Freitag, 16. Februar 2018

Amigurumi auf dem Teller

Hallo!

Ich habe eine alte Idee wieder aufgenommen, nämlich Amigurumi zu verschenken. Meine letzten beiden Opfer Beglückten bekamen gehäkelte Esswaren. Die kann man prima kombinieren mit anderen Geschenken, wie einem Kochbuch oder einem hübschen Teller.

Zum Beispiel ein Muffin, das ich dann mit Backförmchen und dem Teller verschenkte.



Das Aussehen des Muffins habe ich mir bei Bettys Creations abgeguckt:
http://bettys-creations.blogspot.ch/2011/06/muffin-hakelanleitung.html
Da ich aber gröberes Garn hatte, habe ich nicht streng nach der Anleitung gehäkelt, sondern mit weniger Maschen.

Das andere Geschenk war eine Tonschale mit Pilzen und ein Kochbuch mit Pilzrezepten. Das kam daher, dass wir im Herbst manchmal im Wald Pilze suchen gehen. Ausser dem Steinpilz handelt es sich um Pilze, die wir tatsächlich gefunden haben. Wer sich ein wenig auskennt, kann ja raten, was was ist. Die Pilze sind Steinpilz, Rotfussröhrling, Hallimasch, Stäubling und violetter Lacktrichterling. Hier hatte ich keine Anleitung, sondern habe "nach Gefühl" gehäkelt und auch verschiedene Garne kombiniert. Wildwuchs, sozusagen.




Vielleicht habt ihr jetzt Ideen für eigene Geschenke bekommen? Oder wenigstens ein wenig Appetit?

Wohl bekomms!
Eta Carina


Hi!

I'm re-establishing an old idea of mine: Making Amigurumi-presents. My last two victims presentees got crocheted food. You can easily combine these Amigurumi with other gifts like a cookbook or a nice plate.

For example, I gave away this muffin with baking forms and a plate.

I copied the look of the muffin from Bettys Creations:
http://bettys-creations.blogspot.ch/2011/06/muffin-hakelanleitung.html
But I didn't strictly follow the instruction since I had rougher yarn. That's why I worked with less stitches.

The other Amigurumi where crocheted mushrooms in a clay bowl, along with a cookbook about mushrooms. This is because during autumn we go mushroom hunting in the forest. Except for the boletus, they are all mushrooms we actually found. Maybe if you're into collecting mushrooms, you can try and guess which is which. The mushrooms are boletus, honey fungus, red cracking bolete, puffball and amethyst deceiver. I didn't have a tutorial for these mushrooms, I just crocheted them as I went and with different yarns I had at home. They just grew, I guess.

Maybe you got your own ideas for crocheted gifts? Or at least some appetite?

Anyway, enjoy!
Eta Carina


Dienstag, 6. Februar 2018

Strickmütze

Hallo zusammen

In meinem letzten Beitrag habe ich ja ein Stirnband gehäkelt, hätte aber lieber eine Mütze gehabt. Nun, die ist jetzt schon eine Weile fertig:


Tja, und im Moment bin ich wirklich froh darum, weil es ja doch etwas kalt ist. Und sie war nicht mal so schwierig zu machen. Das Zopfmuster ist am Anfang zwar eine ziemliche Fummelei, aber vom Prinzip her einfach. Anstatt es kompliziert zu erklären, habe ich es gefilmt und auf Giphy ein .gif gemacht. Ich hoffe, man erkennt es gut genug!


Man strickt also die erste Hälfte des Zopfs (hier 2 Maschen) nicht sofort, sondern nimmt die Maschen zuerst auf eine Extranadel. Dann strickt man zuerst die zweite Hälfte des Zopfs und erst am Schluss die Maschen auf der Extranadel. So entsteht die Verdrehung. Das ist alles!

Liebe Grüsse
Eta Carina



Hello you all

Maybe you remember: In my last post I crocheted a headband, although I had preferred a hat, really. Well, I finished this winter hat a while ago now. And I'm very glad I have it at the moment, since it's rather cold. And it wasn't that hard to make. The cable stitches where a fiddly job at the beginning, but the concept is simple. I tried filming it and turned it into a .gif via Giphy instead of writing a long explanation. I hope that's easier!

