Montag, 28. November 2016

Knickerbocker

Hallo!

Zur Abwechslung habe ich einmal genug von Röcken und Kleidern und habe mir Hosen genäht. Aber die sind natürlich auch wieder sehr weit und sehr altmodisch: Die Knickerbocker.




Schnittmuster
Als Grundlage diente das Schnittmuster 6856 von Burda (Variante B). Ich verkürzte aber natürlich die Beine, machte sie viel weiter und nähte an den Knien noch einen Bund mit Knöpfen an. Der Bund ist auch nicht ganz so hoch und aus den zwei Kellerfalten vorne habe ich 4 kleinere seitliche Falten gemacht, weil das etwas dezenter ist. Mein Schnittmuster sah dann so aus:



Beinabschluss
Ein Hosenbein hat einen Umfang von ca. 60 cm. Um die Enden aber enganliegend zu machen, rüschte ich sie auf ca. 30 cm zusammen. Anschliessend nähte ich noch zwei Stoffstücke daran (Wie nennt man die wohl korrekt? Kniebünde?) Jedenfalls, die Beinabschlüsse wurden folgendermassen gemacht: Die Stoffstücke werden in der Mitte gefaltet, an den beiden Enden zusammengenäht und dann verstürzt. An ein Ende kommt ein Knopf, an das andere ein Knopfloch. Sie werden dann zu einem Ring geschlossen und an die Hosenbeine angenäht. Die Knöpfe sind mehr zur Verzierung, da die Stoffstücke ja schon überlappend angenäht wurden.




Mit und ohne Hosenbund

Ich mag meine neuen Hosen eigentlich ganz gut. Vor allem gefällt mir, dass sie an den Knien so weit sind. Oben am Bund hingegen würde ich sie das nächste Mal enger machen. Die Falten sind mir immer noch zu auffällig. Vielleicht würden auch kleine Einnäher besser aussehen. Ausserdem weiss ich noch gar nicht so recht, was ich dazu anziehen soll. Ich finde, diese Hosen schreien nach einer Weste. Aber das ist ein Problem für ein anderes Mal.

Alles Liebe
Eta Carina


Hallo!

I have had enough of skirts and dresses for a change, so I sewed myself some trousers. But of course they too are very wide and very old fashioned: The knickerbockers.

Pattern
The basis for my knickerbockers was the 6856 pattern from Burda (Version B). But of course I shortened the legs and made them wider. And I added a band with buttons at the bottom. The waistband is slightly shorter than the original and I turned the two big box pleats at the front into four smaller side folds because it looks more discreet.

Knee parts
One leg has a circumference of about 60 cm. To get the typical "knickerbocker-shape", I gathered them to about 30 cm. Then I applied two additional pieces (what are they called exactly? Kneebands?) Anyway, I sewed those pieces like that: I folded them in the middle, sewed the ends together and turned the inside out. I sewed a button to one end and a button-hole to the other. The ends are then buttoned together to a ring, which I sewed to the legs. The buttons serve only as decoration, as the ends are overlapping anyway.

I like my new trousers quite well. I'm most satisfied with the shape of the legs around the knees. But next time I'd make the upper part tighter because I think the pleats are still too obstrusive. Maybe several small darts would have been better. And I'm not yet really sure what to wear with them. I think those knickerbockers are in dire need of a west. But that's a problem for another day.

Love
Eta Carina


Dienstag, 25. Oktober 2016

Shirt mit Spitzen

Guten Abend

Ich habe mir ein Shirt genäht! Es ist sehr schlicht, mit Spitzenstoff, den ich von einem früheren Kleid übrig hatte.


