Posts mit dem Label D.I.Y. werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label D.I.Y. werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 21. November 2017

Kleine Landkarten-Portemonnaies

Guten Abend

Vor einiger Zeit probierte ich ja aus, wie man aus Papier Portemonnaies nähen könnte und war schliesslich bei Packpapier und Landkarten gelandet. Nun habe ich eine vereinfachte, kleinere Variante gemacht.


Die neuen Portemonnaies bestehen aus viel weniger Einzelteilen: Ein Stück Landkarte für das Portemonnaie selber, Viertelkreise für die Seitenklappen und verstärktes Packpapier für ein Innenfach. Dann braucht man noch Klett und Reissverschluss (nicht im Bild).


Bei der Karte kommt auf beiden Seiten oben und unten je eine Klettverschluss-Hälfte drauf. So lässt es sich dann am Ende schliessen. Danach werden alle Ränder ca. 1 cm eingefaltet.




Nun fehlen noch die Seitenklappen und das Innenfach, bevor man die eingefalteten Ränder dann am Schluss festnähen kann.

Die Klappen werden erst mal nur an einer Seite festgenäht.


Danach kommt das Innenfach dran: Es handelt sich dabei bloss um ein Viereck, bei dem oben und unten eine Reissverschluss-Hälfte drangenäht wurde. Am Schluss habe ich das Papier zusammengefaltet und den Schieber eingezogen, so dass ein geschlossenes Fach entstand.




Das Innenfach wird dann unter die Ränder geschoben. Die freie Kanten der Seitenklappen werden über das Innenfach gelegt und dann näht man alles auf einmal fest (davon konnte ich kein gutes Foto machen, aber wenn es jemand ganz genau wissen will, fragt einfach!)

 

Ich mag diese neue Variante. Sie ist sehr kompakt, aber das Nötigste hat trotzdem gut Platz. Ich würde am Liebsten noch eine weitere Variante ausprobieren, bei der man noch mehr falten würde, und die Faltung die Form bestimmen würde. Eine Art Origami-Portemonnaie. Aber da müsste ich erst wieder ausprobieren.

Ich verkaufe diese Portemonnaies übrigens an zwei Weihnachtsmärkten in Luzern (und die grossen Portemonnaies. Und Kissen. Und Schals, Weihnachtskarten, Geschenkpapier, und Skizzenhefte. Wirklich, es hat für jeden etwas!). Ich bin am 25. und 26. November am "Hallen-luja" im Neubad und am 9. Dezember am "Bazar Pazzo" im Bourbaki. Kommt doch vorbei!

Also bis dann vielleicht
Eta Carina



Good evening

Some time ago I tested how to make wallets from paper, and ended up using packing paper and old maps. Now I made a smaller, simpler version.

The new wallets require less pieces: Just a piece of a map for the wallet itself, quarter circles for the sides and reinforced packing paper for an inner pocket. And you also need velcro and an endless zipper.

I sewed one half of the velcro on each side of the map-piece to make a closure. Then I folded in the edges (about 1 cm).

Now I needed to make the side flaps and the inner pocket before I could sew the edges.

The sides are only attached on one side first.

Then I made the inner pocket: It's really just a rectangle with a one half of a zipper on the top and on the bottom. After sewing on the zipper I folded the paper and inserted the slider.

I then put the inner pocket under the edges and folded the free edges of the flaps over it. Finally, I sewed it all on at once (I don't have any useful pictures for this step, but if you want to know how it's done exactly, feel free to ask!)

I like this new version. It's very compact, but still has enough space. I would love to make another version with more intricate folding, like an origami-wallet. But I would have to figure it out first.

By the way, I'm selling those wallets on two Christmas markets in Lucerne (and the big wallets. And pillows. And scarfs, Christmas cards, wrapping paper and sketch books. Really, there's something here for everyone!) On the 25th and 26th of November I'm at the "Hallen-luja" at the Neubad. And on the 9.th of December I'm at the "Bazar Pazzo" at the Bourbaki. It would be nice if you could come!

So see you soon maybe
Eta Carina

Mittwoch, 12. Juli 2017

Papier-Portemonnaie

...mit dem man dann Papiergeld aufbewahren kann - und Münzen natürlich auch!
Es dauerte recht lange, bis ich zufrieden war, sowohl mit dem Material wie mit der Aufteilung und mit dem Aussehen. Im Ganzen stellte ich drei Portemonnaies her, bis ich etwas Brauchbares hatte.

Versuch 1
Meine erste Idee war, ein Portemonnaie zu kleistern. Ich kam auf die Idee, nachdem ich ein Paket bekommen hatte, das mit sehr hübschem Packpapier ausgepolstert war. Das Papier war zwar zerknittert, aber fest, die Farben waren hübsch (rosa und beige) und ich fand es zum Wegwerfen schlicht zu schade. Ich riss es also in kleine Teile (zusammen mit einer Zeitung), kleisterte eine Fläche, schnitt die Einzelteile zu und klebte diese weiter zusammen.
Nun, es war ein interessantes Experiment. Das beige Packpapier sieht ledrig aus, was ich spannend finde. Das Kleistern machte Spass und ich musste auch ganz anders vorgehen als beim Nähen (z.B. braucht es keine Nahtzugaben), aber das Material hatte viele Nachteile: Weil ich an einigen Stellen mehr Lagen hatte als an anderen wurde es unregelmässig, die Arbeit ist langwierig und das Papier war durch den Leim einerseits sehr steif und andererseits doch nicht stabil genug, v.a. an Stellen, die stark beansprucht wurden.




