

An dieser Stelle muss noch gesagt sein, wie sorgfältig diese Armee-Mäntel verarbeitet worden sind. Ich entdeckte zum Beispiel winzige handgenähte Stiche, die ich leider auftrennen musste, um mehr Fläche zu bekommen.


Als Verschluss dienten mir schliesslich eine Schulterklappe und zwei der unzähligen Knöpfe, die am Mantel dran waren.


Zusätzlich nähte ich aber nochmals einen Reissverschluss ein, damit auch ja nichts verloren gehen kann unterwegs. Hier musste ich leider noch zusätzlichen Futterstoff kaufen, da der gestreifte Stoff vom Mantel selbst ausgegangen war.

Reissverschluss einenäht zwischen mehrere Futterteile...
... und dann an die Innentasche genäht. Oben liess ich ca. 2 cm frei, wo die Innentasche dann an die Aussentasche genäht wurde.
Am Schluss nähte ich die Innentasche in die Aussentasche
Ich bin gespannt, wie sich meine neue Tasche auf neuen Reisen machen wird. Ehrlich gesagt habe ich Angst, sie so zu strapazieren wie meine alte Tasche, weil sie ja jetzt noch so neu und nett anzuschauen ist. Andererseits habe ich sie ja genau dafür gemacht. Schwierig, schwierig...

Übrigens hier noch ein Wort in eigener Sache: Nach langem hin und her habe ich beschlossen, zusätzlich zu diesem Blog eine Internetseite aufzubauen. Dort zeige ich ebenfalls meine Arbeiten, jedoch in einer etwas aufgeräumteren Form. Auch möchte ich dort in Zukunft Sachen zum Verkauf anbieten. Schaut doch mal vorbei:

Schönen Sommerbeginn wünscht
Eta Carina



Good afternoon!

Some time ago I had to say Goodbye to an old friend of mine. She accompanied me to many exciting places. I could always rely on her even through rain and mud. She may not have been very pretty but after all it's the inside that counts. Like, a spacious interior and a sturdy zipper. I'm of course talking about a handbag I had sewn many years ago, that I now finally had to dispose of.

This was kind of a sentimental moment because not only did I have this bag for a very long time now (the oldest photos I found where from 2009, but I think it might even be slightly older). This was also one of my first sewing projects I was pretty happy with. Thinking back to this early attempt makes me a little bit nostalgic. Sure, it was sewn together unevenly and there where a lot of steps I did "wrong". But this bag was super sturdy. Almost impossible to kill! That's why it ended up as my preferred handbag for travels. I especially appreciated it on cycling holidays. I would just tie a knot into the strap and wrap it around the handlebar. That's why I also took it onto our longer journey. So I ended up dragging a spotty something full of increasingly more tears and holes from Bratislava to Tokyo. After that it really wasn't usable anymore and that's why I finally made a new one.

My new bag is about the same size as the old one (big enough to carry a star map small document case) and is also an upcycling project (did 2009-me even know the term upcycling? I don't know!) Whereas the old bag was made out of two discarded trousers, the new one was made out of the rest of an army coat and some other costume fabric I had originally purchased for our "Jonathan Strange" cosplays.

The bag is lined with the original lining fabric from the army coat. I also sewed a zipper into the interior bag. Die Tasche hat ein Innenfutter. Dafür verwendete ich gleich den Innenstoff des Mantels. Ich nähte auch noch einen Reissverschluss in die Innentasche ein.

The original bag was entirely made out of squares quilted together. I wanted to add some patchwork to the new bag as well, but keep it simpler this time. So I just inserted some stripes of matching scrap fabric into the bag cover and strap.

And by the way: I just wanted to say how carefully sewn those army coats are. For example I found some tiny handsewn stitches in one place. Sadly I had to cut them open to get more fabric.

The coat also had two "epaulettes", one of which I used as fastener, together with two of the coat's many buttons. But I also added another zipper so there's really no way anything will fall out. Here, I had to use additional lining fabric because I ran out of the original one.