Es macht vielleicht nicht den Anschein, aber die Idee dazu war eher technisch, deshalb hier einige erklärende Zeichnungen:

Die einfachste Form für ein Oberteil wäre ja folgende:

Die meisten Kleidungsstücke sind aber an die menschliche Figur angepasst, indem die Schultern schräg verlaufen, die Oberteile an der Taille enger werden und die Armausschnitte rund sind.
Ich fragte mich, wie der Stoff an den Armen wohl fallen würde, wenn die Armausschnitte nicht rund  wären. Deshalb habe ich den "fehlenden Teil" mit Spitzenstoff ergänzt.
Daraus ergaben sich dann folgende Einzelteile:


Wie ihr sehen könnt, habe ich die Ärmel am Schluss doch noch etwas angeschnitten, damit ich sie einfacher annähen konnte. Mit dem Resultat bin ich sehr zufrieden: Die Ärmel fallen schön und alltagstauglich ist es obendrein.

Alles Liebe
Eta Carina



Hello

I sewed a Shirt! It's very simple, with lace I had left from an older dress.

The question that lead to the shirts' final form was actually quite technical (I've made some drawings so you can follow my thoughts): The most simple shape for a top would be just a rectangle with a hole for the head in the middle. But most clothes follow the shape of the body: The shoulders are sloped, the top gets more narrow at the waist and the armholes are curved. I wondered how a shirt would look if the armholes where not curved but straight. So I completed the "missing part" with lace. I only trimmed the lace a little bit, so it would be easier to sew on.

I'm very happy with the result: The sleeves accentuate the shoulders nicely and for once I even sewed something I can wear in everyday life.

All the best
Eta Carina





Mittwoch, 12. Oktober 2016

Ateliyeah!

Hallo

An dieser Stelle nur ein kurzes "Yeah!": Ich habe ein eigenes Atelier gemietet! Genauer gesagt ist es kein ganzes Atelier, da ich es teile. Auch wird das Gebäude früher oder später abgerissen werden. Was nicht ganz unerwartet kommt, da es doch ein wenig baufällig ist. Aber ich finde es wunderschön! Da ich die "gute" Nähmaschine bei mir zuhause lassen möchte (denn nirgends lässt es sich so schön in alle Nacht hinein nähen...), werde ich im Atelier voraussichtlich eher kleinere Sachen machen, zeichnen oder Stoff bedrucken und färben. Sobald es erste Resultate gibt, werdet ihr es auf jeden Fall hier erfahren. Hier nur mal einige Fotos das Treppenhaus hinauf und ins Atelier hinein.

Alles Liebe
Eta Carina





Mein Platz :-)
Hallo

Hm... It's difficult to translate today's post title. It could be translated maybe as "studi-yo!" But that sounds more like Hip hop and less like the Beatles and less like me. But what I wanted to say is: I rent a studio! Or, more precisely, a working place in a studio, as I'm sharing it. Sadly, the building will be demolished sooner or later. I can somehow see why, as it is a trifle tumbledown. But I think it's so beautiful! As I'll leave the "good" sewing machine at home (for the cosiest night shifts...) I'll most probably use the space for smaller projects, drawing, dying or printing. Of course I will write as soon as there are any first results. But for now, I have just some pictures from up the staircase and into the room.

Love love love...
Eta Carina

Freitag, 30. September 2016

Mini-Rucksack

Guten Abend

Ich habe einen Rucksack genäht. Aber nur einen kleinen, für meine Mutter. Wenn ich jetzt angeben wollte, könnte ich es als Auftragsarbeit bezeichnen. Aber noch treffender wäre eigentlich verspätetes Geburststagsgeschenk, also lassen wir das. Mit Rucksäcken hatte ich bisher reichlich wenig Erfahrung. Zum Glück konnte ich einen anderen, grösseren Rucksack als Vorbild nehmen. So konnte ich herausfinden, wie so ein Rucksack zusammengesetzt ist. Nun, die Form selbst ist recht simpel. Schwierig wird es erst mit den Details: Wie kann man die Träger verstellbar machen? Wie näht man eine Tasche, die gross genug für ein Portemonnaie ist? Wie schliesst man den Rucksack? Wie kann man noch etwas mehr Stauraum schaffen? Und so zog sich die Arbeit recht in die Länge.
Einige Anmerkungen zum Material: Für die Aussenseite verwendete ich Kunstleder, da meine Mutter eher schlichte Designs mag und auch der „Vorbild-Rucksack“ aus Leder war. Weil ich aber nicht anders kann, musste irgendwo noch etwas Verspieltes und Glänzendes hin, darum verwendete ich für das Innenfutter Baumwollsatin mit einem Taubenornament. Beides bestellte ich bei www.buttinette.ch



