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Samstag, 13. Juni 2020

Bastet - Kragen

Ihr Lieben

Willkommen zu Teil 2 meines postapokalyptisch-ägyptischen Cosplays! Angefangen hatte ich ja mit einem Kopfschmuck. Daneben brauchte ich aber auch einen Kragen. Hier arbeitete ich vor allem mit gebrauchten Materialien: Die Zahnkränze konnte ich bei einem Velomechaniker holen, das Sieb fand ich im Brockenhaus und was die vielen Dosenlaschen und Kronkorken angeht: Da hatte ich Hilfe von Freunden und Verwandten! Danke an dieser Stelle!

Mittwoch, 20. Mai 2020

Bastet - Kopfschmuck



Guten Morgen, Katzenfreunde und andere

Dieses Wochenende hätte ja die Fantasy Basel stattfinden sollen. Nun ist sie verschoben worden. Trotzdem dachte ich, dass ich euch gerne zeigen möchte, was wir uns für dieses Jahr ausgedacht hatten. Lukas von Risaad's Manufaktur hatte uns gefragt, ob wir ein gemeinsames Cosplay machen wollten. Und er hatte schon eine Idee: Postapokalyptische ägyptische Götter könnten wir sein! Nun, ich fühle mich nicht besonders göttlich, aber die Vorstellung gefiel mir. Ich entschied mich für Bastet. Ich wollte aber nicht als lebendige Katze herumlaufen und beschloss, stattdessen lieber einen Kopfschmuck zu machen.

Sonntag, 12. Mai 2019

Fantasy Basel 2019

Ihr Lieben

So, wieder zurück aus Basel. Dort war letztes Wochenende ja wieder Fantasy Basel. Wie jedes Jahr haben wir der Messehalle also einen Besuch abgestattet und uns die Convention am Samstag und Sonntag angeschaut. Hier also unser sehr subjektiver Reisebericht:

Wie angekündigt waren wir dieses Jahr am Samstag als Gruppe unterwegs, als Figuren aus dem Indie-Game "Don't Starve Together". Das war eine tolle Erfahrung; obwohl die Kostüme ja eher simpel sind, finde ich, dass wir so farblich aufeinander abgestimmt viel hergemacht haben und wir wurden auch einige Male erkannt.


v.l.n.r.: Wilson, Wendy, Woodie, Willow und Wes
Vera als Wendy (links) und ich als Willow
Neben meinem Teddybären Bernie und meinem Chester-Rucksack hatte ich mir einen schwarzen Faltenrock genäht und einen Spitzenkragen für die rote Bluse gehäkelt. Ausserdem bastelte ich aus künstlichen Blumen und viel, viel Heissleim einen Blumenkranz. Vera und ich trugen ausserdem spezielle Kontaktlinsen, um den leeren Blick, den die Spielfiguren haben, nachzuahmen. Es war nicht ganz einfach, solche zu finden, da ich nach Linsen mit Sehkorrektur suchte. Die meisten Verkäufer scheinen hingegen davon auszugehen, dass man mit solchen Linsen eh nicht viel sieht, warum also verschiedene Stärken anbieten? Schliesslich wurde ich bei Maskworld fündig. Letztlich trugen wir die Linsen dann aber doch nur wenige Stunden, da man ohne halt doch noch besser sieht.

Und zu sehen gab es natürlich wieder viel. In Basel haben Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Sparten Standplätze, an denen sie ihre Arbeiten präsentieren und verkaufen: Cosplayer, Spieleentwicklerinnen, Fantasyschriftsteller und natürlich auch Comiczeichner und Illustratorinnen. Wie z.B. Lothlenan, die klassische Gemälde mit Figuren aus der Popkultur bevölkert. Sailor Moon als Marie Antoinette? Totoro à la Monet? Am besten gefiel uns aber ihre äusserst königliche Interpretation des Ice Kings. Auch toll waren Papilios feine Zeichnungen oder digitalen Bilder, in denen sie z.B. von Menschen verlassene Städte heraufbeschwört. Und das waren jetzt nur zwei von einer ganzen Halle talentierter Leute.

Nicht zu sehen war dieses Wochenende in Basel jedoch der eiserne Thron. Der bekannte Stuhl aus Schwertern aus der Serie "Game of Thrones" hätte eine der Hauptattraktionen sein sollen. Leider blieb er am englischen Zoll hängen. Wir konnten nur spekulieren, was das Problem war. Wurde jedes Schwert einzeln als Waffenimport angesehen? Tja, auf jeden Fall sehr schade und bestimmt ein riesiger Schock für die Veranstalter. Immerhin fanden wir später an einem Stand doch noch einen Thron in der richtigen Form:

Thron gefunden!
Am Nachmittag gingen wir uns das Swiss Cosplay Happening anschauen. Eröffnet wurde es durch eine Gruppe Cosplayerinnen, die ihre Eigeninterpretationen von Disney-Bösewichten präsentierten und sich dabei von Drag Queens inspirieren liessen. Danach waren wir eingestimmt auf den Hauptteil, den Cosplay-Wettbewerb. Hier freute ich mich besonders, dass jemand einen sehr enthusiastischen Rincewind aus den Scheibenweltbüchern cosplayte.