Basically, you don't knit the first half of the cable (2 stitches) immediately. Instead, you place them on an extra needle. Then you first knit the second half of the cable. The stitches ond the extra needle then come last. That's how you make the twist. And that's it!

All the best
Eta Carina


Freitag, 22. Dezember 2017

Stirnband

Hello!

Kürzlich hatte ich ein Problem. Es war nämlich so, dass ich innert kurzer Zeit gleich beide meine Wintermützen verlor (auch die Selbstgehäkelte). Das war nicht nur schade, sondern auch unangenehm, da es im Winter bekanntlich kalt ist. Etwas Neues musste also her, um meine Ohren so bald wie möglich wieder zu wärmen, und statt in den nächsten Laden zu rennen, häkelte ich mir ein Stirnband.
Dabei lernte ich, nein, nicht besser auf mein Zeugs aufzupassen, sondern dass man bei einem Stirnband mehr beachten muss, als ich gedacht hätte. Das Stirnband, das ich nämlich so schnellschnell an einem Abend häkelte, hielt zwar leidlich warm, war aber unbequem und passte nicht gut. Also machte ich am nächsten Tag eine verbesserte Version, die ich euch hier kurz erkläre:

Das Wichtigste ist der Anschlag. Beim ersten Versuch häkelte ich einfach eine Luftmaschenkette, die aber nicht besonders nachgiebig war. Das macht es natürlich schwierig, ein Stirnband hinzubekommen, das sich dem Kopf gut anpasst.
Die Lösung heisst "doppelte Luftmaschenkette". Diese ist dehnbarer als eine einfache Luftmaschenkette und darum für ein Stirnband besser geeignet. Es gibt eine Reihe von Videos auf Youtube, die diese Technik erklären, zum Beispiel von Tolle Wolle.

Danach häkelte ich das Stirnband in halben Stäbchen. Das Stirnband besteht aus doppelt so vielen Reihen wie man am Schluss sieht, damit man es in der Hälfte falten kann und so ein extra warmes Stirnband bekommt.



Zusätzlich nähte ich noch ein Band aus Jerseystoff ein, weil ich Angst hatte, dass der Wind zu leicht durch die groben Maschen durchweht. Hier ist wichtig, dass der Stoff einige Zentimeter schmaler ist als das Stirnband selbst, da er sich beim Einnähen verzieht. Ausserdem ist der Stoff auch weniger hoch.

Jersey-Futter

Ich nähte den Jersey mit einem schmalen Zickzackstich ein, damit das Stirnband dehnbar bleibt.


Danach musste ich das Stirnband nur noch in der Hälfte umklappen und von Hand zunähen.

... und kaum hatte ich ein Stirnband, mit dem ich zufrieden war, begann es mehrere Tage hintereinander zu regnen. Fazit: Ein Stirnband ist eine gute Sache, es geht aber nichts über eine richtige Wollmütze. Ich weiss also schon, was ich in den Weihnachtsferien tun werde.

Alles Gute, und habt's schön und warm über die Festtage!
Eta Carina




Hello!

Recently I had a problem. As it happens, I lost both my winter hats in a short span of time (the one I crochetet too). Not only was this a shame, but very inconvenient too, because you know, it can get pretty cold in Winter. So I needed something new to warm my ears. And instead of just running to the nearest shop I crocheted a headband.
I learned from this, no, not to keep better care of my stuff, but that making a headband is more complicated than it looks. I finished my first headband within an evening, and it kept my ears more or less warm, but it was uncomfortable to wear and didn't fit right. So I made an improved version the next day.

The most important thing here is the beginning. I made a regular chain, but it wasn't very flexible. Which of course is a problem, because the headband is supposed to adjust to your head.
The solution to this is the "foundation single crochet". It took me a while to find the right name in English! Here's a useful tutorial on Craftsy.

The rest is crocheted in half double crochets. The headband consists of twice as many rows as you can see in the end, I folded the whole thing in the middle to get an extrawarm headband.

Additionally I sewed a band of elastic fabric inside the headband so the wind wouldn't get through the stitches. The fabric needs to be a few centimetres narrower than the headband itself because it will stretch while you sew it in. It's also about one centimetre less high.

I sewed the fabric in using a zigzag stitch, so the headband would remain flexible.

In the end I folded the headband and closed it by hand.

... And as soon as I had a suitable headband it started raining for several days. So in conclusion: A good headband is a fine thing, but a proper winter hat is even better. So at least I know what to do over the holidays.