Der Rucksack besteht im Wesentlichen aus zwei Vierecken (plus noch einem weiteren für den Boden, aber das ist auf dem Foto noch nicht zu sehen): Einem breiten Viereck für vorne und an den Seiten und einem schmalen für den Rücken. Das Rückenteil muss man aber oben nochmals unterteilen, damit Deckel und Träger nicht ganz am oberen Rand sind, sondern etwas weiter unten. Sonst könnte man das Ganze nämlich nicht füttern. Das ist die grösste Erkenntnis, die ich aus dieser Arbeit gezogen habe: Ganz oben nix hinnähen! Gilt übrigens auch für Handtaschen.


















Am oberen Rand habe ich Ösen eingeschlagen. (noch ein Grund, warum da nichts sonst sein darf...) Durch einen Bändel kann man den Rucksack so zuziehen. Ich habe ein wenig Angst, dass der feine Futterstoff mit der Zeit reissen könnte, aber es wirkt alles stabil.


















Die Tasche vorne (und auch der Rucksack selbst) haben Magnetverschlüsse. Diese muss man anbringen, bevor man Tasche und Taschenklappe füttert. (das war das Zweitwichtigste, was ich gelernt habe...) Wie das genau geht, habe ich mir von diesem Video abgeguckt.

Magnet an der Tasche...

... und das Gegenstück an der Taschen-Klappe

Da der Rucksack nicht für mich ist, bin ich besonders kritisch und sehe überall noch Fehler. Aber im Grossen und Ganzen ist er doch ganz gut herausgekommen. Bei Gelegenheit möchte ich auch noch einen für mich nähen, da es ja gesünder wäre als meine Schultertasche. Mein Rucksack muss dann aber natürlich grösser werden. Ausserdem sollte er aus einem anderen Material sein. Und, naja… schnörkeliger.
Bis dahin alles Gute
Eta Carina

P.S. zum Abschluss: Fotos, auf denen ich so tue, als hätte ich soeben meinen Rucksack gepackt und würde aus dem Haus gehen:



Good evening

So I sewed a backpack. But only a very tiny one, for my mother. I guess I could call it a commission work if I wanted to show off. But a late birthday gift would probably be more accurate, so let's leave it at that. I didn't have much experience with backpacks so far. Luckily I had another one as an example so I could look up how it was done. The backpack itself has a rather simple shape. It's the details that make it complicated: How can you adjust the length of the straps? How can you sew a bag big enough for a wallet? How to close the bag? How can you add additional room? With all these questions the whole work took a lot longer than expected.
About the material: I used faux leather for the outside, as my mother prefers simple designs and the"model-backpack" was also made out of leather. But I simply had to add something shiny and cute, so I used stretch satin with doves for the inside. I found both at www.buttinette.ch.

The whole thing consists mainly of two rectangles (plus a third one for the bottom, but it isn't on the picture): a broad rectangle for the front and sides and a second, narrow one for the back. But you have to split the back part so you don't have to sew the lid and straps to the very top. If you did that, you wouldn't be able to line the backpack. This is the one big thing I learned from this project: Never sew anything to the top. The same goes for handbags by the way.

I added eyelets on top (which is another reason why you can't attach anything else there...) Like this you can close the backpack with a ribbon. I am a little bit concerned if the eyelets won't damage the satin, but it seems pretty solid.

The front bag and the backpack itself have magnetic catches. You have to apply them before lining the bag and flap (which is the second big thing I learned...) I found out from this video how it works precisely.

