Dienstag, 30. September 2014

Schablonendruck mit Wappen

Ihr Lieben

Heute möchte ich euch eine weitere Möglichkeit zeigen, wie man Stoff bedrucken kann: Den Schablonendruck. Ich zeige euch diese Drucktechnik anhand einiger Wappen, die ich für den Mittelaltermarkt zu Luzern nähe. (ich helfe, den Markt zu organisieren). Wir suchten nach einer Möglichkeit, den Markt zusätzlich zu dekorieren. Da hatten wir die Idee, dass jedes Vereinsmitglied herausfinden sollte, wie sein oder ihr Familienwappen aussieht. Diese Wappen hängen wir dann auf. Ich find's toll, dann können wir am Markt alle herumstolzieren, uns wie die Mitglieder von alten und einflussreichen Familen fühlen und Intrigen gegeneinander spinnen ;-) Das Wappen, das ich hier drucke, ist übrigens meines. Glaube ich zumindest. Mehr dazu am Ende des Textes.

Zur Technik:
Wie beim Siebdruck handelt es sich dabei um ein Durchdruck-Verfahren. Das heisst: Gedruckt wird, wo die Farbe durchkann, wo es also "Löcher" in der Schablone hat. Als Schablone nehmt ihr am einfachsten Klebefolie, es gehen aber auch dickere Papiere oder normale Folien, die man mit einem Sprühkleber auf dem Stoff fixiert.
Auf diese Weise lassen sich schnell grössere Flächen mit kräftigen Farben bedrucken (verglichen z.B. mit Stempeldruck). Allerdings kann man die Klebfolien nur wenige Male benutzen, da sie bei jedem Mal weniger gut halten (die Schilfrohrfolie habe ich zweimal verwendet, zuvor musste ich sie aber schon mehrmals wieder wegnehmen, bis sie gut platziert war. Die Farbe ist bereits an einigen Stellen durchgesickert).
Ja, das mit dem Durchsickern konnte ich bis jetzt noch nicht ganz verhindern. Da man die Motive zuschneiden muss und die Folie beim Abziehen leicht verklebt, sind auch allzu komplizierte Muster schwierig.

Und so geht's:
Das Motiv wird zuerst mit wasserfestem Filzstift oder Kugelschreiber auf die Folie gezeichnet. Wenn ihr Buchstaben habt, denkt daran, auf der Folienseite, nicht auf der Papierseite, zu zeichnen, sonst wird das Bild seitenverkehrt! Weil mein Motiv recht gross war, musste ich sehr nahe an den Rand. Praktischer ist aber, wenn ihr bei eurer Folie ca. 5 cm Rand lasst. So könnt ihr sie leichter lösen und ihr druckt auch weniger schnell über den Rand hinaus.



Schneidet das Motiv aus. Nehmt nun die Folie vom Papier und klebt sie auf den Stoff. Ihr könnt den Stoff mit Klebband am Tisch oder Boden festkleben, damit sich weniger Falten bilden. An Stellen, wo das Motiv nah am Folienrand ist, solltet ihr zusätzlich noch Klebeband auf den Stoff kleben, damit ihr nicht aus Versehen auf den ungeschützten Stoff druckt. Auch Stellen, wo die Folie gerissen ist oder ihr zu weit geschnitten habt, könnt ihr so retten. Drückt die Folie überall gut fest, damit die Farbe nirgends ungewollt durchfliessen kann.


 
Zum Drucken habe ich Textilfarbe verwendet. Diese gibt es "normal" oder als Deckfarbe, wenn ihr auf dunklen Stoff drucken wollt. Die Farbe wird mit einem Schwamm trocken aufgetupft. Das Bild wird gleichmässiger, wenn ihr wenig Farbe nehmt und dafür mehrmals darübergeht. Stellen, die in einer anderen Farbe gedruckt werden, kann man ebenfalls mit Klebband abdecken (wie bei mir beim Übergang zwischen Stengel und Blüte bzw. bei den Blättern).






Die Farbe muss nach dem Trocknen noch durch Bügeln fixiert werden.

Die Wappen, die ich bis jetzt fertig genäht habe.
"Kannst du den Löwen nicht ein bisschen… du weisst schon… böser machen?"