Versuch 2
Es stellte sich also die Frage, wie ich das Papier sonst noch verstärken könnte. Zuerst wollte ich es mit Klebfolie überziehen, aber das sah hässlich aus. Deshalb begann ich, Bügeleinlagen auf die Rückseite des Papiers zu bügeln. Bügeleinlagen sind Stoffe, die mit Leim beschichtet sind. Wenn man sie auf einen anderen Stoff (oder eben Papier) bügelt, löst sich der Leim, die Bügeleinlage verbindet sich mit dem Papier und verstärkt es so. Das war jetzt halt zusätzliches Material, das ich kaufen musste, aber es war gut geeignet.
Ausserdem verwendete ich für mein zweites Portemonnaie neu eine Landkarte. Ich finde Landkarten nicht nur wunderschön, sie bestehen auch aus sehr stabilem, manchmal sogar wasserabweisendem Papier. Das Packpapier verwendete ich weiterhin für die Innenteile, aber mit der Bügeleinlage nach aussen, damit es neutraler aussah.
Übrigens habe ich alle Papiere zerknittert, damit sie weicher und nachgiebiger wurden, eben mehr wie Stoff.

Karte ohne und mit Klebefolie
Packpapier mit Bügeleinlage
Mit dem Material war ich jetzt zufrieden, aber die Aufteilung, die ich mir ausgedacht hatte, stellte sich als unpraktisch heraus: Es war z.B. sehr mühsam, die Münzen aus dem Münzfach (mit Reissverschluss, links) zu kriegen, weil die Öffnung so klein war und man nicht hineinsehen konnte. Das Münzfach war auch am falschen Ort: Wäre es in der Mitte, liesse sich das Portemonnaie leichter falten. Die Kartenfächer waren zu eng. Sie waren auch alle gleich hoch, so dass man nur die obersten Karten sah. Darum nähte ich noch ein drittes Portemonnaie, bei dem ich diese Fehler behob.


Versuch 3
Mit der neuen Einteilung bin ich jetzt zufrieden: Karten und Münzen lassen sich bequem herausnehmen. Das Münzfach hat jetzt zwei Viertelkreise als Seitenwände, so dass man es aufklappen kann. Es lässt sich mit Klettverschluss statt Reissverschluss schliessen. Im Prinzip ist es ein eigenes kleines Portemonnaie, das ich in das grössere Portemonnaie geleimt habe.

Alte und neue Einteilung (unten)






Nun habe ich also ein sehr praktisches Portemonnaie: Die Aufteilung ist gut, nichts fällt hinaus und stabil scheint es auch zu sein. Optisch bin ich mir noch nicht ganz sicher: Klar, die Landkarten sind ansprechend und ich finde, das Portemonnaie sieht auch gut aus, aber der Stil ist mir persönlich etwas zu "sportlich". Ich bin kein grosser Fan von Klettverschlüssen, sie erinnern mich immer an Kinderturnschuhe. Mir ist schlicht nichts Besseres in den Sinn gekommen, das so gut schliesst und das Papier nicht zerreisst. Vielleicht finde ich ja beim nächsten Mal schöne Druckknöpfe oder ähnliches. Bis dahin bin ich aber eigentlich recht zufrieden mit meinem neuen Portemonnaie.

Beste Grüsse
Eta Carina







Paper wallet

... for storing paper money - and coins too, of course!
It took me quite a long time until I was pleased with the wallet, mainly in regard of material, compartments and look. All in all I finished three wallets until I found it usable.

Attempt 1
My first idea was to paste the wallet. I got the idea after receiving a package stuffed with some very nice looking packing paper. The paper was wrinkled, but solid, had pretty colours (pink and beige) and all in all it would just have been a shame to throw it away. I tore it into small pieces (along with a newspaper), pasted an even surface, cut it into the separate pieces and glued them together to a wallet.
This was at least an interesting experiment. The beige packing paper looks leathery, which I find interesting. The pasting was fun and made me work differently than when I sew (you don't have to worry about seam allowances for example), but the material had many disadvantages: It was irregular as I didn't have the same amount of layers everywhere, it was time-consuming and even though the paper became very firm, it still wasn't stable enough in some places.