I'm looking forward to testing my new bag on new travels. But I'm also not sure if I want to strain it as much as the old one, because it still looks all new and nice. But on the other hand, that's why I made a new bag in the first place. I'm conflicted...

Ah, and finally some self-promotion: After a long time I decided to make a "proper" website in addition to this blog. I also show my works there, but in a more tidied up kind of way. I'll probably also start selling stuff there in the future. So please have a look:

Have a nice beginning of the summer!
Eta Carina


Mittwoch, 12. Juli 2017

Papier-Portemonnaie

...mit dem man dann Papiergeld aufbewahren kann - und Münzen natürlich auch!
Es dauerte recht lange, bis ich zufrieden war, sowohl mit dem Material wie mit der Aufteilung und mit dem Aussehen. Im Ganzen stellte ich drei Portemonnaies her, bis ich etwas Brauchbares hatte.

Versuch 1
Meine erste Idee war, ein Portemonnaie zu kleistern. Ich kam auf die Idee, nachdem ich ein Paket bekommen hatte, das mit sehr hübschem Packpapier ausgepolstert war. Das Papier war zwar zerknittert, aber fest, die Farben waren hübsch (rosa und beige) und ich fand es zum Wegwerfen schlicht zu schade. Ich riss es also in kleine Teile (zusammen mit einer Zeitung), kleisterte eine Fläche, schnitt die Einzelteile zu und klebte diese weiter zusammen.
Nun, es war ein interessantes Experiment. Das beige Packpapier sieht ledrig aus, was ich spannend finde. Das Kleistern machte Spass und ich musste auch ganz anders vorgehen als beim Nähen (z.B. braucht es keine Nahtzugaben), aber das Material hatte viele Nachteile: Weil ich an einigen Stellen mehr Lagen hatte als an anderen wurde es unregelmässig, die Arbeit ist langwierig und das Papier war durch den Leim einerseits sehr steif und andererseits doch nicht stabil genug, v.a. an Stellen, die stark beansprucht wurden.




Versuch 2
Es stellte sich also die Frage, wie ich das Papier sonst noch verstärken könnte. Zuerst wollte ich es mit Klebfolie überziehen, aber das sah hässlich aus. Deshalb begann ich, Bügeleinlagen auf die Rückseite des Papiers zu bügeln. Bügeleinlagen sind Stoffe, die mit Leim beschichtet sind. Wenn man sie auf einen anderen Stoff (oder eben Papier) bügelt, löst sich der Leim, die Bügeleinlage verbindet sich mit dem Papier und verstärkt es so. Das war jetzt halt zusätzliches Material, das ich kaufen musste, aber es war gut geeignet.
Ausserdem verwendete ich für mein zweites Portemonnaie neu eine Landkarte. Ich finde Landkarten nicht nur wunderschön, sie bestehen auch aus sehr stabilem, manchmal sogar wasserabweisendem Papier. Das Packpapier verwendete ich weiterhin für die Innenteile, aber mit der Bügeleinlage nach aussen, damit es neutraler aussah.
Übrigens habe ich alle Papiere zerknittert, damit sie weicher und nachgiebiger wurden, eben mehr wie Stoff.

Karte ohne und mit Klebefolie
Packpapier mit Bügeleinlage
Mit dem Material war ich jetzt zufrieden, aber die Aufteilung, die ich mir ausgedacht hatte, stellte sich als unpraktisch heraus: Es war z.B. sehr mühsam, die Münzen aus dem Münzfach (mit Reissverschluss, links) zu kriegen, weil die Öffnung so klein war und man nicht hineinsehen konnte. Das Münzfach war auch am falschen Ort: Wäre es in der Mitte, liesse sich das Portemonnaie leichter falten. Die Kartenfächer waren zu eng. Sie waren auch alle gleich hoch, so dass man nur die obersten Karten sah. Darum nähte ich noch ein drittes Portemonnaie, bei dem ich diese Fehler behob.