As this was not made for me I am especially critical and see little faults everywhere. But all in all I think it turned out well. I even want to make one for myself some time. This would be much healthier than the shoulder bag I'm having at the moment. But for myself I would choose another material. And it would have to be much bigger. And well... frillier.
Until then
Eta Carina

P.S.: finally: Some pictures where I pretend I had just put on my backpack and where about to leave the house.

Mittwoch, 10. August 2016

Prag - Retro

Hallo

Ahm. Lange nicht mehr gesehen, was? Tatsächlich hatte ich vor den Sommerferien nicht mehr wirklich die Energie, um zu bloggen. Aber mittlerweile bin ich erfolgreich weitergebildet, erholt und mit vielen Fotos zurück aus den Ferien.
Dominik und ich fuhren mit dem Fahrrad von Berlin nach Prag. Unterwegs zelteten wir. Und obwohl es natürlich auch von der Tour selbst ganz viel zu erzählen gäbe, versuche ich wieder mal, beim Motto dieses Blogs zu bleiben: "Textiles, Time Travelling and D.I.Y." Und deshalb geht es hier alleine um Prag.

"Praha"(Divadlo Viola)

Der Titel "Prag - Retro" bezieht sich in erster Linie auf die Ausstellung "Retro", die im Nationalmuseum gezeigt wird. Zu sehen sind Kleidungsstücke, aber auch Spiele und Accessoires. Von 1989 anfangend, geht die Ausstellung zurück bis ins 19. Jahrhundert und zeigt verschiedene vergangene Modestile und weitere Einflüsse auf die Mode. Dabei ist das Ganze aber nicht einfach eine Lektion in Modegeschichte: Die Hälfte aller Exponate sind aus der heutigen Zeit, aber von der Vergangenheit inspiriert! Es war spannend zu raten, welches Stück jeweils das "Original" war. Die Ausstellung geht ausserdem speziell auf die tschechische Geschichte ein: Modelle hier waren oft schlichter oder im Vergleich zu anderen Ländern leicht veraltet, da das Land kommunistisch regiert war. Auch die neueren Ausstellungsstücken konzentriert sich auf tschechische Designer und Designerinnen. Mein Lieblingsstück ist dieses graue Kleid von Monika Drápalová: Es ist im Schnitt den 50er-Jahren nachempfunden, aber besteht aus speziellem Polyesterstoff, das es angenehm zum Radfahren machen soll. Das wäre interessant für unsere Tour gewesen! Allgemein war die Ausstellung klein, aber mit vielen hübschen Exponaten.

Kleid "pro BB" von Monika Drápalová, für "Free Circle"
Welches ist denn jetzt das Modell aus den 60ern?
Kleid im Stil der 20er-Jahre von Jana Minaříková
Kleid um 1850-1860
Kleid von Georges Hobeika, das die bodenlangen, weiten Röcke des 19. Jahrhunderts wieder aufnimmt.
Ich entdeckte auch ein Burda-Magazin.
Diese scheinen auch in der damaligen Tschechoslowakei beliebt gewesen zu sein.
Verschiedene Accessoires aus diversen Epochen
Oldtimer-Fahrbekleidung, nach einer alten Fotografie nachgeschneidert
Wenn wir schon bei der Eleganz vergangener Zeiten sind: Prag ist wirklich wunderschön. Und eine Überforderung für das Auge. Überall sieht man Türmchen, Erker, Balkone, Schnörkel (ganz zu schweigen von den vielen Menschen!) Rundum vermischen sich Gebäude aus verschiedensten Epochen und man kommt aus dem Schauen nicht mehr heraus. Ich habe versucht, Fotos zu machen:







Sogar die Lampen haben manchmal Kronen...
Bei all der Pracht hatte ich während der paar Tage, die wir in Prag waren, aber wenige Läden gesehen, die mir gefallen hätten. Ich war schon ein wenig enttäuscht, als wir am letzten Tag ganz in der Nähe unseres Hostels einige weisse Marktstände sahen. Vor dem Nationaltheater war ein Design-Markt. Durch Gespräche fanden wir heraus, dass der Markt etwa viermal im Jahr stattfindet und die Sachen von den Designerinnen und Designern handgemacht werden. Wir verbrachten den ganzen Morgen damit, durch den Markt zu stöbern. Die Waren der verschiedenen Stände ähnelten sich zum Teil: Angesagt waren viele verspielte Kleider, Tier-, Fahrrad- und Seefahrtsmotive, Punkte und Streifen, Ballon- und Tellerröcke (Man könnte schon fast sagen, die Designs waren retro... ^-^). Ich kaufte dann am Schluss aber eher schlichte Sachen: einen Bleistift-Rock mit auffälligen Taschen, ein T-Shirt mit Pusteblumen-Print und eine süsse (und wichtig: grosse!) Tasche. Daheim habe ich sie dann gleich fotografiert.

Leider sind die Internetseiten des Marktes und der Designer alle auf tschechisch, was es für mich schwierig machte, weitere Informationen zu bekommen, aber man kann sich ja auch einfach die Bilder anschauen :-)
Der Markt: http://www.dyzajnmarket.com
Naše věci:https://www.facebook.com/naseveci.brno
Faerie: http://www.faerie.cz/shopik/
Natyris: https://www.facebook.com/natyris.design/

Der Markt vor dem Nationaltheater
Rock von Naše věci
Tasche von Faerie
T-Shirt von Natyris
Mit diesen Fotos von zurück daheim verabschiede ich mich. Bis hoffentlich bald wieder!
Eta Carina


Hello

Ahm. So, long time not seen, huh? Actually I didn't have the energy to blog in the weeks before summer holidays. But in the meantime, I sucessfully received my CAS, relaxed a bit and got back from holidays with lots of pictures.
Dominik and I went from Berlin to Prague by bike. On the way we slept in a tent. Although the tour itself would be interesting to write about, I will as usually try to stick to my blogs' motto: "Textiles, Time Travelling and D.I.Y." More or less in that order, even! And that's why I'm only writing about Prague.

The posts title "Prag - Retro" mainly refers to the exhibition "Retro", which is on display in the National Museum. They mainly show garments, but also toys and accessories. Beginning in 1989, the exhibition traces back the history of fashion until the 19th century. But it isn't simply a history lesson: Half of the exhibits are from present days which are only inspired by former decades! It was fun to guess which ones might be the "originals". Furthermore the show also pays attention to Czech history: Here, trends where often toned down or delayed due to the country being under communist government. The contemporary samples are also mostly of Czech designers. My favourite piece was  from Monika Drápalová: The dress is inspired from the 50ies, but made of special polyester, which makes it especially comfortable for cycling. I would have loved to try this for our tour! The exhibition was overall small but with many beautiful samples.

Speaking of elegance long gone by: Prague is really gorgeous. It is almost too much to take in: There are turrets, jutties, balconies and ornaments all over (and lots of people too!). Everywhere buildings of different ages mix and you can discover new things every time you look. I tried to take some photographs.

But with all the magnificence I had seen only very few shops that appealed to me. I was already beginning to feel a little dissappointed. Then, on our last day, we noticed some white booths near our hostel. In front of the National Theatre was a design market. We spoke to the people there and heard it takes place around four times per year. The designers make all their products themselves. We spent the whole morning walking through the market. Many things where resemblant, there was a trend towards playful designs, animal-, bicycle- and navymotifs, dots and stripes, ballonskirts and gathered dresses (dare I say the designs where rather... retro? ^-^). In the end, however, I stuck with rather simple pieces: A T-Shirt with dandelion print, a pencil skirt with eye-catching pockets and a very cute (and important: big!) bag. At home, I took some photos of the things.
Sadly the internet sites of the market and the designers are all in Czech language only, which made it difficult for me to get further information. But of course one can always just look at the pictures :-)

The design market: http://www.dyzajnmarket.com
Naše věci:https://www.facebook.com/naseveci.brno
Faerie: http://www.faerie.cz/shopik/
Natyris: https://www.facebook.com/natyris.design/

So, with photos from back home again, I say goodbye for now. Hope too see you soon!
Eta Carina