Attempt 2
So I had to find another way to strenghten the paper. I intended to coat the paper with adhesive foil, but that just looked ugly. So I used iron-on interfacing instead. That's a fabric coated with glue. When you iron it, the glue melts and fuses with the fabric (or in this case paper) you're ironing it onto, thus making it stronger.
In this second attempt I started using maps. Not only are maps beautiful, their paper is usually very sturdy and often even water-resistant. I continued to use the packing paper for the inside of the wallet, but with the interfacing side up, because that looked more fitting.
By the way: If you're wondering why all the paper is so wrinkled, that's to make the paper softer, so it feels more like fabric.
Now I was satisfied with the material, but the way the wallet was divided turned out to be very unpractical: It was difficult to get coins out of the coin case, because the opening was small and I couldn't look inside of it. And it was in a odd place: the wallet would be easier to fold if the coins were in the middle. The card slots were too narrow and all of the same height so I couldn't see all my cards at once. So I sewed a third wallet to get rid of these problems.

Attempt 3
I'm happy with the new design: I can grab my cards and coins easily. The coin case has two quarter circles as side walls, so now I can look inside. It's closed with velcro instead of a zipper. It's really like a mini-wallet I glued into the bigger wallet.

So now I have a very practical wallet: Everything is in a good place, nothing can fall out and it seems to be stable too. But I'm not entirely sure about the look yet: I love the maps and I think the wallet looks fine, but the overall style is a bit too "sporty" for me personally. I'm not a big fan of velcro, as it always reminds me of kid's shoes. But I simply couldn't think of a better closure for paper. Maybe I could find some pretty press buttons? But all in all I'm quite content.

Best regards
Eta Carina

Donnerstag, 13. November 2014

Luzerns D.I.Y. - November

Ihr Lieben

Von mir selbst gibt es im Moment zwar nichts Neues, aber um mich herum scheint diesen Monat alles auf Handarbeit eingestellt zu sein. Deshalb hier drei Lese- und Veranstaltungs-Tipps für alle Leute, die öfters mal nach Luzern kommen und sich für Selbstgemachtes begeistern:

1.
Das Kulturmagazin 041 widmet ihre aktuelle Ausgabe dem Thema Textilien. Es werden Kulturschaffende aus der Region vorgestellt, die mit Textilien arbeiten, wie z.B. einer Theaterschneiderin, jungen Designerinnen oder einem Kollektiv, das den Leuten das Stricken und Färben näher bringt. In einem Selbstversuch erzählt jemand von seinen ersten Stickversuchen seit Jahren. Ein anderer Bericht sinniert darüber, warum die Handarbeit wieder so beliebt geworden ist. Ich hatte natürlich viel Freude an dieser Ausgabe.
http://www.null41.ch/magazin/

2.
Am Samstag, 15. November findet im Paulusheim der Koffermarkt statt. Leute präsentieren und verkaufen ihre selbst gemachten Produkte. Die Auswahl ist gross, Hauptsache, es passt in einen Koffer. Ich war letztes Jahr schon dort (und am Season-Market, siehe weiter unten) und fand die es sehr anregend, so viele Ideen auf einen Haufen zu sehen.
http://www.koffermarkt-luzern.ch

3.
Nur zwei Wochen später, am Sonntag, 30. November gibt es im Neubad eine ganz ähnliche Veranstaltung: Dann ist nämlich der Guzuu Season-Market. (Für alle, die's nicht kennen: Guzuu ist eine Art kleines Etsy, aber eher auf die Schweiz ausgerichtet.) Auch hier gibt es allerlei Selbstgemachtes zu kaufen. Die Palette reicht von Schmuck über Karten zu Lebkuchen bis zu ganzen Kleidungsstücken und ist auf Weihnachten ausgerichtet. Um sich frühzeitig mit kleinen Geschenken einzudecken. Alles klar?
http://www.neubad.org/event/guzuu-season-market-2-christmas-edition

Wer also grad in der Nähe ist, sollte sich diese Sachen ruhig mal anschauen.
Möget ihr es warm und gemütlich haben
Eta Carina



Hello my dears

There's nothing new from myself at the moment, but all around me everything seems to be about D.I.Y. this month. So here are three tipps for all the people around Lucerne who love selfmade things.

1.
This months' issue of "041-das Kulturmagazin" is all about textiles. They introduce local people who work with textiles, for example a theater dressmaker, young designers or two artists that teach people how to knit and dye. One writer tells about his experiences when restarting to knit after years. Another article reasons about why crafts have become so popular again in the recent years. As you can imagine, I really loved this issue.
http://www.null41.ch/magazin/

2.
On Saturday, the 15th of November is the "suitcase market" at the Paulusheim. Different people present and sell their homemade products. There is a big choice, everything is allowed as long as it fits into a suitcase. I was there as a visitor last year (and at last years' season market, as you can see below) and I found it really thrilling to see all those different ideas at one place.
http://www.koffermarkt-luzern.ch

3.
Only two weeks later, on Sunday, the 30th of November there's a very similar event at the Neubad: The Guzuu Season-Market. (For those who don't know Guzuu: It's like a Mini-Etsy, but focused on Switzerland.) Here you can also find all kinds of selfmade things, from jewelry to cards to gingerbread to dresses. A lot of stuff is Christmas-themed. So you can get some small presents on time. You see?
http://www.neubad.org/event/guzuu-season-market-2-christmas-edition