Versuch 3
Mit der neuen Einteilung bin ich jetzt zufrieden: Karten und Münzen lassen sich bequem herausnehmen. Das Münzfach hat jetzt zwei Viertelkreise als Seitenwände, so dass man es aufklappen kann. Es lässt sich mit Klettverschluss statt Reissverschluss schliessen. Im Prinzip ist es ein eigenes kleines Portemonnaie, das ich in das grössere Portemonnaie geleimt habe.

Alte und neue Einteilung (unten)






Nun habe ich also ein sehr praktisches Portemonnaie: Die Aufteilung ist gut, nichts fällt hinaus und stabil scheint es auch zu sein. Optisch bin ich mir noch nicht ganz sicher: Klar, die Landkarten sind ansprechend und ich finde, das Portemonnaie sieht auch gut aus, aber der Stil ist mir persönlich etwas zu "sportlich". Ich bin kein grosser Fan von Klettverschlüssen, sie erinnern mich immer an Kinderturnschuhe. Mir ist schlicht nichts Besseres in den Sinn gekommen, das so gut schliesst und das Papier nicht zerreisst. Vielleicht finde ich ja beim nächsten Mal schöne Druckknöpfe oder ähnliches. Bis dahin bin ich aber eigentlich recht zufrieden mit meinem neuen Portemonnaie.

Beste Grüsse
Eta Carina







Paper wallet

... for storing paper money - and coins too, of course!
It took me quite a long time until I was pleased with the wallet, mainly in regard of material, compartments and look. All in all I finished three wallets until I found it usable.

Attempt 1
My first idea was to paste the wallet. I got the idea after receiving a package stuffed with some very nice looking packing paper. The paper was wrinkled, but solid, had pretty colours (pink and beige) and all in all it would just have been a shame to throw it away. I tore it into small pieces (along with a newspaper), pasted an even surface, cut it into the separate pieces and glued them together to a wallet.
This was at least an interesting experiment. The beige packing paper looks leathery, which I find interesting. The pasting was fun and made me work differently than when I sew (you don't have to worry about seam allowances for example), but the material had many disadvantages: It was irregular as I didn't have the same amount of layers everywhere, it was time-consuming and even though the paper became very firm, it still wasn't stable enough in some places.

Attempt 2
So I had to find another way to strenghten the paper. I intended to coat the paper with adhesive foil, but that just looked ugly. So I used iron-on interfacing instead. That's a fabric coated with glue. When you iron it, the glue melts and fuses with the fabric (or in this case paper) you're ironing it onto, thus making it stronger.
In this second attempt I started using maps. Not only are maps beautiful, their paper is usually very sturdy and often even water-resistant. I continued to use the packing paper for the inside of the wallet, but with the interfacing side up, because that looked more fitting.
By the way: If you're wondering why all the paper is so wrinkled, that's to make the paper softer, so it feels more like fabric.
Now I was satisfied with the material, but the way the wallet was divided turned out to be very unpractical: It was difficult to get coins out of the coin case, because the opening was small and I couldn't look inside of it. And it was in a odd place: the wallet would be easier to fold if the coins were in the middle. The card slots were too narrow and all of the same height so I couldn't see all my cards at once. So I sewed a third wallet to get rid of these problems.

Attempt 3
I'm happy with the new design: I can grab my cards and coins easily. The coin case has two quarter circles as side walls, so now I can look inside. It's closed with velcro instead of a zipper. It's really like a mini-wallet I glued into the bigger wallet.

So now I have a very practical wallet: Everything is in a good place, nothing can fall out and it seems to be stable too. But I'm not entirely sure about the look yet: I love the maps and I think the wallet looks fine, but the overall style is a bit too "sporty" for me personally. I'm not a big fan of velcro, as it always reminds me of kid's shoes. But I simply couldn't think of a better closure for paper. Maybe I could find some pretty press buttons? But all in all I'm quite content.