Die Disney-Villains - erkennt ihr, wer wer ist?
Die versammelten Contest-Teilnehmer

Am Sonntag waren wir dann wieder nur zu zweit. Nun hatten wir Zeit, einige Workshops und Vorträge zu besuchen. Die Egg Sisters stellten verschiedene Giesstechniken vor, die sie in ihren Cosplays anwenden. Live zeigten sie, wie man eine Silikonform für kleine, einseitige Objekte herstellt. Ihre meisten Projekte sind aber einiges kniffliger: Zum Beispiel modellieren und giessen sie, von ihren eigenen Körpern ausgehend, passgenaue Hautelemente, Monsterzähne, spitze Ohren oder Trollfüsse zum Anziehen!

Trollfüsse, hergestellt von den Egg Sisters

Danach hielt der Comicautor und Verleger Ziki Nelson einen Vortrag darüber, wie afrikanische Comiczeichner Elemente ihrer jeweiligen Kultur in ihre Werke einfliessen lassen. Von diesem Thema hatte ich bisher sehr wenig Ahnung, obwohl es afrikanische Comics laut Ziki schon seit Urzeiten gibt: Denn was sind ägyptische Wandmalereien anders als Bildergeschichten? Wer eher zeitgenössische Beispiele sucht, sollte sich bei Kugali umschauen. Der von Ziki Nelson mitbegründete Verlag versammelt Science-Fiction-Comics von allen Ecken des Kontinents.

Gegen Ende des Tages mussten wir dann unbedingt ein Comic-Urgestein besuchen: Don Rosa, der vor allem für seine Comics über Dagobert Duck bekannt ist. Das war vor allem für Dominik ein Highlight, der mit dessen Comics aufgewachsen ist und dessen Abenteuergeschichten und detailreiche Bilder liebte.

Wir haben also wieder viel erlebt. Trotzdem stellte ich mit der Zeit eine gewisse Sättigung fest. Und damit meine ich nicht die Reizüberflutung von all den Ständen, Menschen und Musik (die natürlich auch Teil solch einer Veranstaltung ist). Vielleicht ist es eher eine Art Routine. Als die Fantasy Basel 2015 das erste Mal stattfand, war das für mich (wie für wohl die meisten Besucher) etwas ganz Neues. Man hat gestaunt, geredet und die vielen tollen Kostüme fotografiert. Auch wuchs die Veranstaltung jedes Jahr, so dass ich immer gespannt war, was neu dazukommt. Nun scheint die Convention vorerst ihre endgültige Grösse erreicht zu haben. Man weiss ungefähr, was wo zu finden ist, was einen erwartet, was man sehen will und auch was nicht. Denn das Problem ist definitiv nicht, dass zu wenig geboten würde; man kann niemals alles sehen. Aber alles interessiert ja dann doch nicht. Ich hoffe, ich habe auch deutlich gemacht, dass es nicht an der Qualität mangelt; ich habe auch dieses Jahr wieder erstaunliche Künstlerinnen und Künstler kennengelernt. Vielleicht ist mein Sättigungsgefühl schlicht eine unvermeidliche Begleiterscheinung bei jeder sich wiederholenden Veranstaltung. Aber wir haben schon Kostüm-Ideen für nächstes Jahr und ich denke, nur schon durch das Nähen und Basteln wird schliesslich doch wieder viel (Vor-)Freude entstehen.

Darum bestimmt bald auf ein Neues.
Eta Carina



Hi my dears

So, we're back from Basel. There, we had visited the Fantasy Basel convention last weekend. So, like every year, here's our very own travel report:

As announced, on Saturday we were part of a group, cosplaying as characters from the indie game "Don't Starve Together". It was a great experience; although the costumes themselves where rather simple, they looked nice all combined because of the common red-and-black-and-white colour scheme. And several people recognized us.

Besides my teddybear Bernie and the Chester-backpack I had sewn a black pleated skirt and crocheted a white lace collar for my red blouse. Additionally, I made a garland out of artificial flowers and a lot of hot glue. Vera and I also used special contact lenses to imitate the empty eye-look of our characters. It wasn't easy finding prescription contacts for this look. Most sellers seem to think that, since you don't see that well with a white shadow over your eyes, why bother with prescriptions? However, I was glad to find what I was looking for at Maskworld. But in the end, we only wore them for a few hours, since we could still see a lot better without them.

And of course there was a lot to see. At the convention, artists of different fields have their own stands, where they display and sell their work: cosplayers, game developers, fantasy authors and of course, comic artists and illustrators. Like Lothlenan, who repaints classical paintings with characters from pop culture. Sailor Moon as Marie Antoinette? Totoro à la Monet? But our favourite was here truly regal interpretation of the Ice King. We also loved Papilios delicate drawings or digital painings, where she reimagines her hometown devoid of any humans. And that's been only two examples in a whole hall of talented people.

One thing we weren't able to see this weekend was the iron throne. The famous seat made of swords from the series "Game of Thrones" was announced as one of the main attractions. But unfortunately it got stuck in customs at the English border. We could only guess what may have been the problem. Did they treat every single sword as a real weapon? Whatever the reason, it sure was a pity and a shock for the organisers. At least we found a tiny throne made out of chocolate bisquits at one of the stalls.