So there's really a lot to discover around here this month
Stay warm and cozy!
Eta Carina

Montag, 1. September 2014

Pixel sticken

Ihr Lieben

Vor wenigen Wochen habe ich an einem neuen Ort zu arbeiten begonnen, deshalb komme ich im Moment nur zu Kleinigkeiten. Wie zum Beispiel einem selbstgemachten Nadelkissen. Man nehme ca. 10 x 10 cm speziellen Stoff zum Sticken ("der mit den grossen regelmässigen Löchern drin"), ein altes Videospiel als Vorlage und sticke die einzelnen Pixel mit Kreuzstich. Danach mit einem zweiten Stoffstück an drei Seiten zunähen, mit Stopfwatte füllen und von Hand zunähen. Et voilà! Ich wünschte nur, ich hätte im Moment Geduld gehabt, Link aus "Legend of Zelda" zu sticken statt "Space Invaders". Aber das wird ja vielleicht auch noch.

Bis dahin wünsche ich einen schönen September
Eta Carina

P.S.: Bitte entschuldigt die schlechten Fotos, ich hatte nur mein Handy bei mir.






Pixel-Embroidery

Hello my dears

A few weeks ago I started working at a new place, that's why I'm only doing smaller projects at the moment. Like a selfmade pin cushion. All you need is a special fabric for embroidery ("the one with the big regular holes" and an old video game as a model. Cross-stitch the pixels onto the fabric, then take a second piece of fabric and sew it together on three sides. Fill it with cotton wool and close the cushion manually. Et voilà! I only wish I had had enough patience to do Link of "the Legend of Zelda" instead of "Space Invaders". But maybe I'll get to it in time.

Until then I wish you all a nice september
Eta Carina

P.S.: Please forgive me my crappy photos, I had only my mobile phone with me.


Freitag, 27. Juni 2014

Siebdruck mit Bilderrahmen

Wie könnte man eigentlich Stoff selbst bedrucken? Eine Möglichkeit, die ich schon ausprobiert hatte, waren Stempel, aber diese Methode ist weniger für Kleider sondern eher für kleinere Dinge geeignet (obwohl ich noch überhaupt gar nichts aus diesen Stoffen gemacht habe. Schande über mich). Im Buch "Stoffe entwerfen und bedrucken" von Laurie Wisbrun las ich, wie man kleine Bilderrahmen zu Siebdruckrahmen umfunktionieren kann, indem man durchlässigen Stoff darüberspannt. Da der Stoff dünn ist, kann man Farbe durch den Stoff durchdrucken. Die Stellen, die weiss bleiben sollen, müssen abgedeckt werden. Im Buch wird vorgeschlagen, dass man Formen aus Klebefolie ausschneidet und auf die Rahmen klebt, wo kein Loch in der Folie ist, da kommt auch die Farbe nicht durch. "Schön und gut", dachte ich, "aber was ist, wenn man etwas aufwändigere Bilder, sagen wir mal von Jugendstilbalkonen drucken will?"
Deshalb habe ich, statt den Stoff abzukleben, mit Acrylfarbe draufgemalt. Nachdem das Acryl getrocknet ist, ist es wasserfest und hält auch recht viel aus. Dafür kann man den Rahmen später leider nicht mehr für ein zweites Motiv brauchen, ausser man nimmt den ganzen Stoff wieder weg vom Rahmen. Mich persönlich stört das überhaupt nicht, da Rahmen in Brockis günstig sind und sie auch als Objekte selber hübsch anzuschauen sind.
Als ich anfing, mit den Bilderrahmen zu drucken, dachte ich, ich könne diesen Post "easy-peasy Siebdruck" oder etwas in der Art nennen. Dem ist aber nicht so! Es ist eine zeitaufwändige Methode, und ich brauchte mehrere Anläufe, bis alles funktionierte (Deshalb sind auf den Bildern auch verschiedene Rahmen und Motive zu sehen, lasst euch davon bitte nicht verwirren). Und natürlich kommt die Qualität auch nicht ganz an "echtes" Siebdrucken (D.h. spezielle Rahmen und lichtempfindliche Schutzschicht) heran. Auch eignet sie sich nicht für grosse Motive. Aber trotzdem ist es eine sehr preiswerte Möglichkeit, feine Stoffmuster zu drucken. Hier also eine Anleitung:

Material

  • Holz-Bilderrahmen ca. A5-A6
  • Vorhangstoff
  • Tacker
  • Hammer
  • Bildvorlage
  • Acrylfarbe
  • Pinsel dünn und dick
  • Karton
  • Textilfarbe
  • XXL-Radierer ("Rakel")
  • Stoff zum Bedrucken