Zum Wappen selbst:
Wappen sind eine komplizierte Angelegenheit. Oft ist es gar nicht so einfach, herauszufinden, wie das eigene Familienwappen aussieht, weil es entweder gar keines, oder gleich mehrere gibt. Mir ging es genau gleich, bis "mein" Wappen in einer Kiste voll Zeugs, das meinem Grossonkel gehört hatte, auftauchte. Dieser war nämlich mit dem bisherigen Familienwappen gar nicht zufrieden. Was eine Schande ist, denn ich find es eigentlich viel origineller:


Was es wohl darstellen soll? Die Schaufel war schon dort vorhanden. Sind wir eine Familie von Totengräbern? Dafür sind die Kleider dann aber vielleicht doch zu schick. Oder Schatzsucher? Ich bin sicher, die Wahrheit ist wie so oft viel uninteressanter. Wie auch immer, besagter Onkel fand das Männlein wohl zu wenig repräsentativ und wünschte sich eine, wie es in einem Brief heisst, "etwas heraldischere Darstellung". Diese erstellte die Wappenkommission dann auch, nämlich die gezeigten Schilfrohre. Aus dem Brief geht allerdings nicht hervor, ob diese Änderungen auch die Geschwister (und deren Nachkommen, also auch mich) betrifft. Und darum erlaube ich mir, beide Wappen ganz beliebig zu verwenden. Ich hoffe, das wird meine Nachkommen dereinst nicht all zu sehr verwirren.



My dear readers

Today I'd like to show you another possibility to print on fabrics: The stencil print.
Im going to introduce this method by some coats of arms which I'm sewing for the Mittelaltermarkt zu Luzern. (I help organizing the market). We were looking for a possibility to decorate the market and came up with the idea to use the crests of the members of the organising committee for that purpose.
I really like that, now we can all prance around the market, feeling like members of some old and important family and planning intrigues ;-) The emblem in my example is that of my own family. Or at least I think so. Read more about this at the end of this post to find out what I mean.

About the method:
Like with screen printing there are areas where the ink can get through ("holes" in the stencil) and areas where it can't. The easiest material to make a stencil is adhesive foil. But you can also use thicker papers or normal plastic sheets. These can be affixed to the fabric via an adhesive spray.
With this technique you can quickly print bigger surfaces in bold colours (compared to stamp printing for example. The downside is you can only use a foil very few times, as it will stick to the fabric less and less (I used the foil for the reed two times, plus the extra times I needed to place it properly, and the colour already seeps through). Seeping is a general issue here, at least for me. As you have to cut out the motifs and the foil gets tangled up very quickly, very complicated patterns are difficult to print.

And that's how it works:
Draw your motif with a waterproof pen. If you want to use letters, see that you draw on the gleamy side of the adhesive foil, otherwise the letters will be inverted! My image was quite large, so I had to draw at the corners of the foil. But it is way easier when you leave an edge of about 5 cm. Like that you can peel off the foil more easily and you won't print over the edge.

Now cut out the image, remove the plastic and stick it onto the fabric. You can also tape the fabric to your table or floor so it won't crease. When the motif is very near the edge, add tape there too. You can also mend cracks with the help of tape. Make sure the foil is very well pressed on so no ink can seep through.

I used fabric paint for printing. Make sure to use highly pigmented paint if you want to print on darker fabric. Dab the paint through the stencil with a dry sponge. You will get a more even look by applying several thin layers instead of only one thick layer. Areas in different colours can first be covered with tape (like I did between the stem and the blossom or at the leafs).

After drying the ink needs to be affixed by ironing.

About my coat of arms:
Heraldry is a complex thing. It's often difficult to find out your family's coat of arms because there are either none or too many. It was the same in my case until "my" emblem showed up in a cardboard box filled with my great-uncles' stuff. As it turned out, this uncle hadn't been happy with our former coat of arms. Which is a pity, because I find that one much fancier: A man with a shovel and a yellow top hat. I wonder what he's supposed to be. A gravedigger? Rather not with those fine clothes. Or is he hunting for treasures? I'm sure the truth would be quite disappointing. However, said uncle didn't seem to find the little man representative enough and wished for, as it says in a letter, "a more heraldic design". So the heraldic commission proposed this new, old looking design with the reed. But the letter gives no hint if this change applies for his siblings and their descendants (like me) as well. So I allow myself to freely use whichever version I think suits best. I hope this won't confuse my descendants all too much.