Keet warm and cosy during the holidays!
Eta Carina

Freitag, 1. Dezember 2017

Mein erster Weihnachtsmarkt

Guten Abend allerseits

Wie im letzten Post angekündigt, mache ich dieses Jahr zum ersten Mal an einigen Weihnachtsmärkten mit. Tja, der erste hat letztes Wochenende stattgefunden: Das "Hallen-luja" im Neubad. Ich möchte euch davon einige Bilder zeigen. Zum Beispiel von meinem Stand:

Mein Verkaufsstand

Die meisten Sachen, die ich verkaufte, waren durch Cyanotypie entstanden, wie grosse und kleine Weihnachtskarten und Skizzenhefte.


Ich verkaufte auch Stoffsachen, nämlich Kissen und Seidenschals.

Cyanori-Kissen

Uuund dann waren da noch die Portemonnaies aus Landkarten und Kork.

Papierportemonnaies!

Wer das Neubad nicht kennt: Es handelt sich dabei um das ehemalige Hallenbad der Stadt Luzern. Seit 2012 wird gibt es dort Ateliers, kulturelle Veranstaltungen, ein Urban-Farming-Projekt und ein gemütliches Bistro. Der Markt fand im Pool (und drum herum) statt. Auf den Fotos könnt ihr auch die ehemalige Wasserrutsche sehen, die farblich natürlich super zu meinen Sachen passte.


Der Pool
(Alle Fotos von D. Taisch)

Es war ein schönes Erlebnis. Merci allen, die mich besuchten, Fragen stellten oder sogar etwas kauften, mir beim Transportieren geholfen oder extra eine Lichterkette gebracht haben :-)

... und falls ihr jetzt doch noch ein wenig neugierig geworden seid, nächstes Wochenende (9. Dezember) bin ich dann am "Bazar Pazzo" im Bourbaki, ebenfalls in Luzern.



Good evening everyone

As I mentioned in my last post, I participate in some Christmas markets this year. And well, the first one took place last weekend: The "Hallen-luja" at the Neubad in Lucerne. I'd like to share some pictures with you, from my stall for example. Most of the my things where cyanotypes, like big and small Christmas cards or sketchbooks. I also had things made of fabric, like pillows and scarfs. Aaand of course wallets made out of cork or maps.

In case you don't know the Neubad: It's the former swimming pool of Lucerne. Since 2012 it houses many studios, cultural events like concerts or exhibitions, an urban farming project and a nice bistro. The market took place inside (and around) the pool. You can see the former water slide on the images (which, I found, matched the cyanotypes perfectly).

It was a lovely experience. Thanks to everyone who visited me, asked questions or even bought something, helped me transporting or fetched me a chain of lights :-)

... and just in case you got a little bit curious, next weekend (9th of December) I will be at the "Bazar Pazzo" at the Bourbaki, also in Lucerne.

Bye bye!
Eta Carina

Dienstag, 21. November 2017

Kleine Landkarten-Portemonnaies

Guten Abend

Vor einiger Zeit probierte ich ja aus, wie man aus Papier Portemonnaies nähen könnte und war schliesslich bei Packpapier und Landkarten gelandet. Nun habe ich eine vereinfachte, kleinere Variante gemacht.


Die neuen Portemonnaies bestehen aus viel weniger Einzelteilen: Ein Stück Landkarte für das Portemonnaie selber, Viertelkreise für die Seitenklappen und verstärktes Packpapier für ein Innenfach. Dann braucht man noch Klett und Reissverschluss (nicht im Bild).


Bei der Karte kommt auf beiden Seiten oben und unten je eine Klettverschluss-Hälfte drauf. So lässt es sich dann am Ende schliessen. Danach werden alle Ränder ca. 1 cm eingefaltet.




Nun fehlen noch die Seitenklappen und das Innenfach, bevor man die eingefalteten Ränder dann am Schluss festnähen kann.

Die Klappen werden erst mal nur an einer Seite festgenäht.


Danach kommt das Innenfach dran: Es handelt sich dabei bloss um ein Viereck, bei dem oben und unten eine Reissverschluss-Hälfte drangenäht wurde. Am Schluss habe ich das Papier zusammengefaltet und den Schieber eingezogen, so dass ein geschlossenes Fach entstand.