1. Stoff suchen
Im Idealfall wäre der Stoff so fein, dass man leicht hindurchdrucken kann, aber so dicht gewebt, dass man problemlos darauf malen kann. Das scheint mit Alltagsmaterialien leider nicht möglich zu sein. Futtertaft ging z.B. gut zum Malen, war aber schon zu undurchlässig. Darum müssen wir halt beim Malen in den sauren Apfel beissen und in zwei Schichten arbeiten, weil die Farbe beim ersten Mal noch nicht genug deckt. Am günstigsten und einfachsten ist es, einen Vorhang im Brockenhaus zu kaufen (natürlich "der zum Durchgucken", nicht "der zum Zimmer abdunkeln"). Am besten druckt ihr testweise etwas Farbe hindurch (nicht wie ich, die einfach mal losgemalt hat, bis sie gemerkt hat, dass der Taft ja gar nicht funktioniert. Ziemlich viel Aufwand für einen Materialtest…)

2. Rahmen bespannen
Auch die Bilderrahmen fand ich im Brocki. Da der Vorhangstoff angetackert wird, sollten sie aus Holz sein. Nehmt den Rahmen auseinander und legt ihn auf den Stoff, die flache Seite nach unten. Schneidet den Stoff so zu, dass an jeder Seite noch ca. 7-10 cm übersteht (Im Bild ist es also eigentlich zu wenig). Ihr braucht so viel Stoff, damit ihr ihn gut festhalten und anspannen könnt. Klappt den Stoff über den Rahmen und tackert ihn fest, geht dann weiter zu der gegenüberliegenden Seite, bis der Stoff gleichmässig an allen Ecken festgemacht ist. Danach könnt ihr den überstehenden Stoff abschneiden. Das ist ein sehr mühsamer Teil! Der Stoff soll möglichst straff gespannt werden, sonst hängt er später beim Drucken durch.
Mein "Ateliergschpändli" machte den Vorschlag, den Stoff nass zu machen, damit er sich später beim Trocknen zusammenzieht. Ich habe nicht gemerkt, dass das etwas genützt hat, aber geschadet hat's jedenfalls auch nicht. Vielleicht hängt es auch vom Stoff ab, ob dies etwas bringt, probiert es also ruhig aus.





3. Vorlage zeichnen
Dabei müsst ihr bedenken, dass ihr das Motiv später mit einem Pinsel nachmalen müsst. Flächen sind darum leichter als Linien und je feiner das Bild, desto schwieriger die Umsetzung. Mein Balkonmotiv war dahingehend schon eher grenzwertig. Evtl. müsst ihr es sogar erst noch mit einem Drucker verkleinern, damit es kleiner als der Rahmen ist. Euer Motiv sollte auf allen Seiten noch ca. 1 bis 2 cm Abstand zum Rahmen selbst haben.
Natürlich könnt ihr auch direkt, ohne Vorlage, auf euren Siebdruckrahmen malen. Ich glaube, das gäbe sicher super Bilder, aber es kommt drauf an, was ihr wollt. Wenn ihr ein sehr detailliertes, genaues und regelmässiges Bild im Kopf habt, ist das vielleicht der falsche Weg.

4. Motiv auf Stoff malen
Legt die Vorlage unter den Rahmen. Sie wird dreckig werden, wenn es euch also um eure Zeichnung zu schade ist, macht besser eine Kopie davon und benutzt diese. Da der Stoff durchsichtig ist, könnt ihr sie nun sozusagen durchpausen. Schnappt euch Acrylfarbe und euren dünnsten Pinsel. Die Stellen, die ihr mit Farben bedeckt, bleiben später weiss, die Stellen, die ihr ausspart, werden gedruckt. Alles klar? Wenn euch das verwirrt, könnt ihr die Farben eurer Zeichnung evtl. mit einem Drucker umkehren.
Auch wenn es mühsam ist, verdünnt die Farbe auf keinen Fall. Sie deckt dann weniger gut und verläuft höchstens.



Da der Vorhangstoff ja im Grunde ein feines Netz ist, wird einiges an Farbe durch den Stoff hindurch auf's Papier gehen. Hebt den Rahmen darum von Zeit zu Zeit ab, damit er nicht am Papier festklebt, schiebt ihn aber nicht unnötig hin und her, damit die Farbe nicht verschmiert. Sobald ihr ein erstes Mal durch seid, nehmt den Rahmen vom Papier. legt links und rechts Karton hin und legt den Rahmen dort drauf. Das Motiv selbst liegt jetzt nicht mehr auf dem Tisch auf, sondern ist in der Luft. Ihr werdet sehen, dass die Farbe noch längst nicht überall deckt. Deshalb kommt jetzt leider eine Art zweite Runde, in der ihr diese Löcher schliesst. Da das Motiv ja jetzt grob auf dem Stoff zu erkennen sein sollte, braucht ihr die Vorlage nicht mehr. Wenn ihr den Rahmen gegen ein Fenster haltet, könnt ihr auch kleinste Löcher gut erkennen.

Nach dem ersten Durchgang

Karton links und rechts

Nach dem zweiten Durchgang. Fast geschafft!
Nur rechts oben hat es noch Löcher und der Rand muss noch dicht gemacht werden.

