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Sonntag, 12. Mai 2019

Fantasy Basel 2019

Ihr Lieben

So, wieder zurück aus Basel. Dort war letztes Wochenende ja wieder Fantasy Basel. Wie jedes Jahr haben wir der Messehalle also einen Besuch abgestattet und uns die Convention am Samstag und Sonntag angeschaut. Hier also unser sehr subjektiver Reisebericht:

Wie angekündigt waren wir dieses Jahr am Samstag als Gruppe unterwegs, als Figuren aus dem Indie-Game "Don't Starve Together". Das war eine tolle Erfahrung; obwohl die Kostüme ja eher simpel sind, finde ich, dass wir so farblich aufeinander abgestimmt viel hergemacht haben und wir wurden auch einige Male erkannt.


v.l.n.r.: Wilson, Wendy, Woodie, Willow und Wes
Vera als Wendy (links) und ich als Willow
Neben meinem Teddybären Bernie und meinem Chester-Rucksack hatte ich mir einen schwarzen Faltenrock genäht und einen Spitzenkragen für die rote Bluse gehäkelt. Ausserdem bastelte ich aus künstlichen Blumen und viel, viel Heissleim einen Blumenkranz. Vera und ich trugen ausserdem spezielle Kontaktlinsen, um den leeren Blick, den die Spielfiguren haben, nachzuahmen. Es war nicht ganz einfach, solche zu finden, da ich nach Linsen mit Sehkorrektur suchte. Die meisten Verkäufer scheinen hingegen davon auszugehen, dass man mit solchen Linsen eh nicht viel sieht, warum also verschiedene Stärken anbieten? Schliesslich wurde ich bei Maskworld fündig. Letztlich trugen wir die Linsen dann aber doch nur wenige Stunden, da man ohne halt doch noch besser sieht.

Und zu sehen gab es natürlich wieder viel. In Basel haben Künstlerinnen und Künstler aus verschiedenen Sparten Standplätze, an denen sie ihre Arbeiten präsentieren und verkaufen: Cosplayer, Spieleentwicklerinnen, Fantasyschriftsteller und natürlich auch Comiczeichner und Illustratorinnen. Wie z.B. Lothlenan, die klassische Gemälde mit Figuren aus der Popkultur bevölkert. Sailor Moon als Marie Antoinette? Totoro à la Monet? Am besten gefiel uns aber ihre äusserst königliche Interpretation des Ice Kings. Auch toll waren Papilios feine Zeichnungen oder digitalen Bilder, in denen sie z.B. von Menschen verlassene Städte heraufbeschwört. Und das waren jetzt nur zwei von einer ganzen Halle talentierter Leute.

Nicht zu sehen war dieses Wochenende in Basel jedoch der eiserne Thron. Der bekannte Stuhl aus Schwertern aus der Serie "Game of Thrones" hätte eine der Hauptattraktionen sein sollen. Leider blieb er am englischen Zoll hängen. Wir konnten nur spekulieren, was das Problem war. Wurde jedes Schwert einzeln als Waffenimport angesehen? Tja, auf jeden Fall sehr schade und bestimmt ein riesiger Schock für die Veranstalter. Immerhin fanden wir später an einem Stand doch noch einen Thron in der richtigen Form:

Thron gefunden!
Am Nachmittag gingen wir uns das Swiss Cosplay Happening anschauen. Eröffnet wurde es durch eine Gruppe Cosplayerinnen, die ihre Eigeninterpretationen von Disney-Bösewichten präsentierten und sich dabei von Drag Queens inspirieren liessen. Danach waren wir eingestimmt auf den Hauptteil, den Cosplay-Wettbewerb. Hier freute ich mich besonders, dass jemand einen sehr enthusiastischen Rincewind aus den Scheibenweltbüchern cosplayte.

Die Disney-Villains - erkennt ihr, wer wer ist?
Die versammelten Contest-Teilnehmer

Am Sonntag waren wir dann wieder nur zu zweit. Nun hatten wir Zeit, einige Workshops und Vorträge zu besuchen. Die Egg Sisters stellten verschiedene Giesstechniken vor, die sie in ihren Cosplays anwenden. Live zeigten sie, wie man eine Silikonform für kleine, einseitige Objekte herstellt. Ihre meisten Projekte sind aber einiges kniffliger: Zum Beispiel modellieren und giessen sie, von ihren eigenen Körpern ausgehend, passgenaue Hautelemente, Monsterzähne, spitze Ohren oder Trollfüsse zum Anziehen!

Trollfüsse, hergestellt von den Egg Sisters

Danach hielt der Comicautor und Verleger Ziki Nelson einen Vortrag darüber, wie afrikanische Comiczeichner Elemente ihrer jeweiligen Kultur in ihre Werke einfliessen lassen. Von diesem Thema hatte ich bisher sehr wenig Ahnung, obwohl es afrikanische Comics laut Ziki schon seit Urzeiten gibt: Denn was sind ägyptische Wandmalereien anders als Bildergeschichten? Wer eher zeitgenössische Beispiele sucht, sollte sich bei Kugali umschauen. Der von Ziki Nelson mitbegründete Verlag versammelt Science-Fiction-Comics von allen Ecken des Kontinents.