Das Innenfach wird dann unter die Ränder geschoben. Die freie Kanten der Seitenklappen werden über das Innenfach gelegt und dann näht man alles auf einmal fest (davon konnte ich kein gutes Foto machen, aber wenn es jemand ganz genau wissen will, fragt einfach!)

 

Ich mag diese neue Variante. Sie ist sehr kompakt, aber das Nötigste hat trotzdem gut Platz. Ich würde am Liebsten noch eine weitere Variante ausprobieren, bei der man noch mehr falten würde, und die Faltung die Form bestimmen würde. Eine Art Origami-Portemonnaie. Aber da müsste ich erst wieder ausprobieren.

Ich verkaufe diese Portemonnaies übrigens an zwei Weihnachtsmärkten in Luzern (und die grossen Portemonnaies. Und Kissen. Und Schals, Weihnachtskarten, Geschenkpapier, und Skizzenhefte. Wirklich, es hat für jeden etwas!). Ich bin am 25. und 26. November am "Hallen-luja" im Neubad und am 9. Dezember am "Bazar Pazzo" im Bourbaki. Kommt doch vorbei!

Also bis dann vielleicht
Eta Carina



Good evening

Some time ago I tested how to make wallets from paper, and ended up using packing paper and old maps. Now I made a smaller, simpler version.

The new wallets require less pieces: Just a piece of a map for the wallet itself, quarter circles for the sides and reinforced packing paper for an inner pocket. And you also need velcro and an endless zipper.

I sewed one half of the velcro on each side of the map-piece to make a closure. Then I folded in the edges (about 1 cm).

Now I needed to make the side flaps and the inner pocket before I could sew the edges.

The sides are only attached on one side first.

Then I made the inner pocket: It's really just a rectangle with a one half of a zipper on the top and on the bottom. After sewing on the zipper I folded the paper and inserted the slider.

I then put the inner pocket under the edges and folded the free edges of the flaps over it. Finally, I sewed it all on at once (I don't have any useful pictures for this step, but if you want to know how it's done exactly, feel free to ask!)

I like this new version. It's very compact, but still has enough space. I would love to make another version with more intricate folding, like an origami-wallet. But I would have to figure it out first.

By the way, I'm selling those wallets on two Christmas markets in Lucerne (and the big wallets. And pillows. And scarfs, Christmas cards, wrapping paper and sketch books. Really, there's something here for everyone!) On the 25th and 26th of November I'm at the "Hallen-luja" at the Neubad. And on the 9.th of December I'm at the "Bazar Pazzo" at the Bourbaki. It would be nice if you could come!

So see you soon maybe
Eta Carina

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Blumenrock mit Stickereien

Guten Abend

Ich habe einen neuen Rock gemacht. Tadaa:


Als vage Inspiration dienten Blumenmuster, wie man sie z.B. auf Trachten oder bei Bauernmöbeln sieht. Dank Dominiks Grossmutter haben wir sogar selbst einige solche Möbel in der Wohnung stehen (auf dem untersten Foto guckt links z.B. eine kleine Kommode mit Blumenmuster hervor). Mehr Bilder findet ihr auf einem meiner Pinterest-Boards:
https://www.pinterest.ch/carinasarmoire/trachten-stickereien-bauernmalerei/
 
Drucken
Zuerst druckte ich das Muster auf den Stoff. Das machte ich mit zwei Folien (eine für die grüne Farbe, eine für die Rote). Wenn ihr genau wissen möchtet, wie das funktioniert, könnt ihr es in einem früheren Post nachlesen: Schablonendruck mit Wappen.
Diesmal verwendete ich aber nicht Klebfolie, sondern Acetatfolie, die ich dann mit Leimspray besprühte. Das machte ich so, weil ich das Muster ja mehrere Male wiederholte. Die Klebfolie wäre mit der Zeit kaputt gegangen. Die Acetatfolie ist stärker und man kann immer wieder neu Leim aufsprühen, wenn die Folie nicht mehr so gut hält. Ausserdem ist das Muster gespiegelt, ich musste die Folie also bei jeder zweiten Wiederholung drehen.

Muster zeichnen
Muster auf Folie übertragen und ausschneiden
Auf Stoff drucken. Damit das Muster gespiegelt werden kann, muss die Folie gut gewaschen und dann gedreht werden.
Das fertige Muster, wofür ich zwei Folien brauchte: Eine für die Blätter, eine für die Blüten.