5. Die Lücken schliessen
Jetzt könnt ihr einen dickeren Pinsel nehmen und den Stoff bis an den Rahmen mit Farbe bedecken. Der Übergang zwischen Stoff und Rahmen muss ganz mit Farbe dichtgemacht werden, von beiden Seiten, sonst würde hier später Textilfarbe durchsickern und das wäre schade, nicht? Lasst die Farbe mindestens einen Tag trocknen.
Im Buch wurde einfach vorgeschlagen, diese Stellen am Rand mit Klebband zu sichern. Das habe ich probiert und es hat überhaupt nicht funktioniert, da sich das Klebband zu lösen begann, sobald es feucht wurde. Darum kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es funktioniert, Formen aus Klebfolie auszuschneiden und diese dann auf die Rahmen zu kleben. Da würde man die Klebfolie doch besser direkt auf den Stoff kleben und braucht keinen Rahmen dazwischen.

6. Drucken
Jetzt braucht ihr ein Rakel, das heisst einen Gegenstand mit glatter Oberfläche, mit dem ihr die Farbe über den Rahmen und durch den Stoff hindurch streichen könnt. Natürlich sollte er auch klein genug sein, um in den Rahmen zu passen, aber gross genug, um das Motiv möglichst auf einmal abzudecken. Karton ist nur okay, wenn ihr das Motiv nur ca. 4-5 Mal drucken wollt, danach verbiegt er sich und löst sich auf. Ich nahm einen XXL-Radiergummi, den ich schon für die Stempeldrucke verwendet hatte, der funktionierte sehr gut!
Wenn ihr euer Muster in regelmässigen Abständen wiederholen wollt, solltet ihr euch jetzt überlegen, wie ihr das anstellen wollt, z.B. mit Hilfslinien.
Legt den Rahmen auf den Stoff, den ihr bedrucken wollt. Verteilt jetzt mit einem Löffel oder Stab auf einer Seite des Rahmens, wo keine Farbe hindurch kann, auf der ganzen Länge Textilfarbe.
Haltet den Rahmen schön fest, positioniert das Rakel hinter der Farblinie, stellt es auf eine Kante und zieht es mitsamt der Farbe schnell über das Motiv. Wenn euer Rakel zu klein ist oder ihr zu wenig Farbe hattet, müsst ihr evtl. gleich nochmals drüber. So, das wär's. Nun könnt ihr den Rahmen versetzen und neue Farbe dazu nehmen für einen weiteren Druck.




Ich hoffe, das war hilfreich. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure eigenen Erfahrungen schreiben könntet. Vielleicht kommt ihr beim Ausprobieren ja auf andere Ideen, z.B. für geeignete Stoffe oder eine schnellere Art, das Motiv zu übertragen?

Liebe Grüsse
Eta Carina




How could I make prints for fabrics? I had already tried stamps, but I think that method is more suiting for smaller things than clothes (although I still haven't tried sewing anything with these fabrics. Shame on me!) In the book "Stoffe entwerfen und bedrucken" by Laurie Wisbrun I read how to turn small wooden frames into screen printing frames by covering them with a permeable fabric. The fabric is thin enough to let paint get through. Spots that are supposed to stay white must be covered. In the book they suggest that you could cut out forms from an adhesive foil which you then stick on the frame. Where there is a hole in the foil the color gets through. "That sounds alright", I thought, "but what If I want to print some more elaborate motives, like, say, small art nouveau balconies?"
So instead of cutting, I painted the balconies on the frames with acrylic paint. Acrylic is waterproof and quite durable once dried. Unfortunately you can't reuse the frame for another motive unless you remove the whole fabric. But I don't mind since used secondhand frames aren't expensive and they look nice themselves.
When I started printing with frames I thought I would name this post "easy-peasy screen printing" or something like that. But this just wouldn't be true. It's a time-consuming method and it took me some time to figure it out. (That's why there are different motives and frames in my photographs, please don't get confused). And of course it can't reach the quality of a "real" screen print (special frames and photosensitive coat). But it's nevertheless very economical and a great way to print detailed motives. So here's a tutorial:

Material

  • wooden frames ca. A5-A6
  • curtain fabric
  • stapler
  • hammer
  • motive
  • acrylic paint
  • big and small brushes
  • cartboard
  • Textile paint
  • XXL-eraser ("scraper")
  • fabrics to print on

1. the right fabric
Ideally the fabric for the frame would be fine enough to print through but compact enough to be easy to paint on. But it seems impossible to get all this from everyday materials. For example, I tried taffeta, which was great to paint on but already too dense. So I fear there's no other way but to take a very sheer fabric and then having to paint in two layers (because after the first layer the paint won't cover well enough). The least expensive and simplest way for me was to buy curtains from a thrift store (the ones to look through, not the ones that keep all light away :-)
If you are unsure, just print some colour through the fabric before starting to paint. (Not like me. Man, those balconies where just ways to complicated for just being material tests…)

2. coating the frame
The frames are from a thrift store as well. Since you will staple the curtain fabric to the frame it should probably be a wooden one. Dismantle the frame and lay it on the curtain, flat side down. Then cut the fabric so there are 7-10 cm standing out on each side (So in the picture it was really too less). You need this much fabric so you can get a good grip while stretching it over the frame. Fold the fabric over and staple, then go on to the other side. At last, cut away the spare ends. I found this part very arduous. If you don't attach the curtain textile tight enough it will later hang down.
My studio mate suggested to make the fabric wet first, so it would contract when drying. It didn't help with my fabric, but it might help with others, so why not give it a try?