Donnerstag, 19. Mai 2016

Fantasy Basel 2016

GUTEN ABEND
Die Welt ist eine Scheibe. Sie steht auf den Rücken von vier Elefanten, die wiederum auf einer riesengrossen Schildkröte durchs Weltall getragen werden, aber das wisst ihr natürlich alles schon, wenn ihr Terry Pratchetts Scheibenweltromane kennt. (Wenn ihr sie nicht kennt, solltet ihr das ändern!) Auf der Scheibenwelt kann man allerhand merkwürdigen Gestalten begegnen, wenn man Pech hat, auch dem Tod. Obwohl, eigentlich ist der Scheibenwelt-Tod ja ein sympathischer Zeitgenosse und sehr menschlich. Er hat ausserdem eine Enkeltochter, die Susanne heisst und manchmal für ihn einspringen muss.
Nun, Basel liegt leider auf der Rundwelt, aber auch hier traf man vor ein paar Tagen auf eine Menge merkwürdiger Wesen: Genau, es war wieder Fantasy Basel ("The Swiss Comic Con", wie die Veranstaltung sich selbst nennt). Und Dominik und ich waren als Tod und Susanne unterwegs.

Am Freitag waren wir mit Lukas dort, der unsere Sensen gemacht hatte. Falls ihr auch mal Bedarf nach einer Rüstung, einem Schwert oder ähnlichem haben solltet: Er nimmt unter seiner Facebook-Seite Aufträge entgegen: Ri'saads-Manufaktur. Zu den Kostümen: Die Tod-Maske hat Dominik selbst modelliert, ausser den Augen. Alles Genähte stammt von mir. Ich möchte gerne noch einen Post machen, indem ich etwas genauer auf das Nähen eingehe, ich hoffe, ich finde bald die Zeit dazu. Aber heute soll es vor allem um die Convention gehen.
Wir und Lukas (als Dark Eldar)
Tie Fighter aus Star Wars, gebaut von Project X1
Die Fantasy Basel ist seit ihrem Beginn im letzten Jahr stark gewachsen, sowohl was die Besucher angeht wie auch von der Ausstellungsfläche her. Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass wir weniger gesehen haben als letztes Jahr. Vielleicht waren wir auch nur einfach gemütlicher unterwegs.
Eine der ersten Adressen, die wir ansteuerten, war das Cospital. Dieses Jahr gab es nämlich eine Art Erste-Hilfe-Station für Cosplays, bei denen irgend etwas kaputt gegangen ist. Die Leute dort waren klasse, sie haben es fertig gebracht, eine gebrochene Lötstelle ohne Lötkolben wieder zu flicken! Danach strahlten Tods Augen buchstäblich wieder...

Am Samstag besuchten wir einen Vortrag der beiden Cosplayerinnen Yaya Han und Calssara. Sie sprachen über Cosplay Etiquette, beantworteten aber am Schluss auch noch Fragen zu Cosplay allgemein. Beide haben wunderbare Internetseiten:
Ich bewundere ihre Kostüme, und auch, wie produktiv beide sind und finde es spannend, wie sie ihre Kostüme erklären O_O.

Zwei weitere Vorträge waren der Science Slam (welche Aspekte der Science Fiction sind wissenschaftlich betrachtet bald möglich?) und Bernd Greisingers Vortrag über Tolkiens Sprachen in Mittelerde. Beides war interessant, nur leider war der Raum nur durch Stellwände von der grossen Ausstellungshalle abgetrennt, so dass es sehr laut war und ich Mühe hatte, alles zu verstehen.