In the afternoon we went watching the Swiss Cosplay Happening. It opened with a group of female cosplayers presenting their own interpretations of disney villains, inspired by drag queens. After their show we where in the right mood for the main part, which was the contest. Here, I especially enjoyed that someone played Rincewind from the discworld novels.

On Sunday it was only the two of us again. Now, we had time to visit workshops and panels. The Egg Sisters introduced us to different mold making-techniques they use for their costumes. They showed live how to make a simple silicone mold for small, one-sided objects. But their projects usually include much more complex procedures: They often life cast from their own bodies, creating skin appliances, monster teeth, ears and even wearable troll feet!

The next panel was by comic author and publisher Ziki Nelson. He spoke about how African comic artists include elements of their respective culture into their works. I admittedly had known as good as nothing about this topic until then, although, as Ziki put it: African comics have existed for centuries, if you include ancient Egyptian wall paintings. But of course he also knew plenty of more contemporary examples, as he is the co-founder of Kugali, a publisher for (mostly) science-fiction comics from all across the continent.

And of course we had to see a comic legend: Don Rosa, who is most well known for his comics about Scrooge McDuck. This was especially a highlight for Dominik, wo grew up with Don Rosas Comics and always loved the adventourous stories and detailed pictures.

So like every year we've seen a lot. But I must admit that I felt a certain saturation towards the end. By that I don't mean the sensory overload from all the booths, people and constant sounds around us (which of course is also part of a convention). I think it's rather a kind of routine. When the Fantasy Basel started in 2015, it was something entirely new for me (and probably for most visitors). We looked around in amazement, talked to strangers and took photos of all the great costumes. And the event grew from year to year, always leaving me wondering what new things to expect. Now, the convention seems to have reached its definite size for now. I know more or less what to find where, what to expect, what I want to see and what's not interesting to me. Because it's definitely not that there isn't enough to do: You can never see everything. But then, by now I know that I don't have to. And I hope I also got across that we get to know amazing artists every year here, so it's not about quality either. So maybe my feeling of saturation is just an unavoidable side effect of every event you visit repeatedly. But we already have new costume ideas for next year and I'm sure I will get a lot of joy and anticipation through sewing and crafting.

So surely until next time
Eta Carina

Freitag, 3. Mai 2019

Chester

Guten Morgen

Quelle: https://dontstarve.fandom.com/de/wiki/Chester
Und weiter geht's mit meinem Willow-Cosplay! Neben Teddy Bernie nähte ich mir auch einen Rucksack. Naheliegend wäre gewesen, einfach einen schlichten Rucksack aus Leinen oder Leder zu nähen, wie er im Spiel vorkommt. Eine zeitlang hatte ich auch überlegt, einen alten Armee-Rucksack zu kaufen. Schliesslich wollte ich aber etwas, das den schrägen Charakter der "Don't Starve"-Reihe zeigte. Darum nähte ich mir einen Rucksack-Chester. Wer ist Chester? Nun, das ist eine Art haariges Monster, in dessen Magen man Items verstauen kann. Findet man im Spiel einen Gegenstand namens "Eye Bone", hüpft Chester fortan dem Spieler hinterher und trägt dessen Zeugs. Genau genommen ist es also etwas unsinnig, einen Rucksack-Chester zu machen, da Chester den Rucksack ja überflüssig macht. Aber leider habe ich keine Möglichkeit gefunden, ein hüpfendes, sich bewegendes Monster zu erschaffen, also trage ich Chester halt auf meinem Rücken herum. Den Eye Bone-Stab habe ich aber trotzdem ebenfalls gemacht, nicht dass mein neuer Rucksack mir plötzlich doch noch abhaut...

Chester-Rucksack
Chesters Form erinnert an einen Halloween-Kürbis und ich habe versucht, diese Form nachzunähen. Bei Chesters "Mund" ist ein Reissverschluss mit zwei Schiebern, so dass ich den Deckel von beiden Seiten her zumachen könnte. Das möchte ich aber nicht, da ich dann die Zunge einrollen müsste. Der Rucksack wird also immer leicht offen bleiben, so dass die Zunge heraushängen kann. Dafür ist im Innenfutter ein weiterer Reissverschluss, damit nichts Wichtiges hinausfallen kann. Die Rucksackträger sind verstellbar.

Chester sitzend (noch ohne Hörner)
Die Träger
Chester als Rucksack
Der Körper besteht aus sechs leicht gewölbten Seitenteilen, einem Boden und einem Deckel. Den Boden habe ich mit einer Bügeleinlage verstärkt und Abnäher gemacht, in der Hoffnung, dass der Boden dann beim Tragen weniger durchhängt. Ich bin mir nicht sicher, ob es etwas genützt hat.


Die Seitenwände
Der verstärkte Boden mit den Abnähern
Am Innenfutter sieht man die Ball-Form gut.