3. drawing the motif
You might consider that you have to redraw it with a brush later. Planes are easier than lines and very fine structures are generally difficult. So my balcony was already on the limit. Maybe you even have to make a smaller copy until it fits into the frame. There should be a border of 1-2 centimeters between frame and your picture.
Of course you could also paint directly onto the printing frame, without a model. I think this could be very cool, but if you have a very detailed, exact and regular picture in mind that's probably the wrong way.

4. painting your motif on the fabric
Lay your drawing under the frame. It will get dirty, so if you don't want that, better use a copy of it. The picture will shine through so you can trace it through the fabric. Get some acrylic paint and a small brush. The areas that you cover with paint will remain white in the print. The areas that you leave out will be printed. All right? If that is too confusing you could also make an invers print of your drawing.
Don't try to thin down the paint with water. It might make you faster, but the paint won't cover properly.
The curtain fabric is some sort of fine net, so a lot of paint will just go through. So lift the frame from time to time so it won't stick to the paper, but don't shove it around too often as it might smudge the picture. After your first turn remove the frame from the paper. Put cardboard to each side and lay the frame onto the cardboard. Like this your motif won't touch the table anymore and you can see where the paint doesn't cover the frame yet (almost nowhere…). So unfortunately you'll have to paint it all over again, filling up the holes. The motif should be quite well visible on the frame so you don't need the original pattern anymore. You can hold your frame against a window from time to time to check if the painted coat is solid enough.

5. closing the gaps
Now you can take a bigger brush and paint the frame up to the edge. The gap between fabric and frame needs to be covered completely, from both sides. Otherwise the textile paint will leak through while printing.
In the book it said that you could achieve this by simply covering the edge with tape. This didn't work at all: As soon as the tape got wet it went away. That's why I don't think it would work to cut out forms  out of an adhesive foil either, surely it would go away as well.

6. printing
Now you need a scraper: A thing with a smooth even surface to push the paint over the frame and through the fabric. It should be small enough to fit into the frame but large enough to cover the motif at once. Cardboard is only okay for about 4-5 prints, after that it will get too soaked. I took an XXL-eraser like I used for my printing stamps, it worked just fine!
If you want to repeat your pattern regularly, now is the time to draw reference lines.
Put the frame on the fabric you want to print on. Spread a line of textile paint on one side of the frame where no paint can get through. Now hold the frame, position the scraper behind the paint line so only one edge touches the frame and then quickly and firmly draw the scraper to the other side of the frame. If the scraper was too small or there wasn't enough paint, you might have to repeat this step. Otherwise it's done. Now you can place the frame somewhere else, take more paint and do another print.

I hope this tutorial was helpful. I would be glad to hear about your own experiences. Perhaps you have ideas for improvement, like better fabrics or a quicker way to transfer the motif?

Love
Eta Carina



Samstag, 7. Juni 2014

Buchtipp: Making is connecting

Guten Abend!

Vor einiger Zeit hatte ich das Bedürfnis, Literatur über D.I.Y. zu finden, wohl ein Stück weit, um mich mir selbst zu erklären, um zu sehen, ob es Leute gibt, die ausformuliert haben, warum es so faszinierend ist, etwas selber zu herzustellen. Und ich wurde fündig bei "Making is connecting" von David Gauntlett.

In der ersten Hälfte des Buches werden die geschichtlichen Hintergründe und allgemeinen Vorzüge des  Selber-Machens vorgestellt: Etwas selber zu herzustellen ist eine Art, mit den Händen zu denken, Köpfchen und Körper arbeiten als Einheit zusammen. Wer etwas selbst herstellt, kommt zu einem tieferen Verständnis über die Dinge um sich herum. Wer z.B. ein Kleid näht, auch wenn dies nach Anleitung geschieht, durchläuft einen ganzen Prozess vom Recherchieren und Planen ("Was für ein Kleid soll es sein? Was passt zu mir? Welche Varianten gibt es? Welche Arbeitsschritte braucht es?") über das Lösen kleiner und grösserer Probleme ("Wieso passen diese Teile nicht zusammen?) bis zur Fertigstellung und der Freude am Ergebnis oder zumindest an allmählichen Lernfortschritten. Die so hergestellten Dinge können auch als eine Art, sich selbst auszudrücken, gesehen werden. Dabei ist es auch nicht weiter schlimm, sondern sogar erwünscht, wenn nicht alles perfekt und nach Hochglanz aussieht. So entsteht das Gefühl, fähig zu sein und die eigene Umwelt gestalten zu können. Darüber hinaus nimmt man sich Zeit und konsumiert nicht blind. Wenn mehrere Menschen so handeln, kann das sogar einen gesellschaftlichen Einfluss haben. Aber dazu braucht es natürlich ein Gefühl von Gemeinschaft.
Die zweite Hälfte befasst sich darum damit, wie Handarbeit (im weitesten Sinne) die Leute verbindet und welche Rolle das Internet dabei spielen kann. So ist es z.B. enorm hilfreich, wenn es darum geht, Gleichgesinnte zu finden (Wo wäre die Lolita-Community ohne das Internet?) oder sich Inspiration und konkrete Tipps zu holen. Wer z.B. einen Blog schreibt, hat darüber hinaus die Möglichkeit, seinen Gedanken und Projekten Raum zu geben, direkte Feedbacks zu bekommen oder (z.B. bei Tutorials) anderen Leuten weiterzuhelfen.