Best regards
Eta Carina

Samstag, 24. Juni 2017

Papierhut

Hallo

Tja, ob wir es mögen oder nicht, es ist eindeutig Sommer. Und seit ich Kleidungsstücke selber mache, habe ich ein gewisses Muster festgestellt: Die Temperaturen steigen plötzlich an, ich entschliesse, dass es höchste Zeit ist, etwas herzustellen, was gut gegen Hitze ist, arbeite mit Volldampf daran, und sobald es fertig ist, ist die grösste Hitzewelle schon wieder vorbei. Nun, immerhin fühle ich mich dann ein klein wenig besser vorbereitet für den nächsten Temperaturanstieg.
Mein neuestes Beispiel dafür ist ein gehäkelter Sommerhut.


Wie ich den Hut häkeln soll, habe ich mir einfach von Drops Design abgeschaut:
https://www.garnstudio.com/pattern.php?id=3523&cid=9
Wo der Original-Hut aus der Anleitung aber gegen Ende immer breiter wird, weil man immer mehr Maschen zunimmt, häkelte ich weniger Runden und nahm gegen Ende sogar wieder ab, damit die Krempe kleiner wurde und sich noch mehr einrollt. Bis Reihe 24 hielt ich mich an die Anleitung, danach nahm ich 5 Maschen ab und häkelte dann noch ein wenig weiter.

Speziell an meinem Hut ist, dass er aus Papiergarn besteht. Das ist tatsächlich Garn, das aus Papier entsteht. Man sieht es manchmal in Bastelläden, wo man es aber eher in kleinen Mengen (zum Basteln eben) bekommt. Dieses Bastel-Papiergarn ist auch nicht besonders haltbar, nutzt sich also bei mehrmaligem Auftrennen und Neuhäkeln ab. Bei Zürcher Stalder gibt es aber stabiles Papiergarn in grösseren Mengen, falls ihr auch interessiert seid, mit diesem Material zu arbeiten.
Es ist aber etwas mühsam zu verarbeiten, da es nicht so weich ist wie normales Garn und mit der Zeit an den Fingern schmerzt. Um dem entgegenzuwirken, wickelte ich immer ein bisschen Garn ab und legte es in einem Wasserbecken ein. Dadurch wird es nachgiebiger. Zusätzlich pappte ich aber auch ein Pflaster an meinem linken Zeigefinger, damit es weniger scheuert.

Eingelegtes Papiergarn
Stäbchen-Muster an der Seite
Deckel
Krempe und Bänder

Ich wollte einen Hut, der hübsch aussieht, aber auch praktisch ist, so dass ich ihn z.B. auf Wanderungen tragen kann. Für diesen Zweck habe ich Bänder eingezogen, so dass ich den Hut auch unauffällig an meinem Kopf festbinden kann. Und wenn es dann etwas schicker aussehen soll, kann ich die Bänder zu Schleifen binden oder Blumen anstecken.


Möget ihr einen kühlen Kopf bewahren
Eta Carina



Hello

Well, like it or not, but summer's here. Ever since I'm making my own clothes and accessories, a certain pattern evolved: Temperatures suddenly rise, I decide it's high time to produce something useful in hot temperatures, work on it with full speed, but as soon as it's finished the big heat wave is already over, leaving me at least thinking I will be better off next time.
My newest example of this cycle is a crocheted summer hat.

I simply took a pattern from Drops Design: https://www.garnstudio.com/pattern.php?id=3523&cid=9
The only difference is that the original hat grows broader and broader at the end because the number of stitches increases several times, whereas I stopped earlier and even decreased some stitches in the end, so the edge would roll up even more. I think I followed the tutorial until row 24, then I decreased by 5 stitches and continued for 2 or 3 more rows.

What is special about my hat is that it's made out of paper yarn. That's actually yarn made out of paper. I think it's mostly known from art supplies stores, but they usually sell them in only small amounts and it's not very durable, which is a problem if you have to open and re-crochet multiple times. But I found bigger amounts of solid paper yarn from Zürcher Stalder, if you're interested in trying it out, too.
However, it's not that easy to use, as it isn't as soft as regular yarn and hurts the fingers. To solve this problem, I soaked portions of it in a tub. And I also had a sticking plaster on my left finger for protection.