Sticken
Danach fand ich das Ganze aber noch etwas zu schlicht, darum stickte ich den Formen entlang. Und um noch eins draufzusetzen, nähte ich zusätzlich noch Perlen an. Damit der Stoff immer schön gleichmässig gespannt bleibt, kaufte ich mir einen Stickrahmen. Ausserdem legte ich Stickvlies unter den Stoff. Stickvlies macht den Stoff zusätzlich stabiler. Am Schluss reisst man es wieder weg, was eine riesen Sauerei gibt. Das Sticken war mit Abstand der aufwändigste Teil vom ganzen Rock! Aber ich finde, es hat sich gelohnt.

Stickrahmen
Die gestickten Linien...
... und die Perlen

Der Rock selbst ist eigentlich recht schlicht: Unten ist eine kleine Klöppelspitze, oben ein Bund, bei dem am Rücken Gummibänder durchgezogen sind. Speziell ist vielleicht, dass der Rock oben nicht gleichmässig gerafft ist: Vorne ist er gar nicht gerüscht, dafür an den Seiten um so stärker. Ich habe das gemacht, damit das Muster besser sichtbar ist, bin aber das wäre wahrscheinlich gar nicht nötig gewesen.
Man kann den Rock mit einem längeren Rock und einem Petticoat zu einem ziemlich voluminösen Lolitarock kombinieren. Oder man trägt ihn einfach so, das geht auch.




Good evening

So I made a new skirt. Ta-dah!

As a vague inspiration I looked at floral ornaments like you can find on traditional Swiss costumes or farm furniture. Thanks to Dominiks grandmother we also have some such furnitures in our apartment (there's a small chest of drawers peeking out on the last picture, for example). You can see more pictures on one of my pinterest boards:
https://www.pinterest.ch/carinasarmoire/trachten-stickereien-bauernmalerei/
 
Printing
First I drew a flower-pattern and printed it onto the fabric. I used two different films (one for the green colour, one for the red one). I already made a post about how to print with films, if you want a more precise explanation: Schablonendruck mit Wappen.
But this time I didn't use adhesive foil but acetate film. I then used spray glue on it, so it would stay in place. I decided to do it that way because I had to repeat the pattern several times and the adhesive foil wouldn't have been stable enough. I also had to turn the film around in order to mirror the pattern, which also wouldn't have been possible with the adhesive foil.

Embroidery
I fount the printed pattern alone was too plain, so I started to stitch around the edges of the ornament. And to make it even fancier, I then added beads. I bought a embroidery frame to keep the fabric flat during embroidering. I also had a tear away stabilizer underneath the fabric, which made the fabric even stronger. The tearing away was really messy, because I had hundreds of shreds, but otherwise it worked well! The embroidery was by far the most laborious part of the whole skirt! But I think it was really worth it.

The skirt itself is really rather simple: It has a small lace at the bottom and a waistband with elastics at the back. One thing is special though: The skirt isn't evenly gathered all around, it is flat at the front, but ruffled stronger at the sides. I did this so the print would be better visible, but I don't think this was really necessairy.
It is possible to turn the skirt into a very voluminous Lolita skirt together with a longer skirt and a petticoat. But you could also just wear it as it is, I find that looks fine too.

Good night
Eta Carina

Sonntag, 10. September 2017

Leinen-Shorts

Hallo wieder einmal

Während es draussen regnet, möchte ich euch ein eher sommerliches Nähprojekt zeigen. Und zwar habe ich mir Leinen-Shorts genäht, nach der Form einer Hose, die ich schon hatte. Das kam so: In den Sommerferien löste sich leider eine meiner Lieblingshosen endgültig in ihre Einzelteile auf (Tote-Hosen-Witz bitte hier einfügen). Meine Sommerhose! Meine sexy-Archäologin-auf-Dinosaurier-Jagd-Hose! Es war wirklich schade. Darum habe ich die Hose einfach nachgenäht.