Gegen Ende des Tages mussten wir dann unbedingt ein Comic-Urgestein besuchen: Don Rosa, der vor allem für seine Comics über Dagobert Duck bekannt ist. Das war vor allem für Dominik ein Highlight, der mit dessen Comics aufgewachsen ist und dessen Abenteuergeschichten und detailreiche Bilder liebte.

Wir haben also wieder viel erlebt. Trotzdem stellte ich mit der Zeit eine gewisse Sättigung fest. Und damit meine ich nicht die Reizüberflutung von all den Ständen, Menschen und Musik (die natürlich auch Teil solch einer Veranstaltung ist). Vielleicht ist es eher eine Art Routine. Als die Fantasy Basel 2015 das erste Mal stattfand, war das für mich (wie für wohl die meisten Besucher) etwas ganz Neues. Man hat gestaunt, geredet und die vielen tollen Kostüme fotografiert. Auch wuchs die Veranstaltung jedes Jahr, so dass ich immer gespannt war, was neu dazukommt. Nun scheint die Convention vorerst ihre endgültige Grösse erreicht zu haben. Man weiss ungefähr, was wo zu finden ist, was einen erwartet, was man sehen will und auch was nicht. Denn das Problem ist definitiv nicht, dass zu wenig geboten würde; man kann niemals alles sehen. Aber alles interessiert ja dann doch nicht. Ich hoffe, ich habe auch deutlich gemacht, dass es nicht an der Qualität mangelt; ich habe auch dieses Jahr wieder erstaunliche Künstlerinnen und Künstler kennengelernt. Vielleicht ist mein Sättigungsgefühl schlicht eine unvermeidliche Begleiterscheinung bei jeder sich wiederholenden Veranstaltung. Aber wir haben schon Kostüm-Ideen für nächstes Jahr und ich denke, nur schon durch das Nähen und Basteln wird schliesslich doch wieder viel (Vor-)Freude entstehen.

Darum bestimmt bald auf ein Neues.
Eta Carina



Hi my dears

So, we're back from Basel. There, we had visited the Fantasy Basel convention last weekend. So, like every year, here's our very own travel report:

As announced, on Saturday we were part of a group, cosplaying as characters from the indie game "Don't Starve Together". It was a great experience; although the costumes themselves where rather simple, they looked nice all combined because of the common red-and-black-and-white colour scheme. And several people recognized us.

Besides my teddybear Bernie and the Chester-backpack I had sewn a black pleated skirt and crocheted a white lace collar for my red blouse. Additionally, I made a garland out of artificial flowers and a lot of hot glue. Vera and I also used special contact lenses to imitate the empty eye-look of our characters. It wasn't easy finding prescription contacts for this look. Most sellers seem to think that, since you don't see that well with a white shadow over your eyes, why bother with prescriptions? However, I was glad to find what I was looking for at Maskworld. But in the end, we only wore them for a few hours, since we could still see a lot better without them.

And of course there was a lot to see. At the convention, artists of different fields have their own stands, where they display and sell their work: cosplayers, game developers, fantasy authors and of course, comic artists and illustrators. Like Lothlenan, who repaints classical paintings with characters from pop culture. Sailor Moon as Marie Antoinette? Totoro à la Monet? But our favourite was here truly regal interpretation of the Ice King. We also loved Papilios delicate drawings or digital painings, where she reimagines her hometown devoid of any humans. And that's been only two examples in a whole hall of talented people.

One thing we weren't able to see this weekend was the iron throne. The famous seat made of swords from the series "Game of Thrones" was announced as one of the main attractions. But unfortunately it got stuck in customs at the English border. We could only guess what may have been the problem. Did they treat every single sword as a real weapon? Whatever the reason, it sure was a pity and a shock for the organisers. At least we found a tiny throne made out of chocolate bisquits at one of the stalls.

In the afternoon we went watching the Swiss Cosplay Happening. It opened with a group of female cosplayers presenting their own interpretations of disney villains, inspired by drag queens. After their show we where in the right mood for the main part, which was the contest. Here, I especially enjoyed that someone played Rincewind from the discworld novels.

On Sunday it was only the two of us again. Now, we had time to visit workshops and panels. The Egg Sisters introduced us to different mold making-techniques they use for their costumes. They showed live how to make a simple silicone mold for small, one-sided objects. But their projects usually include much more complex procedures: They often life cast from their own bodies, creating skin appliances, monster teeth, ears and even wearable troll feet!

The next panel was by comic author and publisher Ziki Nelson. He spoke about how African comic artists include elements of their respective culture into their works. I admittedly had known as good as nothing about this topic until then, although, as Ziki put it: African comics have existed for centuries, if you include ancient Egyptian wall paintings. But of course he also knew plenty of more contemporary examples, as he is the co-founder of Kugali, a publisher for (mostly) science-fiction comics from all across the continent.

And of course we had to see a comic legend: Don Rosa, who is most well known for his comics about Scrooge McDuck. This was especially a highlight for Dominik, wo grew up with Don Rosas Comics and always loved the adventourous stories and detailed pictures.