I wanted a hat that looks nice but is practical too, so I can wear it for hiking or other activities. That's why I attached satin ribbons, so I can tie the hat to my head if necessary. And when I feel fancy I can tie the ribbons to a bow or attach flowers.

Keep a cool head!
Eta Carina

Freitag, 30. September 2016

Mini-Rucksack

Guten Abend

Ich habe einen Rucksack genäht. Aber nur einen kleinen, für meine Mutter. Wenn ich jetzt angeben wollte, könnte ich es als Auftragsarbeit bezeichnen. Aber noch treffender wäre eigentlich verspätetes Geburststagsgeschenk, also lassen wir das. Mit Rucksäcken hatte ich bisher reichlich wenig Erfahrung. Zum Glück konnte ich einen anderen, grösseren Rucksack als Vorbild nehmen. So konnte ich herausfinden, wie so ein Rucksack zusammengesetzt ist. Nun, die Form selbst ist recht simpel. Schwierig wird es erst mit den Details: Wie kann man die Träger verstellbar machen? Wie näht man eine Tasche, die gross genug für ein Portemonnaie ist? Wie schliesst man den Rucksack? Wie kann man noch etwas mehr Stauraum schaffen? Und so zog sich die Arbeit recht in die Länge.
Einige Anmerkungen zum Material: Für die Aussenseite verwendete ich Kunstleder, da meine Mutter eher schlichte Designs mag und auch der „Vorbild-Rucksack“ aus Leder war. Weil ich aber nicht anders kann, musste irgendwo noch etwas Verspieltes und Glänzendes hin, darum verwendete ich für das Innenfutter Baumwollsatin mit einem Taubenornament. Beides bestellte ich bei www.buttinette.ch



Der Rucksack besteht im Wesentlichen aus zwei Vierecken (plus noch einem weiteren für den Boden, aber das ist auf dem Foto noch nicht zu sehen): Einem breiten Viereck für vorne und an den Seiten und einem schmalen für den Rücken. Das Rückenteil muss man aber oben nochmals unterteilen, damit Deckel und Träger nicht ganz am oberen Rand sind, sondern etwas weiter unten. Sonst könnte man das Ganze nämlich nicht füttern. Das ist die grösste Erkenntnis, die ich aus dieser Arbeit gezogen habe: Ganz oben nix hinnähen! Gilt übrigens auch für Handtaschen.


















Am oberen Rand habe ich Ösen eingeschlagen. (noch ein Grund, warum da nichts sonst sein darf...) Durch einen Bändel kann man den Rucksack so zuziehen. Ich habe ein wenig Angst, dass der feine Futterstoff mit der Zeit reissen könnte, aber es wirkt alles stabil.


















Die Tasche vorne (und auch der Rucksack selbst) haben Magnetverschlüsse. Diese muss man anbringen, bevor man Tasche und Taschenklappe füttert. (das war das Zweitwichtigste, was ich gelernt habe...) Wie das genau geht, habe ich mir von diesem Video abgeguckt.

Magnet an der Tasche...

... und das Gegenstück an der Taschen-Klappe

Da der Rucksack nicht für mich ist, bin ich besonders kritisch und sehe überall noch Fehler. Aber im Grossen und Ganzen ist er doch ganz gut herausgekommen. Bei Gelegenheit möchte ich auch noch einen für mich nähen, da es ja gesünder wäre als meine Schultertasche. Mein Rucksack muss dann aber natürlich grösser werden. Ausserdem sollte er aus einem anderen Material sein. Und, naja… schnörkeliger.
Bis dahin alles Gute
Eta Carina

P.S. zum Abschluss: Fotos, auf denen ich so tue, als hätte ich soeben meinen Rucksack gepackt und würde aus dem Haus gehen:



Good evening

So I sewed a backpack. But only a very tiny one, for my mother. I guess I could call it a commission work if I wanted to show off. But a late birthday gift would probably be more accurate, so let's leave it at that. I didn't have much experience with backpacks so far. Luckily I had another one as an example so I could look up how it was done. The backpack itself has a rather simple shape. It's the details that make it complicated: How can you adjust the length of the straps? How can you sew a bag big enough for a wallet? How to close the bag? How can you add additional room? With all these questions the whole work took a lot longer than expected.
About the material: I used faux leather for the outside, as my mother prefers simple designs and the"model-backpack" was also made out of leather. But I simply had to add something shiny and cute, so I used stretch satin with doves for the inside. I found both at www.buttinette.ch.