Das ist die Original-Hose:

Die Originalhose

Risse an der Hose

Das ist die neue Hose, nachgenäht mit Leinenstoff, den ich noch von meiner Cotta übrig hatte:



Ich habe die Hosen etwas vereinfacht: weniger Knöpfe, einfacherer Bund und keine "Tasche-in-der-Tasche" (Zu sehen links oben auf dem ersten Foto. Google verrät übrigens, dass diese erstmals bei Jeanshosen auftauchten, damit man die Taschenuhr darin verstauen konnte. The more you know...) Die Form ist aber so ziemlich die Selbe. Ich bin recht zufrieden, wie die Hose herausgekommen ist. Mir gefällt vor allem das Material und die Farbe. So darf der Sommer faaast nochmals zurückkommen. Oder... vielleicht doch besser nicht.

Ich gehe jetzt nicht gross darauf ein, wie ich das Schnittmuster von der alten Hose übertragen habe (man faltet die Hose, so dass das eine Teil für die Vorderseite gut sichtbar ist, legt Schnittmusterpapier darüber, paust es ab, macht das Selbe bei der Rückseite, misst nach, korrigiert, schneidet die Teile zu, näht sie zusammen, merkt, dass das wohl doch nicht so genau war und probiert es nochmals...)

Stattdessen zeige ich euch eine spezielle Naht, die bei meinen Hosen verwendet wurde: Die Kappnaht. Kappnähte werden v.a. bei Jeanshosen häufig benutzt, weil sie sehr stabil sind. Wenn ihr irgendwo an einer Hose eine doppelte Naht habt, die sich etwas wölbt, ist das eine Kappnaht. Bei meinen Hosen ist es die V-förmige Naht über den Taschen:

Kappnaht (über den Taschen)

Und so funktioniert es: Die Teile, die mit einer Kappnaht verbunden werden sollen, brauchen etwas mehr Nahtzugabe als gewöhnlich: ca. 2 cm Nahtzugabe. Sie werden dann links auf links zusammengenäht.

Kappnähte nähen

Dann schneidet man die eine Nahtzugabe zurück auf etwa einen halben Zentimeter.

Obere Zugabe zurückschneiden

Die längere Nahtzugabe wird dann einmal zur Hälfte gefaltet. Dann wird die kleinere Nahtzugabe in die grössere "eingepackt". Wenn ihr diesen Schritt nicht versteht, gibt es bei http://www.schneidern-naehen.de/kappnaht eine Anleitung mit Zeichnungen.

Umfalten und bügeln

Das Ganze wird dann gebügelt, festgesteckt und knappkantig festgenäht. Das war's schon!


Liebe Grüsse
Eta Carina



Hello again

It's rainy outside today, but I'd like to show you a rather summerly sewing project. I made myself some linen shorts, based on shorts I already owned. And that's because one of my favourite trousers fell apart during our summer holidays. My summer shorts! My sexy-archeologist-on-dinosaur-hunt-shorts! It was really a pity. So I decided to copy those shorts.

You can see the original trousers on the first two pictures. The new shorts are the ones on picture 3 and 4. I made them out of some linen I had left from my Cotta.

I simplified my new shorts: There are less buttons, a simpler waistband and no "pocket-inside-the-pocket" (like on the upper left on the first photo. By the way, Google just told me these kind of pockets where invented for jeans, to carry pocket-watches. The more you know...)
The general cut remains the same. I'm quite happy how it turned out. I love the material and the colour. I aaaalmost wished summer could come back again. But maybe better not.

I won't explain in detail how to make a pattern out of existing garments (fold the shorts so the upper piece is well visible, lay the paper on it, trace the outlines, do the same for the backside, measure if your shape is realistic, correct, cut the fabric, sew the pieces together, note that this wasn't quite right and try again...)

Instead I'd like to show you a special kind of seam I noticed on my shorts: The felled seam. They are often used on jeans because they are very sturdy. When you see a double stitched seam on your trousers that bulges slightly, this is probably a felled seam. On my shorts, there is a felled seam on the V-shaped part above the back pockets.

And that's how it works: The parts that you want to connect by a felled seam need more seam allowance than usual, about 2 cm. Pin them together with the left sides facing each other and sew them together.

Cut one of the seam allowances back to about half a centimeter.

Fold the longer seam allowance in half. Then wrap it around the smaller seam allowance. For a good drawing on how this works, you can also check out this link: http://www.schneidern-naehen.de/kappnaht

Finally, iron the seam, pin it down and stitch it close to the edge. And that's basically it!

Many greetings
Eta Carina