Das Innenfutter (rechts oben ist der Ansatz der Zunge sichtbar)
Daneben besteht der Rucksack aus vielen Einzelteilen: einer langen, plüschigen Zunge, mehreren Zähnen, Beinen und natürlich die Rucksackträger. Der schwierigste Teil war, diese Einzelteile zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zwischen zwei Teilen einzunähen. Im oberen Bild sieht man zum Beispiel, wie die Zunge zwischen Boden und Seite des Innenfutters eingenäht ist (die rosaroten Punkte rechts oben). Jeden einzelnen dieser Schritte zu erklären würde zu weit gehen (und wäre wahrscheinlich eher verwirrend als hilfreich). Es es brauchte jedenfalls recht viel Planung. Und prompt habe ich den Reissverschluss falsch herum eingenäht, so dass die Schieber auf der Innenseite sind. Es ist jetzt dadurch umständlich, den Rucksack zu öffnen und zu schliessen, aber alles nochmals aufmachen wollte ich dann doch nicht.

Die Zähne nähte ich zuerst einzeln und füllte sie mit Stopfwatte...
...Danach nähte ich sie an die Innenseite des Deckels, mit der einen Reissverschlusshälfte dazwischen
Mein Lieblingselement waren Chesters Beine. Ich mag nur schon die Vorstellung, dass ein haariges, kürbisförmiges Monster auf Elefantenbeinen steht, die es ihm ermöglichen, herumzuhüpfen. Es hat Spass gemacht, für jedes Bein die Zehen und Runzeln in das Kunstleder zu nähen und ich denke, ich habe die Form auch recht gut getroffen. Aber das Annähen an den Rest des Körpers war ziemlich mühsam!

Das Nähen der Zehen war wie Zeichnen mit der Nähmaschine.
Die Beine werden seitlich geschlossen.
Danach nähte ich einen runden Boden an die Beine
Die Beine, leicht gefüllt mit Stopfwatte und bereit zum Annähen
Danach nähte ich die Beine an den Boden, bevor dann die Seitenwände auch noch dazukamen
Schliesslich musste das Innenfutter mit allen Teilen dran an die Aussenteile angenäht werden. Das Ganze wurde dann verstürzt. Das selbe machte ich mit den Deckeln, aber die waren weniger gross und darum einfacher.

Das Innenfutter, mit Zähnen, Zunge und Träger, bereit, um in die Aussenseite genäht zu werden.
Ganz am Schluss wurden der fertige Deckel und der Rest des Körpers mit dem Reissverschluss verbunden. Die losen Enden des Reissverschlusses habe zugenäht und dann von Hand das Innenfutter darüber zugenäht.

Das Innenfutter, bevor die beiden Hälften von Hand zusammengenäht wurden und so die Reissverschlussenden verdecken.

Eye Bone-Stab
Der Stab war eine viel simplere Angelegenheit als Chester selbst. Ich bastelte ihn aus Papier und einer Styroporkugel, bevor ich ihn mit Kleister und Holzmehlpaste umhüllte und am Schluss noch anmalte.

Der Stab besteht im Kern aus einem zusammengerollten Stück Papier, einer Styroporkugel und zusammengeknülltem Packpapier, für's Erste zusammengehalten mit Klebband.
Auch die Hörner sind aus Packpapier
Ich bedeckte alles mit Kleister und mehr Packpapier.
Danach pappte ich eine Schicht Schubimehl drauf (Holzmehl, vermischt mit Wasser und Leim)
Danach konnte ich den Stab abschleifen und anmalen. Um den "Hals" kam noch ein bisschen Chester-Fell
Und das ist der fertige Stab:
Eye Bone
So, ich denke ich bin bereit für morgen. Der nächste Post wird wohl wieder ein Reisebericht von der Fantasy Basel sein, schaut also bald wieder vorbei!

Liebe Grüsse
Eta Carina



Good morning

And on we go with the Willow-cosplay! After teddy Bernie I sewed a backpack. The obvious thing to do would have been to sew a simple backpack out of canvas or leather, like they also have in the game. For a time I also thought about buying an old army backpack, as they also fit the style. But eventually I wanted something that represented the weird character of the "Don't starve"-series. That's why I made a Chester-backpack. Who's Chester? Well, it's some sort of hairy monster whose stomach can be used to store items. If you find an object called the "Eye bone" in the game, Chester appears and starts following you, carrying your stuff. So, if you think about it, it doesn't really make sense to make a Chester-backpack, as the thing about Chester is that you don't need a backpack anymore. But unfortunately I couldn't find a way to create a real, moving, hopping monster, so instead I'll be carrying my Chester on my back. But I did make an Eye Bone too, in fear of my new backpack disappearing anyway...

Chester-backpack
Chesters Form is reminiscent of a Halloween pumpkin and I tried to sew my Chester in a similarly round shape. There's a zipper with two sliders where Chesters mouth is, so I can close the top in the middle from two sides. Which I don't want to, because then I would have to roll in Chesters tongue. So the backpack will always stay slightly open, with the tongue hanging out. But I did add a second zipper into the lining, so nothing important will fall out. The straps are adjustable.

The body consists of six slightly curved side parts, a bottom and a top lid. I reinforced the bottom with an interfacing and added some darts so it wouldn't hang too loosely (I'm not sure if it really has that much of an effect, though).