So like every year we've seen a lot. But I must admit that I felt a certain saturation towards the end. By that I don't mean the sensory overload from all the booths, people and constant sounds around us (which of course is also part of a convention). I think it's rather a kind of routine. When the Fantasy Basel started in 2015, it was something entirely new for me (and probably for most visitors). We looked around in amazement, talked to strangers and took photos of all the great costumes. And the event grew from year to year, always leaving me wondering what new things to expect. Now, the convention seems to have reached its definite size for now. I know more or less what to find where, what to expect, what I want to see and what's not interesting to me. Because it's definitely not that there isn't enough to do: You can never see everything. But then, by now I know that I don't have to. And I hope I also got across that we get to know amazing artists every year here, so it's not about quality either. So maybe my feeling of saturation is just an unavoidable side effect of every event you visit repeatedly. But we already have new costume ideas for next year and I'm sure I will get a lot of joy and anticipation through sewing and crafting.

So surely until next time
Eta Carina

Donnerstag, 31. Mai 2018

Fantasy Basel 2018

Hallo allerseits

Alle Jahre wieder findet die Fantasy Basel statt und wir waren natürlich auch dieses Jahr dort. Und auch diesmal gab es wieder viel zu sehen, hören und auszuprobieren.

Am Freitag waren wir als Figuren aus Susanna Clarkes Roman "Jonathan Strange & Mr Norrell" unterwegs. Die Geschichte spielt zur Zeit Napoleons in England. In diesem England galt Magie für Jahrhunderte als ausgestorben, nun kehrt sie jedoch durch die zwei Zauberer Jonathan Strange und Mr. Norrell zurück. Das Buch ist sehr detailreich und elegant geschrieben und ausser den beiden Titelfiguren kommen noch jede Menge andere Charaktere vor. Wie jene beiden, die wir darstellten: Dominik war der Strassenmagier Vinculus und ich der "Herr mit Haar wie Distelwolle", ein Elf mit düsteren Absichten.

Foto: Jules

Aber zurück zur Fantasy Basel: Einige besonders faszinierende Stationen gab es gleich im Eingangsbereich. Dort hatten nämlich die Wasteland Warriors ihr Quartier aufgeschlagen. Ganze Fahrzeuge hatten sie umgebaut und auf das Leben nach der Apokalypse angepasst. Und einer der Warriors hat uns gehörig erschreckt!


Wasteland Warriors

Düster ging es weiter bei Ali Abbas. Der hat sich auf das Modifizieren von Computern spezialisiert. Die Verwandlungen gehen zum Teil so weit, dass ich mir nicht mehr sicher war, was ich da überhaupt anschaute. ("Okay, das muss ein PC sein, es hat ja eine Tastatur vorne dran, aber was...? Wo...? Haben diese Röhren eine Funktion oder ist das echt alles nur zur Dekoration?")



"A Tribute To H.R. Giger" by Ali Abbas

Viel Zeit haben wir beim Game Design-Bereich verbracht. Dort konnte man Spiele von mehreren Schweizer Game-Entwicklern ausprobieren. Wie zum Beispiel -ja, wir machen postapokalyptisch weiter- "Doomsday Bunker" von Henry Raymond, wo man zwischen einzelnen Luftangriffen geschickt Ressourcen sammeln und Bunker bauen muss. Oder das liebliche "Letters", bei dem man sich durch die Seiten eines Tagebuchs bewegt und Rätsel löst, indem man mit Worten spielt. Oder "Purgatory" von Joel Mayer, einem unheimlichen Point-and-click Adventure in Retrografik. Ooooder "Sea of Fatness", das etwas schwierig zu erklären ist. Also, du steuerst ein Meer von kleinen, dicken Menschen, indem du sie mit Burger lockst, um mit ihnen das Boot eines gewissen Präsident Trumpet zum Kentern zu bringen. Ist schräg, macht aber Spass! Mein Liebling aber war "Cendric", ein RPG mit liebevoll gemachten und herausfordernden Levels und wunderschöner Musik. Nebenbei ist das Spiel auf Schweizerdeutsch geschrieben, und so gut wie jede Figur, der man begegnet, scheint einen anderen Dialekt zu sprechen. Uhuere guet!

Sea of Fatness

Auch Bernina waren mit einem Stand vertreten. Für einen futuristischen Anstrich reichte es, bei einer Nähmaschine die Abdeckung abzunehmen und sie von selber laufen zu lassen. Das war zwar simpel, aber wirkungsvoll, und musste deshalb unbedingt als Foto dokumentiert werden.


Apropos nähen: An Atelier Sternenkinds Stand fand ich diese Blätter (und ganze Kleider), die in einer ganz speziellen Technik genäht waren. Wie sie erklärte, werden erst mehrere Stoffschichten aus alten Kleidern übereinandergenäht und dann wieder aufgeschnitten. So entsteht eine organisch aussehende Struktur, die Kleider sehen fast aus wie wirklich bewachsen. Das faszinierte mich sehr, vorallem, da ich für mein Cosplay ja Blätter aus Stoff auf meinen Mantel gestickt hatte. Ich bin zwar mit meinem Resultat recht zufrieden, aber man stelle sich nur mal vor, wie toll es ausgesehen hätte, wenn ich diese Technik beherrscht hätte!

Ihr gegenüber hatte Elfi Folletti ihren Stand. Sie macht unter anderem Zauberhüte aus Palmenblätter, was ich so auch noch nie gesehen hatte.