Mittwoch, 24. September 2014

Einfacher Rüschenrock

Guten Abend

Manchmal wünschte ich, ich würde meine selbst gemachten Kleider mehr anziehen, weiss aber nicht so recht, wie ich sie im Alltag kombinieren soll, weil sie z.B. ohne Petticoat einfach seltsam aussehen. Deshalb habe ich versucht, einen Rock zu machen, der zwar, ganz wie ich es mag, viele Rüschen und Blümchen hat, aber trotzdem etwas zurückhaltender ist. Er ist einiges kürzer als meine anderen Rüschenröcke und bauscht sich auch ohne Unterrock recht ordentlich.
Aufgebaut ist er wie ein Petticoat: Er besteht aus drei Bahnen, wobei jede Bahn doppelt so lange ist wie die vorhergehende. Durch Zusammenrüschen bringt man sie dann auf die passende Weite, um sie aneinander zu nähen. Die erste Bahn ist so breit wie der Stoff selber, also ca. 130 cm, die zweite Bahn besteht aus zwei aneinander genähten Stoffstücken und ist darum 260 cm breit. Und die unterste Bahn, die aus vier Stücken besteht, ist nochmals doppelt so breit, also 520 cm. Durch einen Tunnel in der obersten Bahn habe ich dann am Schluss drei Gummibänder durchgezogen, die meinem Taillenumfang entsprachen. Ich habe die drei Bahnen unterschiedlich hoch gemacht, weil ich zu wenig Stoff hatte, ich meine natürlich, aus ästhetischen Gründen!
Ich bin recht zufrieden, aber auch dieser Rock ist nicht ganz einfach zu kombinieren: Zu lange T-Shirts rollen sich entweder auf oder erdrücken die Rüschen. Ausserdem merke ich erst jetzt, dass ich sehr wenige andere blaue, pinke oder weisse Kleider habe. >_< Aber die Kombination im mittleren Foto gefällt mir gut.





Aber das Beste ist: Durch die vielen Rüschen steht der Rock von selber, was ziemlich schräg aussieht. Ich fürchte aber, dass sich das nach dem ersten Waschen erledigt haben wird.

Gute Nacht
Eta Carina



Good evening to you

Sometimes I wish I would wear my selfmade clothes more often, but then I don't really know how to combine them with my everyday clothes, because they look strange without a petticoat for example. That's why I tried to make a skirt that is still all ruffly and flowery, but a little bit more toned down. It is quite shorter than my other skirts and flares out nicely without an underskirt.
It is built up like an A-line petticoat: It consists of three tiers. Every tier is twice as wide as the one above. They are gathered so they can be sewn together. The first tier is as wide as the fabric itself, ca. 130 cm. The second tier is made of two pieces of fabric, that's why it's 260 cm wide. The last tier, consisting of four pieces and again twice as wide, measures 520 cm. Finally, I pushed three elastic bands in the size of my waist through a tunnel in the upper tier. The tiers have different heights because I ran out of fabric, I mean, because of aesthetical reasons!
I'm quite happy how it turned out, but combining this skirt still isn't that easy. T-Shirts that are too long either roll up or flatten the ruffles. And I notice only now that I don't own many blue, pink or white clothes that could go with it.  >_< But I like the combination on the second photo.
But what I like best is that, because of the many ruffles it stands on itself, which looks pretty creepy.
It's a pity that this will probably stop after the first washing.

And now good night
Eta Carina



Freitag, 19. September 2014

Modeschau Museumsnacht St. Gallen

Hallo!

Vor zwei Wochen hatte ich die einmalige Gelegenheit, mein Blattgold-Kleid über einen Laufsteg zu führen! Wie kommt's? Es war Museumsnacht in St. Gallen und das Textilmuseum hatte die Schweizer Lolitas angefragt, ob wir unseren Modestil gerne an einer Modeschau präsentieren würden, passend zu ihrer aktuellen Ausstellung "Kirschblüte und Edelweiss". Sie hatten sich wohl noch lebhaft daran erinnert, wie wir das Museum 2013 besuchten, schliesslich sind wir nicht ganz unauffällig ;-)
Zuerst war ich etwas enttäuscht, dass ich keine Zeit hatte, ein neues Outfit zusammenzustellen. Aber am Schluss war das ganz egal, es war eine wunderbare Erfahrung. Es gab zwei Durchgänge, bei denen wir die verschiedenen Substile von Gothic über Klassik bis Kodona zeigten, charmant moderiert von Aya und Lea. Vor allem die spätere Aufführung war sehr gut besucht. Am Ende war ich richtig müde, aber glücklich.