I think you can best see the round shape of Chester in the photo of the red lining. Besides the main body, the backpack consists of many separate pieces: A long, plushy tongue, several teeth, horns, legs and the back straps. The most difficult thing was to attach all those pieces at the right time in the right place. In the photo of the lining, you can for example see that I had to sandwich the tongue between bottom and sides of the lining (the pink spots on the upper right corner). It would be too much (and too confusing) to explain every single one of those steps. But it required a lot of planning! Actually, I ended up sewing in the zipper the wrong way. Now the sliders are on the inside of Chesters mouth which makes opening and closing a little bit awkward. But then I wouldn't have wanted to open it all up again.

My favourite element where Chesters legs. I love the idea of a hairy, pumpkinshaped monster with tiny elephant's legs that enable him to jump around. It was fun sewing the toes and lines into the fake leather and I think I got the general shape quite right. But attaching the legs to the rest of the body was a real pain!

Then I had to sew the lining with all the separate pieces attached to the outer body and then turn it inside out. The same happened with the lid, but that was a lot easier.

At the very end I had to connect the finished top and the rest of the body with the zipper. I secured the loose ends of the zipper and covered them with the lining, which I sewed shut by hand.

Eye Bone
The staff was a lot more straight forward than Chester himself. I basically built it out of paper and a styrofoam ball, connecting the different parts with tape. Then I coated the whole thing with wallpaper paste and packing paper. Afterwards I added a second layer of wood flour paste. I then smoothed the surface and coloured it. I'm quite happy with the result. And now I think I'm ready for tomorrow. The next post will probably be about the Convention itself, so if you're interested you might want to check my blog again in a week or so.

All the best
Eta Carina


Donnerstag, 2. Mai 2019

Bernie

Guten Abend

Die Fantasy Basel steht vor der Tür und das bedeutet natürlich, dass ich die letzten paar Wochen damit beschäftigt war, ein neues Cosplay zusammenzustellen. Dieses Jahr bin ich zum ersten Mal als Teil einer Gruppe unterwegs. Wir sind Figuren aus dem Videospiel "Don't Starve Together", das wir jeweils *öhm* in grosser Harmonie zusammen gespielt hatten. Ich bin Willow, ein Mädchen, das sehr geschickt darin ist, Dinge in Brand zu setzen.

Quelle: https://dontstarve.fandom.com/wiki/Willow

Rein nähtechnisch ist es ein nicht besonders spektakuläres Kostüm: Ich nähte mir bloss einen schwarzen Faltenrock. Eine rote Bluse hatte ich schon und musste sie nur noch abändern, Schuhe und Strümpfe konnte ich kaufen. Aber glücklicherweise kann man in diesem Game eine Unmenge an Items besitzen, finden oder herstellen. Langweilig wurde mir also nicht.

Quelle: https://dontstarve.fandom.com/wiki/Bernie
Zum Beispiel hat Willow einen Teddybären namens Bernie. Bernie sieht schon etwas ramponiert aus, aber ich nehme an, das macht seinen Charme aus. Ich nahm das offizielle Artwork als Vorlage und zeichnete daraus ein Schnittmuster. Ich nähte Bernie aus Leinen, da der Stoff einerseits schön grob ist, andererseits auch Details wie Handstiche gut zur Geltung kommen. Die einzelnen Stoffteile musste ich nach dem Zuschneiden aber zuerst mit Stofffarbe anmalen, da ich keinen Leinenstoff in der richtigen Farbe hatte.



Die angemalten Einzelteile
Bei Bernie habe ich viel von Hand genäht: Das Bauchfell, die inneren Teile der Ohren und die Schnauze sind alle von Hand aufgestickt, genau wie die Augen oder was davon noch übrigbleibt. Die Schnauze ist dadurch recht schräg geworden, aber ich behaupte mal, das passt grad gut. Bernie hat in der Zeichnung ausserdem viele schwarze Flecken, die vermutlich Brandspuren sein sollen. Ich traute mich aber nicht, den Stoff anzuzünden und nähte darum einfach mit der Nähmaschine mehrere dunkle Linien. Rückblickend hätte ich dabei ruhig noch mutiger sein und noch mehr "Narben" nähen können.

Der Bauch
Die Ohren
Damit die Schnauze weniger flach wird, habe ich zwei Abnäher gemacht

Ich war (und bin) nicht ganz sicher, wie ich Bernie die ganze Zeit mit mir herumtransportieren soll. Deswegen setzte ich vorsorglich Magnete in die Arme ein, so dass der Teddy sich "von selbst" festhalten kann.

Der Stoff ist mit Schabrackenstoff verstärkt
Schlitze einschneiden, um die Magnete festzumachen
Magnetteile einsetzen...
... und umklappen.

Ich bin ziemlich zufrieden mit meinem neuen Teddybär. Aber ich muss sagen, dass ich Mühe habe, ihn kaputtzumachen, damit er mehr wie die Vorlage aussieht. Zum Beispiel müsste ich auch noch einzelne Nähte aufschneiden, damit die Füllung rausquillt. Vielleicht warte ich einfach, bis das nach zwanzig Jahren oder so von selbst geschieht...


Neben Bernie habe ich auch einen Blumenkranz und einen speziellen Rucksack gemacht, darüber schreibe ich dann wahrscheinlich morgen. Oh, und vielleicht habt ihr es an den Fotos gemerkt: Ich bin in ein neues Atelier gezogen!