So vergingen die beiden Tage, die wir in Basel waren, und es gab noch viel mehr zu erleben: Aufwändige Cosplays, spannende (aber akkustisch z.T. schwer verständliche) Vorträge, talentierte Illustratorinnen... und ein TIE-Fighter, der zwischenzeitlich im Innenhof gelandet und am nächsten Tag schon wieder verschwunden war.

Fantasy Basel, es war wieder eine Freude! Bis wohl auch nächstes Jahr.
Eta Carina


Hello everyone

So, Fantasy Basel was on again and of course we where there too. And, like every year, there was a lot to see, hear and try out.
On Friday we went as characters from Susanna Clarkes novel "Jonathan Strange & Mr Norrell". The book takes place in England during the Regency era. In this alternative England magic was thought to be dead for centuries, until the two magicians Jonathan Strange and Mr. Norrell bring it back. The book is filled with fine details, eloquently written and has plenty of characters besides the title figures. Like the two we where cosplaying: Dominik was playing the street magician Vinculus and I was the "gentleman with thistledown hair", a Faerie that causes the magicians troubles.

But back to Fantasy Basel: Some especially fascinating stations where right in the entry area. Because that's where the Wasteland Warriors had set up their camp. They had altered whole vehicles to adjust to a life after the apocalypse. And one of those warriors really startled us!

The tone remained dark on Ali Abbas' booth. He specialises in modding computer cases. Those alterations go so far that I sometimes wasn't sure anymore what I was looking at ("Okay, so it must be a computer, because it has a keyboard in front, but what....? Where...? Are those pipes maybe working or is it really just decoration?")

We also spent a long time in the game designing part. There you could try out games by Swiss developers. Like -also postapocalyptic- "Doomsday Bunker" by Henry Raymond, where you have to collect ressources and build shelters in between air raids. Or the lovely "Letters", where your gaming character moves through the pages of a journal and solves puzzles by playing with words. Or "Purgatory" by Joel Mayer, a scary point-and-click adventure with a retro aesthetic. Ooor "Sea of Fatness" ...which is hard to explain. So, you are controlling a sea of tiny, fat people by feeding them burgers, so you can overturn the boat of a certain president Trumpet. It's as weird as it sounds, but it's funny! But probably my favourite was "Cendric", a lovingly designed RPG with tricky levels and wonderful music. And besides, the game is written in Swiss german and almost every character you meet seems to have a different dialect. Uhuere guet! 

Bernina was there too. All they had to do to achieve a futuristic look was to take off the cover of a sewing machine and make it run automatically. That was simple but intriguing, so of course I had to take a photo.

Apropos sewing: On Atelier Sternenkind's stand I found those leaves (and whole clothes) sewed in a very special technique. She explained that she would sew several layers of old fabric on top of each other and then partly cut it open again. This makes for an organic texture, that almost looks like really grown. I was very fascinated, especially as for this year's cosplay, I had stitched leaves on my coat, wanting it to look overgrown as well. And while I think my take was not bad, just imagine how amazing it would have looked had I known this technique!

On the other side of Sternenkind was Elfi Folletti. She makes, among other things, magic hats out of palm leaves, which is something I've never seen before.

So the two days we where in Basel went by fast, and there where a lot of other things to see: Intricate Cosplays, interesting (although sometimes accousticly hard to follow) lectures, talented illustrators... and a TIE-Fighter that landed in the courtyard and then dissapeared again the other day.

So, Fantasy Basel, it was as always nice to see you! See you next year I think!
Eta Carina


Mittwoch, 9. Mai 2018

Eine Kleinigkeit der Lady

Guten Abend

Ich war ziemlich erschrocken, als ich mich heute bei Blogger angemeldet hatte und sah, wie weit mein letzter Post zurückliegt: Februar! Nun, meine Leserschaft ist sehr überschaubar, trotzdem tut mir das leid. Tatsächlich nähe ich in letzter Zeit weniger und bin mehr mit anderen Sachen beschäftigt: Eine Reise planen, eine neue Sprache lernen... und "Breath of the Wild" spielen (diese Phase ist mittlerweile zwar wieder vorbei...) Tatsächlich war ich aber immer auch dran, ein neues Kostüm für die Fantasy Basel zu planen und zu nähen, die ja morgen wieder startet.
Nun, dieses Jahr ist es eine ziemliche Punktlandung geworden, aber mittlerweile bin ich mehr oder weniger parat. Ich arbeite nur noch an einigen Details, wie diesem etwas makabren Accessoire, das ich euch gerne zeigen möchte. Und wenn ihr erraten könnt, zu welcher Figur bzw. zu welchem Buch das Ding gehört, also, dann seid ihr einfach Klasse :-) Und wenn nicht, schreibe ich dann ja im nächsten Post darüber.


"Zuerst fand Stephen das ein bisschen ungewöhnlich, aber seine Überraschung legte sich gleich wieder, und wenn jemand ihn in diesem Augenblick danach gefragt hätte, hätte er geantwortet, dass Gentlemen häufig Finger in kleinen Dosen mit sich trügen, und dies sei nur eins von vielen Exemplaren, die er gesehen hätte."

Es handelt sich also um eine Dose mit einem Finger darin. Die Dose (ohne Finger) fand ich nach längerer Suche auf tutti.ch.