Fotograf: Dominik Taisch (Ausschnitt)

Zwischen den Aufführungen hatte ich auch die Gelegenheit, mir die Ausstellung selbst genauer anzuschauen. Sie zeigt, auf wie viele verschiedene Arten sich Japan und die Schweiz in den letzten 150 Jahren gegenseitig beeinflussten und Wissen, Güter aber auch Vorstellungen über das jeweilige Land austauschten. So exportierte z.B. St. Gallen nach Japan viel biederere Muster, als in der Schweiz tatsächlich zu der Zeit angesagt waren, weil sie dachten, das würde dem Geschmack und der Vorstellung der japanischen Kundschaft eher entsprechen. Umgekehrt war in Japan das Herstellen möglichst volkstümlicher Handwerksarbeit für das Ausland eine einträgliche Einnahmequelle.

Aus neuerer Zeit waren Fotos von Shoichi Aoki zu sehen, welche die Mode im Harajuku-Viertel in Tokio zeigen, aus der ja unter anderem auch die Lolita-Mode hervorgegangen ist.

Foto: Textilmuseum
Gleich daneben hing eine kleine Auswahl der Fotoserie "Portraits de Lolitas: Princesses Modernes" von Natalia Mansano. Hier wurden Lolitas aus der Westschweiz portraitiert.
Mehr Informationen dazu findet ihr auf dem Blog von Pyl, die auch an dem Projekt mitgearbeitet hat:
http://unlapindanslethe.blogspot.ch/2014/05/portraits-de-lolitas-princesses-modernes.html

Am Beeindruckendsten fand ich aber die Katagami-Schablonen. Katagami, so lernte ich an diesem Abend, ist eine Stoff-Drucktechnik, bei der eine farbabweisende Masse durch Schablonen hindurchgepinselt wird. Wenn man den Stoff anschliessend färbt, bleiben die bedruckten Stellen ausgespart. Für die Schablonen verwendet man verleimtes Papier, aus dem dann Ornamente, Pflanzen oder Tiere ausgestanzt werden. Das Spezielle daran ist die unglaubliche Feinheit der Schablonen. Manche sind so fein, dass sie mit Hilfe von Seidenfäden stabilisiert werden müssen! Diese Papierschablonen sind im Grunde faszinierender als die Stoffe, die damit bedruckt wurden und waren deshalb begehrte Souvenirs.

Foto: japanesetextileworkshops.blogspot.ch
So viele neue Eindrücke!
Bis bald
Eta Carina



Hi there

Two weeks ago I had the unique chance to walk on a catwalk in my Leafgold-dress! How did it happen? It was Museum Night in St. Gallen, which is when all the museums stay open until late at night. The Textilmuseum had asked the swiss Lolitas if we wanted to present our dressing style at a fashion show, as it fitted nicely with their current exhibition "Kirschblüte und Edelweiss". I guess they could still remember us lively from where we visited the museum in 2013 :-)
First I was a little bit disappointed that I didn't have the time to create a new outfit. But in the end it really didn't matter. It was a great experience. There where two runs, where we presented the different substyles from gothic over classic to kodona, charmingly moderated by Aya and Lea. Especially the later run was very well attended. At the end I was really tired but very happy.

Between the shows I had time to visit the exhibition. It shows the different ways in which Japan and Switzerland influenced each other over the last 150 years and exchanged knowledge, goods and also ideas about their countries. For example St. Gallen exported patterns to Japan that where much more conventional and traditional than the ones they sold in Switzerland. They hoped this would correspond more with the expectations of the customers there. On the other hand, producing "really traditional" handicraft for abroad was a lucrative business in Japan.