Bis bald (vielleicht in Basel?)
Eta Carina



Good Evening

The Fantasy Basel takes place this weekend, which of course means that I was busy putting together a new cosplay. This year I will be part of a group for the first time. We're going to go as characters from the video game "Don't Starve Together" which we all used to play together in, erm, perfect harmony. I'm Willow, a girl with a great talent for setting things on fire.

From a sewing standpoint, this is a rather unspectacular costume: I only had to sew a black pleated skirt. I already had a red blouse (which I had to alter) and I bought the tights and shoes. But fortunately this game is full with all sorts of items that you can own, find or craft. So there where plenty of things to keep me busy.

Willow, for example, has a teddy bear named Bernie. Bernie may look a little worn, but I guess that's part of his charm. I used the official artwork as basis for drawing my own pattern. My Bernie is made of linen. I like that this fabric is rough, but at the same time details like hand stitches look nice on it. However, I had to colour all the parts after cutting them out, because I didn't have linen in the right shade of brown.

I sewed a lot from hand here: The middle of the belly, the insides of the ears and the muzzle where all stitched on by hand, as where the eyes (or what's left of them). The muzzle now is kinda askew because of that, but I think it's quite fitting. If you look at the drawing you can also see that Bernie has a lot of dark patches. Those are probably meant to be burn marks, but I didn't dare to set the fabric on fire. Instead I just sewed some dark lines back and forth with the sewing machine. In hindsight I could have made even more of those.

I was (and still am) unsure how to carry Bernie with me all the time. That's why I inserted magnets into his hands, so Bernie can hold on to my backpack or other things. 

Now I am quite happy with my new teddy bear. But I must admit that I have difficulties damaging it so it looks as tattered as the original. For example I would have to cut open some stitches so the filling will come out. Maybe I'll just wait for 20 years or so, until this happens by itself...


After Bernie I also made a flower garland and a very special backpack, I'll probably write about it tomorrow. Oh, and maybe you noticed from my photos: I moved into a new studio!

See you soon (maybe in Basel?)
Eta Carina


Montag, 18. Juni 2018

Der Gentleman

Hallo nochmals

Ich habe ja versprochen, noch genauer auf mein Cosplay für die diesjährige Fantasy Basel einzugehen. Ich war ja der "Herr mit Haar wie Distelwolle" (oder im Original "the gentleman with thistledown hair"), ein Elf aus Susanna Clarkes "Jonathan Strange und Mr Norrell". Und das sah etwa so aus:


Im Buch soll der Magier Mr Norrell eine kürzlich verstorbene Dame wieder zum Leben erwecken. Um das zu erreichen, bittet er besagten Elfen um Hilfe und geht einen Handel mit ihm ein, indem er ihm einen Finger der Lady gibt. Und wie das so üblich ist bei Geschäften über Leben und Tod, steht natürlich mehr auf dem Spiel als vordergründig angenommen. So wird der Elfenherr im Verlauf der Geschichte zum Gegenspieler der beiden Magier Strange und Norrell.

Wenn man Buchcharaktere darstellen will, hat man ja, anders als etwa bei Figuren aus dem Fernsehen, viel Interpretationsfreiheit. Die Beschreibungen in den Büchern lassen Raum für Fantasie. So auch bei Clarkes Roman, wo der Gentleman wie folgt beschrieben wird:

Jemand stand in der Mitte des Zimmers: eine grosse, ansehnliche Person mit blasser, makelloser Haut und einer Unmenge von Haar, so weiss und schimmernd wie Distelwolle. Seine kalten blauen Augen funkelten, und er hatte lange dunkle Brauen, deren Enden schwungvoll nach oben zeigten. Er war gekleidet wie jeder andere Gentleman auch, abgesehen davon, dass sein Rock von dem leuchtendsten Grün war, das man sich vorstellen konnte - die Farbe von Blättern im Frühsommer.

Nun haben aber schon eine Menge Leute vor mir versucht, das Geschriebene zu visualisieren. So sieht zum Beispiel Portia Rosenberg, die die englische Originalausgabe illustrierte, den Gentleman:

Der Gentleman in den Illustrationen von Portia Rosenberg
Desweiteren hat die BBC die Geschichte 2015 als Serie verfilmt. Der Gentleman wird darin von Marc Warren gespielt. Er hat verschiedene Kostüme: Wenn er mit normalen Menschen interagiert, trägt er ein grünes "Standard-Outfit". In Szenen, wo er in seinem Anwesen in der Elfenwelt ist, trägt er hingegen einen reich bestickten Frack. Und nur in der ersten Folge, als er mit Mr Norrell den Handel abschliesst, trägt er einen mit Blättern überwachsenen Mantel. Diese Version gefiel mir am besten und ähnelt auch meiner Version.

Quelle: imdb
Quelle: BBC America. Episode 6: The Black Tower
Quelle: Pinterest
Interessant fand ich auch die Concept Art für die Serie von Howard Swindell. Das Endprodukt sah dann zwar anders aus, es gefällt mir aber, weil sie einen älteren Elfen zeigen. Und auch hier ist der Mantel überwachsen.

Quelle: BBC America: Howard Swindell

Und nicht zuletzt haben auch Fans ihre eigenen Interpretationen gezeichnet. Meine Favoriten hier waren jene von Enchanted Oaks und Rosaria Battiloro.