Ich umnähte ein kleines Schaumstoff-Polster mit Stoff und platzierte es in der Dose.


Nun brauchte ich noch den Finger einer Dame. Da ich aber keine fand, goss ich einen meiner Finger in Gips ab... Dazu formte ich Ton um meine Finger herum (zuerst dachte ich, ich könnte einfach mit meinen Fingern Löcher in den Ton bohren, aber nein, Ton kann erstaunlich unnachgiebig sein!)


In die fingerförmigen Vertiefungen im Ton goss ich dann flüssiges Gips und liess es aushärten.


Es war gar nicht so einfach, einen schönen Gipsfinger hinzubekommen. Entweder waren sie zu kurz, verbogen oder hatten Scharten. Die besten zwei Finger schliff ich dann mit einem Schleifpapier ab. Danach malte ich die sie an.


Die Dose hat im Buch eine spezielle Farbe, "...von einem wunderbaren Blau, das aber kein richtiges Blau war, sondern eher fliederfarben. Auch nicht wirklich fliederfarben, da eine Spur Grau darunter gemischt war. Um genauer zu sein, sie war von der Farbe des Kummers." Da ich das aber auch nicht vorrätig hatte, malte ich die Dose in mehreren Schichten mit gewöhnlicher blauer und violetter Acrylfarbe an. Das habe ich jetzt davon, dass ich alles im letzten Moment erledigen will! Nun, aber ich hoffe, die Besucher in Basel werden sich davon täuschen lassen.

Ich werde am Freitag und Samstag in da sein (am Samstag dann nochmals als Dolores). Hier auf dem Blog schreibe ich dann sicher wieder einen Bericht über unseren Besuch, sowie einen über den Rest des Kostüms. Das wären dann also genug Themen, um in Zukunft wieder etwas fleissiger zu schreiben. Also, man sieht sich!

Alles Gute
Eta Carina




Good evening

I was a little bit shocked when I logged into my blogger account today and saw, how long I haven't posted anything: My last post was in February! Well, I don't have that many readers, but I'm still very sorry! I actually had a lot of other things on my mind lately, like planning a journey and learning a new language... and playing "Breath of the Wild" (although this phase is over by now...) But I've also worked on a new costume for this years' Fantasy Basel, which is starting tomorrow.
It's been somewhat a precision landing this year, but I finally feel like I am ready now. I am only working on some minor details, like this slightly macabre accessory I'd like to show you. And if you can guess what character or book it belongs to, well you're just awesome :-) And if not then I'll write about it soon anyway.

The item in question is a box with a finger in it. After a prolonged search I found a box (without a finger) on tutti.ch. I sewed some fabric onto a small foam cushion and put it into the box. The next thing I needed was the finger of a lady. Since I couldn't find one I cast one of my fingers with plaster. I did this by forming clay around my fingers (first I thought I could simply poke holes into the clay, but was surprised to find that clay can be very solid!).
It wasn't easy getting a nice looking plaster finger. Most of them were too short, crooked or had jags. Finally, I took the two best fingers, sandpapered them so they would fit into the box and painted them.

In the book, the box has a very specific color, not quite blue and not quite lilac, "...to be more precise it was the color of hearache" But since I lacked that as well, I just painted the box in several layers of ordinary acrylic. This is what you get when you do everything last minute! But I think it's enough to deceive the visitors at Basel
I will be there on Friday and Saturday (On Saturday I will be Dolores again). I'll surely write a post about our visit and another one about the rest of the costume. So, theoretically, I have enough topics to write more regularly again in the future. So, see you!

Greetings
Eta Carina 

Mittwoch, 3. Mai 2017

Fantasy Basel 2017

Hallo zusammen

Wir sind zurück aus der Zukunft! Dieses Wochenende waren wir wieder an der Fantasy Basel. Zum dritten Mal hat die Convention jetzt stattgefunden und sie ist mittlerweile definitiv zu gross, als dass man in zwei Tagen alles sehen und ausprobieren könnte. Deshalb schreibe ich schlicht, was Dominik und ich so gemacht haben.

Der Delorean aus "Zurück in die Zukunft"
Das Messegebäude
Sonnendach im Innenhof

Nun, zunächst sind wir einfach viel herumgelaufen und haben uns umgesehen. Und wie gesagt: Zu sehen gab es viel! Wie eben den Delorean aus "zurück in die Zukunft". Oder die beiden Transformers. Oder die vielen Cosplayern mit ihren wunderbaren Kostümen. Besonders gefallen hat mir auch die Ausstellung des Science-Fiction-Museums "Maison d'Ailleurs": Neben Bildern von John Howe und Benjamin Carré gab es dort Szenen aus "Star Wars" und "Herr der Ringe", die mit Lego nachgebaut wurden. Wobei sich die Erbauer kleine Eigeninterpretationen erlaubten...

Transformers, gebaut von AJ Designs


Und ein weiteres Museum war an der Fantasy Basel auf Besuch: Das Swiss Space Museum. Das Museum hat leider noch keinen festen Standort, aber in Basel waren schon mal einige Exponate zu besichtigen: Zum Beispiel Teile einer Sojus-Rakete, die 2016 bei Baikonur niedergegangen waren. Oder eine Replika einer Mercury-Kapsel, in der gerade mal ein Astronaut Platz hatte. Noch bemerkenswerter fand ich aber den Schriftzug aussen an der Kapsel. Disney lässt grüssen!