As a more contemporary example they showed Shoichi Aoki's street snaps from the Harajuku area in Tokio. It was there that Lolita fashion is said to be born.
Next to Aokis photographs was a small choice from the photo serie "Portraits de Lolitas: Princesses Modernes" of Natalia Mansano. She portrayed Lolitas from the french-speaking part of switzerland.
You can read more about it on Pyl's blog, as she was also part of the project:
http://unlapindanslethe.blogspot.ch/2014/05/portraits-de-lolitas-princesses-modernes.html

But what probably was most impressive to me where the Katagami stencils. Katagami, as I learnt that night, is a textile printing technique. A dye-repellent paste is brushed through those stencils. When the fabric is dyed later, the places where you printed on stay white. The stencils are made of glued-together paper from which ornaments, plants or animals are carved out. What makes these stencils so special is their fragility. Some of them are so delicate that they have to be stabilized by silk threads! Those stencils are somehow more fascinating than the fabrics that they are used for, which made them popular souvenirs.

So many new impressions!
See you
Eta Carina


Montag, 1. September 2014

Pixel sticken

Ihr Lieben

Vor wenigen Wochen habe ich an einem neuen Ort zu arbeiten begonnen, deshalb komme ich im Moment nur zu Kleinigkeiten. Wie zum Beispiel einem selbstgemachten Nadelkissen. Man nehme ca. 10 x 10 cm speziellen Stoff zum Sticken ("der mit den grossen regelmässigen Löchern drin"), ein altes Videospiel als Vorlage und sticke die einzelnen Pixel mit Kreuzstich. Danach mit einem zweiten Stoffstück an drei Seiten zunähen, mit Stopfwatte füllen und von Hand zunähen. Et voilà! Ich wünschte nur, ich hätte im Moment Geduld gehabt, Link aus "Legend of Zelda" zu sticken statt "Space Invaders". Aber das wird ja vielleicht auch noch.

Bis dahin wünsche ich einen schönen September
Eta Carina

P.S.: Bitte entschuldigt die schlechten Fotos, ich hatte nur mein Handy bei mir.






Pixel-Embroidery

Hello my dears

A few weeks ago I started working at a new place, that's why I'm only doing smaller projects at the moment. Like a selfmade pin cushion. All you need is a special fabric for embroidery ("the one with the big regular holes" and an old video game as a model. Cross-stitch the pixels onto the fabric, then take a second piece of fabric and sew it together on three sides. Fill it with cotton wool and close the cushion manually. Et voilà! I only wish I had had enough patience to do Link of "the Legend of Zelda" instead of "Space Invaders". But maybe I'll get to it in time.

Until then I wish you all a nice september
Eta Carina

P.S.: Please forgive me my crappy photos, I had only my mobile phone with me.


Mittwoch, 20. August 2014

Secondhand aus Stockholm

Hallo zusammen
So, zurück aus den Ferien! Diesen Sommer waren wir in Schweden. Zwei Wochen waren wir zu Fuss und mit Zelt unterwegs. Das war sehr eindrücklich. Weil es aber etwas gar weit entfernt ist von den eigentlichen (zugegeben auch schon sehr weitläufigen) Themen dieses Blogs, schreibe ich zu diesem Teil der Reise gar nichts Weiteres sondern belasse es bei einem Bild:

Gegen Ferienende waren wir noch eine Woche in Stockholm. Mehrstöckige Häuser! Menschenmassen! Restaurants! Shops! Krimskrams! Nach einer gewissen Umstellungszeit (die einen Gaskocher und eine Bushaltestelle beinhaltete) erfreuten wir uns wieder an den Annehmlichkeiten der Zivilisation und gingen auf Einkaufsbummel. Wir waren vor allem auf der Insel Södermalm (im Süden Stockholms) unterwegs. In dieser Gegend hat es sehr viele Läden für Kleider, die Vintage sind oder zumindest so aussehen. Da ich mir aber komisch vorkomme, wenn ich Läden empfehle, in denen ich gar nichts gekauft habe, zeige ich euch einfach meine Funde, die ich daheim gleich anziehen und fotografieren musste und sage euch, wo ich sie her habe.