Quelle: Pinterest, Rachel Oakes
Quelle: Behance: Rosaria Battiloro
Jede Menge Ausgangsmaterial also! Für was sollte ich mich entscheiden? Im Buch wird die Kleidung des Gentlemans ja als durchaus normal beschrieben, nur mit einer ungewöhnlichen Farbe. Das ist ja schön und gut, dachte ich, leuchtend grüne Kleidung mag vielleicht für die Leute im 19. Jahrhundert bemerkenswert gewesen sein, aber nicht für eine Messehalle voll von fantastisch verkleideten Leuten. Also beschloss ich, meinen Mantel mit Blättern zu besticken, wie das eben in mehreren Vorlagen zu sehen war. Wie und wo genau ich das anstellen sollte, welche Stoffe, Knöpfe und sonstiges Beigemüse es brauchte, das war dann noch ein ewiges Zögern. Schliesslich begann ich mit den einfachsten Sachen (Schuhe und Hosen) und arbeitete mich zum wichtigsten Teil vor, dem Mantel.

Als Ausgangslage nahm ich das Burda-Schnittmuster 2767. Ich machte einige Änderungen: Den Mantel musste ich stark verkleinern und ich machte ihn auch zweireihig. Aus den langen Hosen machte ich Kniebundhosen. Und obwohl das Schnittmuster auch eine Weste beinhaltet, nahm ich meine eigene Weste als Vorlage. Ansonsten war das Schnittmuster zwar anspruchsvoll, aber hilfreich.
Quelle: Simplicity
Für dieses Cosplay nähte ich eine Hose, Weste, einen Mantel und die Kravatte. Weisse Strumpfhosen, eine Bluse, die Perücke und die Schuhe kaufte ich, bei den Schuhen fügte ich aber noch Schnallen hinzu. Eine Menge Sachen also, ich gehe darum in diesem Post nur auf meine Lieblingsdetails ein.

Den Mantel besticken

Ich stickte Ranken und Blätter auf den Rücken und den Kragen meines Mantels. Wie schon bei meinem Blumenrock arbeitete ich im Kettstich, damit die Linien schön breit wurden. Die Blätter schnitt ich aus Reststoffen in verschiedenen Grüntönen zu, aus Samt, Wollstoff, Baumwolle und Leinen. Ich stickte sie nur locker auf und zog den Stoff manchmal absichtlich zusammen, damit die Blätter nicht zu flach wirkten.

Vorzeichnen
Aufsticken. Die Blätter sollen nicht zu flach aufliegen

Die Blätter werden arrangiert
Die Rückseite
Der Kragen
Zusätzliche Plastikblätter und -farne

Die Hose nähte ich aus Samt. Mit Samt zu arbeiten ist ein Thema für sich und wäre auch mal einen Blogbeitrag wert. Heute zeige ich euch bloss, wie ich die Stoffknöpfe für die Hosen herstellte:

Stoffknöpfe machen

Wenn man Stoffknöpfe braucht, gibt es da diese Sets mit überziehbaren Metallknöpfen zu kaufen. Da muss man den gewünschten Stoff einfach ein bisschen grösser als den Stoff zuschneiden und das Ganze in eine Plastikvorrichtung drücken, schon hat man einen Knopf. Der Samt für die Hose war aber leider zu dick, so dass ich den Stoff um die Metallknöpfe herumnähen musste. Das ging halt etwas länger, funktionierte aber auch gut.

Stoff für die Knöpfe gross genug zuschneiden

Metallknopf auf den Stoff legen, von Hand um den Knopf herumnähen

Die Endfäden zusammenziehen, so dass der Knopf "eingepackt" wird

Die Fadenenden mehrmals um den Knopf wickeln und gut verknoten

Die Knöpfe annähen

Schnallen für die Schuhe

Historisch anmutende Schnallenschuhe zu finden ist gar nicht so einfach! Deshalb verzierte ich einfach ein Paar "normale" Schuhe. Diese fand ich in einem Brockenhaus. Ich musste nur noch Schnallen kaufen und ankleben. Und weil es ein modebewusster Elf ist, wollte ich Schnallen mit Schleifen. Das ging ganz einfach:

Ein Rechteck mit der schönen Stoffseite innen in der Mitte falten und zusammennähen, dabei eine Lücke lassen, um den Stoff zu wenden.
Die Lücke von Hand zunähen
Ausprobieren, wo die Schnalle den Stoff durchstechen wird. Die Stelle markieren und durchbohren (z.B. mit einer Stricknadel)
Stoff durch die Schnalle ziehen
Schnalle anleimen

Das Kostüm bestand also aus vielen Einzelteilen. Es machte Spass, diese nach und nach zu nähen, so dass sich mit der Zeit ein Gesamtbild ergab. Ich wünschte, ich hätte mehr Zeit gehabt bzw. früher angefangen, dann hätte ich mehr mit den einzelnen Materialien experimentieren können (z.B. wie erreicht man die schönsten Stoffblätter? Wie soll der Schnitt des Mantels genau sein?) Das Ergebnis lässt sich aber sicher sehen. Am wenigsten überzeugt mich die Perücke. Wenn eine Figur schon das "Haar wie Distelwolle" im Namen trägt, hätte die Frisur ruhig etwas extravaganter sein können! So etwas ähnliches wie David Bowie im Film "Labyrinth" stelle ich mir vor. Auch hier fehlte mir die Zeit, verschiedene Perücken auszuprobieren und eventuell umzufrisieren. Aber man kann ja noch ausbauen.