Das Innere der Raumkapsel
Der Schriftzug
Russischer Raumanzug (wird nur im Innern des Raumschiffs getragen)
Man hatte auch die Möglichkeit, mittels VR-Brille eine Mondlandung mitzuerleben. Die Animation war nicht gerade auf dem neuesten Stand, trotzdem war es ein seltsam faszinierendes Erlebnis, auf dem "Mond" zu stehen: Die Mondfähre im Sonnenlicht vor einem schwarzen Himmel, die Landschaft voller tiefer Schatten, und die Erde ganz klein hoch über dem grossen Wagen stehend...
An diesem Stand baute ich ausserdem mein Vorurteil gegen Astronauten-Nahrung ab. Anders als ich erwartet hatte, ist diese zumindest bei der ESA nämlich nicht breiförmig, sondern fest und gar nicht mal so übel. Wer die Packung genau studiert, lernt ausserdem, dass die Nahrung aus Italien kommt, biologisch hergestellt wird und ohne Konservierungsstoffe ist.

Astronautennahrung. Links die russische Variante, rechts die europäische.
Wir waren auch an zwei Vorträgen: Erich von Däniken sprach darüber, in welcher Form Ausserirdische bei einem Besuch vor langer Zeit Botschaften an uns Erdenbewohner hinterlassen haben könnten. Er ist ein begnadeter Redner. Man kommt sich direkt blöd vor, hier hinzuschreiben, dass man doch noch nicht ganz überzeugt ist, so überzeugend war er.
Der andere Vortrag war hingegen vertrauteres Terrain: Die französische Cosplayerin Nikita stellte verschiedene Möglichkeiten vor, Stoff zu verzieren, wie z.B. besticken, bemalen oder bedrucken. Viele Methoden kannte ich zwar schon, aber ich habe sie bis jetzt noch nie für eines meiner Cosplays gebraucht. Durch den Vortrag wurde mir erst wieder bewusst, welcher Aufwand in kleinen Details eines Cosplays stecken. Meine Kostüme bisher sind ja eher simpel. Das Schönste an Nikitas Vortrag war, dass sie einige ihrer Arbeiten herumgab, so dass wir alle Details von Nahem bestaunen konnten.
Apropos Cosplay: Wir trafen natürlich auch Lukas wieder, und auch er legt sich jedes Jahr noch mehr ins Zeug. Diesmal war er als Khajiit Ri'saad unterwegs.


Auch dieses Jahr machten wir abseits des Messegeländes noch einige Fotos von unseren Kostümen:



Wir waren beide als Figuren aus "Westworld" unterwegs, ich als Roboter Dolores und Dominik als Techniker Sylvester. Da die Figuren in der Serie in ganz unterschiedlichen Settings vorkommen (Dolores meistens in der Prärie, Sylvester vorwiegend im Labor), suchten wir uns auch unterschiedliche Orte zum Fotografieren aus.


Und falls ihr euch fragt, was da auf Dominiks Button drauf ist: Es ist ein Malepaca!
Natürlich haben wir auch diesen Button an der Fantasy Basel gekauft...

Bis bald!
Eta Carina




Hallo zusammen

We're back from the future! This weekend we visited the Fantasy Basel again. The convention is now in its third year and by now it's grown too big to see and try everything in just two days. So I'm just going to write down what Dominik and I have done there.

Well, in the beginning we mainly walked around a lot and took a look. And as I said: There was much to discover: Like the Delorean from "back to the future". Or the two transformers. Or all the cosplayers in their wonderfully intricate costumes. And I especially liked the exhibition of the  science fiction museum "Maison d'Ailleurs": Besides paintings from John Howe and Benjamin Carré they had entire scenes from "Star Wars" and "Lord of the rings", rebuilt in Legos. With little deviations here and there...

And there was another museum: The Swiss Space Museum. Unfortunately, you can't visit the museum yet as it hasn't got a location yet, but they brought some interesting things to Basel: Like parts of a Sojuz rocket, that came down over Baikonur in 2016. Or a replica of a Mercury Capsule that was big enough for only one astronaut. Even more interesting than the size was the somewhat disney-esque writing on the outside of the capsule.

You could also witness the moon landing via VR. The animation was quite dated, but it was still a strangely fascinating experience to be standing on the "moon": Seeing the Lunar Module in the sunlight against the black sky, in a landscape full of deep shadows, with the small earth standing high above the Big Dipper...
And it was here that I overcame my concerns about space food: Different from what I expected, at least at the ESA it's not some mush but real solid food, and it tastes not that bad! On closer examination I also read that the food comes from Italy, is organic and free from preservatives.