Wie schon im Vorjahr war ich nicht gross auf Shoppingtour. Was ich mir gekauft habe:
  1. Einen Steampunk-Roman von Martin Riesen, der nur schon darum ein toller Typ ist, weil er ebenfalls ein Terry Pratchett-Fan ist (und erkannt hatte, dass ich Susanne bin und nicht "die Frau vom Tod").
  2. Eine Ausgabe von Cohaku, einem Magazin über Cosplay. Vielleicht hat man es mir angemerkt, als ich über Yaya Han geschrieben habe: Ich bin ein totaler Neuling und begierig, zu lernen. 
  3. "Tell Band 2: Walter!", ein Comic von David Boller. Sogar mit Zeichnung! Um was es geht? Nun, man könnte es vielleicht mit "Wilhelm Tell meets Shadowrun" beschreiben.
Leider habe ich nicht so viele Fotos gemacht wie letztes Jahr. Wenn ihr neugierig seid, gibt es unter anderem hier Fotos. Aber besonders gefreut habe ich mich, als ich One Punch Man und Genos gesehen habe und Mabel, Dipper, Grunkle Stan und Bill aus Gravity Falls.

Übernachtet haben wir übrigens in der Jugendherberge im St. Alban-Quartier. Ich erzähle euch das, weil die Jugendherberge direkt neben einer Kirche mit einem alten Friedhof liegt, den wir am Samstag Morgen für einige Fotos genutzt hatten:


Ein sehr schönes Wochenende!
MAN SIEHT SICH



GOOD EVENING

The World is a disc. It is standing on the backs of four elephants, which again are being carried through space on a giant turtle, but of course you are aware of all that if you know Terry Pratchetts Discworld books. (If you don't, go change that!). There are many peculiar characters to meet on the discworld, even, if you are unlucky, Death himself. Although, Death is quite a nice guy, really, and very humane. He happens to have a granddaughter called Susan, who sometimes has to take over his job.
Sadly, Basel is situated on the Roundworld, but here, too, you could see a lot of fantastical folks a few days ago: I'm talking about the Fantasy Basel, of course (which is calling itself "The Swiss Comic Con"). And Dominik and I visited as Death and Susan.

On Friday we met Lukas there, who kindly had crafted our scythes. If you should need any armour, weapon or similar: He takes commissions on his Facebook site: Ri'saads-Manufaktur. About the costumes: Dominik modelled his mask himself, with some help from a friend with the eyes. Everything sewn is made by me. I'd love to make a second post where I explain the sewing process a bit further. I hope I can find the time! But today, let's talk about the con itself.

The Fantasy Basel has grown a lot since its beginnings last year, both in space and visitors. But I felt like I've seen less than last year, probably just because I was less hurried. One of the first booths we visited was the Cospital, some kind of first aid ward for costumes. The guys there where great: They managed to fix a broken solder point without a soldering iron! After that, Deaths eyes literally lit up again...

On Saturday we attended a panel with the cosplayers Yaya Han and Calssara. It was about Cosplay etiquette, but at the end they answered questions about cosplay in general as well. They both have wonderful websites:
I admire their costumes, their productivity and also, how they write about their work. O_O

Two more speeches where the Science Slams (Which aspects of Science Fiction could soon be possible?) and Bernd Greisingers lecture about Tolkiens elvish languages. Both where interesting, but sadly the room was only separated from the great hall by movable walls, so it was very loud and partly difficult to understand.

Like last year I wasn't on a big shopping tour. I only bought the following: 
  1. A Steampunk novel by Martin Riesen, who is a great guy, amongst others, because he is also a big Terry Pratchett fan. (and he recognized me as Susan and not "Deaths wife", like others did).
  2. An issue of Cohaku, a magazine about Cosplay. You might have noticed by my words about Yaya Han: I'm a total newby and hungry to learn! 
  3. "Tell Band 2: Walter!" a comic by David Boller. Even with a personal sketch! What is the comic about? Well, you might describe it as "Wilhelm Tell meets Shadowrun", but you best read it for yourself.
I couldn't take as many photos as last year. If you're curious you can find pictures here for example. But I was most delighted about meeting One punch man and Genos and Mabel, Dipper, Grunkle Stan and Bill from Gravity Falls, which aren't in that gallery. 

We slept at the youth hostel around St. Alban. I tell you this because the youth hostel is nearby an old cemetary, which we used to take some very adequate photos.

All in all it was a very nice weekend.
SEE YOU SOON