Bis bald!
Eta Carina



Hello again

Last time I promised to write some more about my cosplay for this years' Fantasy Basel. I went as "the gentleman with thistledown hair", a faerie from Susanna Clarkes book "Jonathan Strange and Mr Norrell". You can see the result in the first two pictures.

In the book the magician Mr Norrell wants to resurrect a recently diseased lady. To achieve this, he asks said faerie for help. The faerie resurrects her in exchange for "half her life". Norrell seals the deal by giving him one of the ladies' fingers. But as usual when you make deals about life and death, there are more problems than Mr Norrell initially thought. And so the faerie lord becomes the antagonist of the two magiciens Strange and Norrell.

Unlike with TV characters, when cosplaying book characters you have a lot of room for interpretation. The descriptions in a book leave a lot to your own fantasy. It was the same with Clarkes novel. The gentleman is described as a tall, handsome person with pale skin and hair that is white and shiny like thistledown. His eyes are cold and blue. Clarke writes that he is dressed like any other gentleman at the time, the only difference being that his tailcoat is of a very vivid green - "the colour of leaves in early spring".

Of course a lot of people before me have tried to visualize those words. Like for example Portia Rosenberg, the books' official illustrator.

And then there's the BBC that turned the book into a TV series in 2015. Here, the gentleman ist portrayed by Marc Warren. He wears different costumes depending on the scene: When interacting with normal human beings the wears an unspectacular green "standard outfit". When he's in his faerie manor he wears a richly embroidered tailcoat. And only in the first episode he wears a coat overgrown with leaves. This was my favourite and the one that resembles my outfit the most.

I also liked the concept art for the series by Howard Swindell. It is quite different from the final product but I like that it shows the gentleman as an older person. And his coat has real leaves on it too.

And of course a lot of fans have drawn their own interpretations. Here my favourites where the drawings of Enchanted Oaks and Rosaria Battiloro.

So I had a lot of inspiration. How should my gentleman look? In the book, his clothes are described as quite normal, just with an unusual colour. Well, I thought, a bright green tailcoat may have been remarkable for the people of 19th century, but not for a hall of fantastically dressed people of today. So I decided to embroider my tailcoat with leaves, like in some of the reference pictures. How and where exactly, what kind of fabric I would use, what buttons and other stuff I would need, those where all tricky questions and it made me very hesitant. But in the end I just started with the easier parts (shoes and trousers) before I got to the most important piece, the tailcoat.

I used the Burda Pattern 2767, but I had to change some things: I made the coat much smaller and with two rows of buttons instead of just one. I also changed the length of the trousers. And although the pattern included a vest, I just drew my own pattern from this vest instead of adjusting the one from Burda. All in all the patterns and instructions where complicated but useful.

Altogether I made trousers, a vest, a tailcoat and a necktie for this cosplay. I had to buy the white tights, a blouse, the wig and the shoes and I added buckles to the shoes. That's a lot of stuff, so instead of showing everything I will only explain my favourite details.

Embroidering the coat

I stitched vines and leaves on the back part and the collar of the coat. Like with the flower skirt I used the chain stitch to get broad lines. I cut out the leaves from different green fabric remains like velvet, wool, cotton and linen. I only applied them loosely and even ruffled them a bit so they wouldn't be too flat. In the end I even applied some additional plastic leaves.


The trousers are made out of velvet. Working with velvet is a topic of its own that would deserve its own blogpost. But for today, I'll just show how I made the velvet buttons:

Making fabric buttons

Usually when you need fabric covered buttons you can buy a kit with metal buttons. There you just need to cut out some fabric and put the parts into a plastic tool to get a button. But my velvet was too thick so I had to sew the fabric around the metal buttons. This took longer, but worked fine.
  • Cut out the fabric for the buttons
  • Place the metal button onto the fabric and stitch around it
  • Pull the threads to cover the button
  • Wrap the threads around the button and secure it.
  • Sew the buttons on


Buckles for the shoes

It's not easy finding historical buckle shoes! So I just altered some "regular" shoes I found second hand. I only had to buy the buckles and glue them on. And as my faerie is a fancy man, I wanted bows on the buckles. That was very simple:
  • Fold a rectangle in half with the right sides together. Leave a gap to to turn it over.
  • Turn over and close the gap by hand.
  • Find out where the buckle will pierce through the fabric. Mark the place and make a hole (e.g. with a knitting needle)
  • Pull the fabric through the buckle.
  • Glue the buckles onto the shoes. That's it!

It was fun sewing all the pieces and seeing it slowly become a costume. I wished I'd have had more time or, more precisely, have started earlier. Then I could have experimented some more (like, what's the best way to make fabric leaves? What cut do I want for the coat?) But I think the result is alright. The part I actually like the least is the wig. A character with the words "thistledown hair" in the name should really have more extravagant hairstyle! David Bowie in "Labyrinth" comes to my mind. Again I didn't have the time to try out different wigs or style them to my taste. But that's something I can still change.

See you!
Eta Carina