We visited two lectures as well: Erich von Däniken spoke about possible ways in which aliens might have on a visit long ago left messages for us humans on earth. He's a brilliant speaker. I'm feeling downright stupid to write that I'm still not entirely convinced of his theories, that's how brilliant he is...
I was more familiar with the topic of the other lecture: French cosplayer Nikita explained different methods to bring a pattern onto a fabric, like embroidery, painting oder printing. And while I knew most of the techniques, it struck me that I had never used them for one of my cosplays so far. It made me again realize how much effort is put into little details of a cosplay. My costumes are rather simple in comparison. What I liked best about Nikitas lecture was that she passed some of her work around so we could see all those beautiful details close up.
Speaking of Cosplay: Of course Lukas was there again, and his costumes too get more and more complex every year. This time he played a Khajiit named Ri'saad.

Like last year we also took photographs of our cosplays away from the convention.

We were dressed as characters from "Westworld", me as the robot Dolores and Dominik as Sylvester, the technician. In the series, those characters are mostly seen in different locations (Dolores is usually in the prairie while Sylvester is almost always in the workshop). So we chose different photo locations for our costumes as well.

And if you wonder what's on Dominik's Button: It's a Malepaca!
Of course this one's too from the Fantasy Basel...

See you!
Eta Carina



Mittwoch, 26. April 2017

Dolores

Ihr Lieben

Die Fantasy Basel steht wieder vor der Tür und das bedeutet: Zeit für ein neues Cosplay.
Dieses Jahr gehe ich als Dolores.

Quelle: http://screenertv.com/television/westworld-alice-in-wonderland-dolores-goes-down-rabbit-hole/
Dolores ist ein Roboter. Sie lebt im Vergnügungspark "Westworld", wo Touristen hinkommen, um Wildwestabenteuer nachzuspielen. Und da man Roboter ja reparieren kann und Erinnerungen löschbar sind, ist es auch nicht verwerflich, wenn die Parkbesucher nicht gerade rücksichtsvoll mit den Robotern umgehen. Dolores sieht weiterhin das Gute in der Welt und tut keiner Fliege etwas zuleide. Zumindest zu Beginn...

Quelle: http://heavy.com/entertainment/2016/10/westworld-what-do-the-flies-mean-meaning-symbolize-significance-face-eyes-theories/

Das Kleid dieses Jahr war eine Herausforderung, denn im Gegensatz zu Princess Bubblegum und Susanne, die ja viel Spielraum für Interpretation lassen, hat Dolores das Aussehen einer bestimmten Schauspielerin (Evan Rachel Wood, der ich nicht ähnlich sehe) und es gibt viele hochauflösende Bilder, wo man bis aufs Unterhemd ganz genau sehen kann, wie der Stoff und der Schnitt und die ganzen Verzierungen auszusehen haben. Natürlich musste ich hier und da Kompromisse machen. Im Grossen und Ganzen glaube ich aber, dass ich mich recht gut ans "Original" gehalten habe.

Schnitt
Die Zeit des Wilden Westens ist das 19. Jahrhundert, und Dolores' Kleid ist in einigen Dingen typisch für die Mode zu der Zeit: Der Rock ist bodenlang und vor allem hinten weit, das Oberteil ist figurbetont, die Ärmelnähte sind nicht unten, sondern an den Seiten. Ich konnte darum meine Belle Epoque-Schnittmuster wieder hervorholen, musste aber natürlich auch einige Dinge ändern.
So ist der Rock hinten in regelmässigen Abständen gefaltet statt nur gerüscht. Das Oberteil wird vorne durch Knöpfe geschlossen statt am Rücken mit Haken und Ösen. Es dauerte ein Weilchen, bis ich das Schnittmuster gut angepasst hatte! Ich denke aber, jetzt sitzt es gut. Auch dank vielen versteckten Druckknöpfen...





Borte
Das Schönste an Dolores' Kleid finde ich die Verzierungen an Ärmeln und Ausschnitt. Bei näherem Hinsehen ist die Borte gepunktet. Da ein Polkadot-Print aber zu modern ausgesehen hätte, bestickte ich ein Baumwollstück von Hand. Danach musste ich den Stoff falten und annähen.
Ganz innen verläuft ein Samtband. Ich fand kein Band in der richtigen Farbe, weshalb ich ein hellblaues Band mit verdünnter Textilfarbe einpinselte. Ich bin nicht sicher, wie lange das hält, aber so sieht die Farbe weniger künstlich aus.










Das Samtband normal (links) und eingefärbt (rechts)



Knöpfe
Auf der Vorderseite habe ich normale Knopflöcher genäht. Bei den Ärmeln liegen die Knöpfe jedoch neben dem Stoffrand. Darum nähte ich dort einen Wollfaden an den Stoffrand und häkelte Schlaufen, wo die Knöpfe durchgehen.

Quelle: http://www.businessinsider.com/westworld-season-2-date-2016-12
Knopf annähen

Schlaufe häkeln

Schlaufe annähen

Zwischen den einzelnen Schlaufen ist der Wollfaden einfach mit Vorstichen angenäht.