Klingt wahnsinnig gut, nicht? Tatsächlich fühlte ich mich während dem Lesen immer wieder, als würde mir jemand zustimmend auf die Schulter klopfen. Das Buch war (neben den Ermutigungen von Freunden) auch ein Grund, weshalb ich meinen Blog endlich öffentlich gemacht habe. Das Buch ist für einen theoretischen Text darüber hinaus sehr leicht verständlich zu lesen (vorausgesetzt, man liest gerne englisch). Auch verweist es auf viele weitere Bücher zum selben Thema.
Es gibt wenig, was ich an diesem Buch auszusetzen habe. Zum einen fand ich die erste Hälfte spannender als die zweite; sie interessierte mich schlicht vom Thema mehr, war aber auch weniger ausschweifend. Was mich allerdings wirklich ärgerte, waren einige Seitenhiebe gegen die "schönen Künste". Die Leute, so meint Gauntlett, finden Basteln zu Unrecht weniger seriös, hip oder anspruchsvoll als Kunst machen. Das mag sein, obwohl ich bei vielen Leuten überhaupt nicht den Eindruck habe. Leider fällt ihm nichts Besseres ein, als zu betonen, wieso in Wirklichkeit Kunst doofer als D.I.Y. ist. Wieso werden diese beiden Dinge gegen einander ausgespielt? Es gibt viele Beispiele von Kunstschaffenden, die gerade damit arbeiten, Menschen zu verbinden und oft auch Handarbeitstechniken dabei einsetzen. Diese "Kunst-Kritik" spielt im Buch aber keine zentrale Rolle, deshalb möchte ich sie auch nicht überbewerten, denn abgesehen davon kann ich das Buch sehr empfehlen.

Alles Liebe
Eta Carina

P.S.: Passend zur Botschaft des Buches gibt es übrigens auch eine Internetseite:
http://www.makingisconnecting.org




Good evening to you

Sometime ago I was in search of literature about D.I.Y., maybe to explain to myself why I am so fascinated about doing things myself. I wondered if somebody had found some fine words about this topic. And it turned out David Gauntlett had in his book "making is connecting".

The first half of the book is about the history and general benefits of crafting: When you do something yourself it's like thinking with your hands, mind and body work together. This leads to a deeper understanding of the things around you. If, for example, you are sewing a dress, even if you follow an instruction, you go through a whole process from researching and planning ("What kind of dress do I want? What would fit best? What varieties are there? Which steps do I have to take?") to problem-solving ("why don't those parts fit together?) until you can enjoy the result, or at least the progress you made. Things produced like this can also be seen as some form of self-expression. And it isn't that bad or even welcome if things don't look all perfect and shiny. This leads to a general feeling of competence and the ability to shape your environment. Moreover, you take time for yourself and don't consume blindly. If a lot of people think and act like that, this might even have a social or political impact. But of course, they need to have a feeling of community.
That's why the second half deals with how crafting can get people connected and how the internet can be of a great help here. It is enormously helpful for finding like-minded people (where would the Lolita-community be without the internet?) or finding finding inspiration and help. Furthermore, Blog-writers have the possibility to give room to their thoughts and projects, get feedback or create help for others as well (e.g. via tutorials).

This all sounds amazing, doesn't it? Indeed I felt like someone was repeatedly giving me encouraging taps on the shoulders while reading. Actually, besides compliments from friends, this book was one of the reasons for telling others about my blog. For a theoretical text, this book is very easy to read. You will also find a lot of recommendations for further reading.
There is only little to criticize. Personally, I found the first half more exciting and also more focussed. But what really annoyed me where some side blows against the so called fine arts. Gauntlett finds that most people unfairly judge crafting as inferior to arts because they think it's less serious, hot or ambitious. Sadly, the only solution Gauntlett seems to see is to complain that in truth art is inferior to crafting. Why are these things presented as opposites? There are many examples of artists who seek to connect and empower people, sometimes even through crafting. But luckily, this "art-critique" is only a minor part of the book. Apart from that I can really recommend it.

Love
Eta Carina

P.S.: Suitable to its own message, there is also a website to the book:
http://www.makingisconnecting.org