The whole thing consists mainly of two rectangles (plus a third one for the bottom, but it isn't on the picture): a broad rectangle for the front and sides and a second, narrow one for the back. But you have to split the back part so you don't have to sew the lid and straps to the very top. If you did that, you wouldn't be able to line the backpack. This is the one big thing I learned from this project: Never sew anything to the top. The same goes for handbags by the way.

I added eyelets on top (which is another reason why you can't attach anything else there...) Like this you can close the backpack with a ribbon. I am a little bit concerned if the eyelets won't damage the satin, but it seems pretty solid.

The front bag and the backpack itself have magnetic catches. You have to apply them before lining the bag and flap (which is the second big thing I learned...) I found out from this video how it works precisely.

As this was not made for me I am especially critical and see little faults everywhere. But all in all I think it turned out well. I even want to make one for myself some time. This would be much healthier than the shoulder bag I'm having at the moment. But for myself I would choose another material. And it would have to be much bigger. And well... frillier.
Until then
Eta Carina

P.S.: finally: Some pictures where I pretend I had just put on my backpack and where about to leave the house.

Freitag, 5. Juni 2015

Strohhut

Ihr Lieben

Der Sommer ist gekommen, überraschend und unbarmherzig, wie jedes Jahr. Wenigstens hatte ich durch einen glücklichen Zufall kurz vorher meinen Strohhut aufgemöbelt. Meine Gotte feierte nämlich diese Woche ihren zweiundzwanzigsten 29. Geburtstag und alle Gäste sollten einen Hut tragen. Das Ambiente war zwar mehr kubanisch, aber ich wollte blieb dann doch lieber bei Spitze und Schleifen.

Zuerst knotete ich ein Satinband um den Hut, nähte dann überall ausser an der Schleife Spitze an die Bandränder, fixierte die Schleife mit Sicherheitsnadeln und befestigte am Schluss eine Seidenblume über dem Knoten. Ich arbeitete ehrlich gesagt recht schnell und schludrig, aber wenn man nicht zu genau hinschaut, sieht der Hut trotzdem gut aus. Und ich kann ihn im Moment sehr gut gebrauchen, denn es ist wirklich, wirklich heiss draussen.

Übrigens habe ich gerade bemerkt, dass dies mein 50. Post ist, nachdem es diesen Blog schon ca. eineinhalb Jahre gibt. Das freut mich und motiviert mich weiter zu schreiben (und den Leuten zu sagen, dass dieser Blog überhaupt existiert. Und endlich einige erklärende Worte zu schreiben)!

Liebe Grüsse
Eta Carina






Dear readers

Summer has come, surprisingly fast and relentless, like every year. At least I had refurbished my straw hat just some days ago by a lucky coincidence. It was my godmothers' twenty-second 29th birthday and all the guests where asked to wear a hat. The ambience was rather Cuban, really, but I didn't want to miss the opportunity to add some extra lace and bows.

First I tied a satin ribbon to the hat, then I sewed lace to the edges (except for the bow itself). I then secured the bow with some safety pins and attached a artificial flower to the center of the bow. I worked really fast and sloppily, but the hat still looks fine if you don't look too closely. And it really comes in handy now, because it's so hot outside this week.

Btw I just realized this is my 50th post, after about one and a half year of blogging. I was happy when I found this out and really want to go on (and finally tell people that this blog exists. And write down some explanatory words)!

Love
Eta Carina