Gürtel
Dolores hat einen sehr auffälligen Gürtel mit einem geprägten Blütenmuster und einer metallenen Schnalle. Westerngürtel mit ähnlichem Muster findet man viele, aber sie werden natürlich eher um die Hüfte getragen als um die Taille und haben andere Schnallen. Ausserdem sind schöne Gürtel nicht gerade billig! Glücklicherweise bin ich aber nicht die erste in meiner Familie, die sich gerne anzieht wie in früheren Zeiten. Ja, während ich mich gerne an Mittelaltermärkten und Conventions herumtreibe, bevorzugte mein Onkel Cowboystiefel und -Hüte. Und glücklicherweise hatte ich noch einen Gürtel von ihm. Zuerst dachte ich, ich könne ihn nicht gebrauchen, da er einen ganz anderen Verschluss hat als Dolores' Gürtel. Nach einigem Zögern machte ich aber einfach ein Loch in den Gürtel und zog eine rein dekorative Gürtelschnalle von Prym ein. Der eigentliche Verschluss ist jetzt am Rücken.
Nun war der Gürtel aber immer noch zu gross für meine Taille. Weil der Verschluss etwas speziell ist, konnte ich nicht einfach zusätzliche Löcher stanzen, sondern musste den Verschluss versetzen. Hier hatte ich Hilfe von Peregrinas, die mir erklärten, was ich für die Lederbearbeitung brauche: Sattlergarn und eine Ahle. Also nahm ich den Verschluss ab und nähte ihn weiter hinten wieder an.
Es bereitete mir schon einige Gewissensbisse, einfach den schönen alten Gürtel für ein Kostüm derart abzuändern. Aber schliesslich war die Gelegenheit zu gut, um sie nicht zu nutzen.

Der eigentliche Verschluss (am Rücken)

Die rein dekorative Schnalle

Verschluss anleimen

Löcher stanzen

Verschluss angenäht

2. Durchgang

Der angenähte Verschluss


Das Kleid steht also. Nun wäre ein Unterrock noch toll und auch Dominiks Cosplay ist noch nicht ganz fertig. Die grösste Herausforderung aber wird sein, aus dunkeläugig und braunhaarig blond und  blauäugig zu machen. Die Perücke, die ich gekauft habe, sieht schonmal grossartig aus... Zu grossartig: Niemand, der in der Prärie lebt, kann so volle und glänzende Haare haben! Ihr seht ja dann, wie es herauskommt...

Alles Liebe
Eta Carina



Hello my dears

This weekend is Fantasy Basel again! This means: high time for a new cosplay!
This year I will be going as Dolores. Dolores is a robot. She lives in the theme park "Westworld", where tourists go to take part in wild west adventures. And since robots can be repared and memories can be erased it's no problem when the visitors treat the robots in a more than careless manner, right? Dolores continues to see only the good in the world and can't hurt a fly. At least in the beginning...

This year's cosplay was a challenge because unlike Princess Bubblegum and Susan, who leave a lot of room for interpretation, the character of Dolores is connected with look of the actress playing her (Evan Rachel Wood, and no, I don't look anything like her). And of course there are many pictures where you can see exactly what the dress is supposed to look like, every seam and decoration, from the top to the undershirt... Of course I had to make compromises here and there. But all in all I think I managed to stay faithful to the "original".

Pattern
The "wild west" takes place in the 19th century and Dolores' dress is in many aspects typical for this periods fashion: The skirt has floor lenght and is wide especially at the back, the top is fitted and the sleeve seams are on the sides. That's why I could re-use my Belle Epoque pattern, although I had to make some changes of course.
The skirt for example isn't just gathered but folded in regular intervals. The blouse is closed at the front by buttons instead of at the back with hooks and eyes. It took me a while to adjust the pattern, but I think it fits well now. With the help of lots of press-buttons...

Border
I think the most beautiful detail of Dolores' dress are the laces on the sleeves and neckline. The folded border is dotted. Of course a polka dot print would have been too modern, so I embroidered a piece of fabric by hand. Then I had to fold and attach the border. There's also a velvet ribbon. I didn't find one in the right colour, so I bought a babyblue ribbon and painted diluted textile paint on it so it would look more natural. I hope it will stay on.

Buttons
On the front side I sewed regular buttonholes with the machine. But at the sleeves, the buttons are supposed to be next to the edge. So I attached a wool thread at the edges and crocheted loops for the buttons.

Belt
Dolores wears a eye-catching belt with a embossed floral pattern and a metal buckle. I found many western style belts with similar floral patterns, but they are worn on the hips rather than around the waist. The buckles look different too. And of course good belts are expensive! But luckily I'm not the first of our family to enjoy dressing up in old fashioned garments. Because while I like to hang around at conventions and medieval fairs my uncle used to prefer cowboy hats and -boots. And luckily again, I still had one of his belts. First I didn't think I could use it because the fastening looks completely different than what I needed. But after some hesitation I just added a purely decorative buckle from Prym. The real fastening is at the back now.
But the belt was still too wide for my waist. I couldn't just make additional holes into the belt because  of the peculiar fastening mechanic. So I had to detach one part of the belt and sew it on again at a different place. I had never sewn leather before. Thankfully, Peregrinas helped me out here as they explained what materials I would have to use: waxed thread and an awl.
I did feel a bit uneasy about changing that old belt so much for a costume. But then, I feel like it would have been a pity not to use it.

So, the dress is ready. An underskirt would be nice if time allows it but Dominiks cosplay isn't all done yet either. But I think the biggest difficulty will be to change my brown hair and dark eyes into blonde hair and blue eyes. I already have a wig and it looks great. Too great... Because no one living in the prairie could have such full shiny hair! Well, you'll see how it will turn out soon...

Love
Eta Carina