Den Taillen-Gürtel habe ich von "Modern Retro", einem Laden in der Wollmar Yxkullsgatan 9.
http://wp.modernretro.net
Das Sommerkleid stammt von "Beyond Retro" in der Brännkyrkagatan 82 (ob es Zufall ist, dass die beiden Läden so ähnliche Namen haben?) Dieser Laden überforderte mich komplett, denn wir kamen 15 Minuten vor Ladenschluss dort an und er war riesig! (Tatsächlich handelt es sich bei "Beyond Retro" um eine ganze Ladenkette, die ihren Ursprung in London hatte, wie ich später herausfand) Man hätte sich stundenlang durch all diese Kleider wühlen können. So gesehen habe ich dieses Kleid schon eher auf's Geratewohl ausgewählt. Aber ich mag es sehr, vor allem den Ausschnitt und die Schnürung am Rücken.
http://www.beyondretro.com/en/help/stores#sweden

Zum Schluss: Andere tolle Dinge in Stockholm:
Der Science Fiction Buchladen in Gamla Stan. Ein riesiger Laden, nur für Dinge rund um Science Fiction und Fantasy! Sie schienen alles zu haben: Klassiker, Comics, Filme, Brettspiele, Sekundärliteratur, Merchandise, S/F-Bastelbücher. Wir kauften Einhorn-Fleisch für einen Freund.
https://www.sfbok.se/div/english.asp
Eine Ausstellung über die Geschichte der Videospiele, wo man alle Ausstellungsstücke spielen konnte! Ich war super in "Space Wars", aber total chancenlos in "Street Fighter".
http://www.tekniskamuseet.se/1/5177.html

Ich hoffe, ihr hattet oder habt ebenfalls schöne Ferien
Alles Gute
Eta Carina




Hello there
I'm back from the holidays! This summer we were in Sweden. We went hiking in the Fjäll for two weeks. It was very impressive but as it is a little bit off-topic I won't write much more about it but just show you a picture instead.

Towards the end we stayed in Stockholm for a week. Multistoreyed houses! Masses of people! Restaurants! Shops! Bits and pieces! After a certain time of acclimatisation (which included a camping stove and a bus stop) we enjoyed the comforts of civilisation again. Like shopping! We mainly stayed on the island Södermalm in the southern part of Stockholm. There you can find many shops that sell vintage (looking) clothes. I feel strange recommending stores where I didn't actually buy anything, so I thought I just show you the things I purchased and where I found them.

The waist is from "Modern Retro", in Wollmar Yxkullsgatan 9.
http://wp.modernretro.net
I got the summer dress from "Beyond Retro" in Brännkyrkagatan 82 (Is it only by chance that those shops have such similar names?) I was completely helpless when I entered this store because it was 15 minutes before closing and the store was so huge! (I later found out that "Beyond Retro" is actually a chain store with origins in London) I could have stayed there for hours. So my final pick was actually quite random, but I like it a lot, especially because of the neckline.
http://www.beyondretro.com/en/help/stores#sweden

Finally: Other great things we found in Stockholm:
The Science Fiction Bookstore in Gamla Stan. Such a big store, only for science fiction and fantasy based things! It seemed to have everything: classics, comics, films, board games, secondary literature, merchandise, S/F-based crafting books (most them in English, luckily). We bought unicorn meat for a friend.
https://www.sfbok.se/div/english.asp
An exhibition about the history of video games, where you could, well, play all the video games! I totally defeated my boyfriend in "Space Wars", but didn't have a chance in "Street Fighter".
http://www.tekniskamuseet.se/1/5177.html

I hope you had or have nice holidays as well
All the best
Eta Carina

Dienstag, 8. Juli 2014

Spätmittelalterliches Kleid, Teil 2

Endlich ist das Spätmittelalterkleid fertig! Nach der ersten Anprobe habe ich die Einzelteile wieder komplett auseinandergenommen und neu zusammengesetzt. Eine kleine Änderung gab es: Beim Heften hatte ich alle Oberteile separat gefüttert und an die Rockteile genäht. Dadurch sah man die Nahtzugabe an der Innenseite des Rückens. Diesmal nähte ich erst alle Einzelstücke des Oberteils zusammen und wendete sie, und nähte erst am Schluss das komplette Oberteil an den Rock, damit innen nur eine saubere Naht zu sehen ist (auf dem zweiten Bild erkennt man es gut).




Der Ausschnitt ist von Hand versäubert.

Zum Kleid gehört auch ein Unterkleid. Im Gegensatz zum Oberkleid ist es nicht figurbetont, sondern ziemlich sackartig, mit nur zwei kleinen Keilen für einen grösseren Saumumfang. Dadurch kann man das Unterkleid schnell und bequem an- und ausziehen, ohne lang an irgendwelchen Schnürungen herumfummeln zu müssen. Damit es trotzdem sitzt, hat es auf Taillenhöhe aber zwei Bändel, um es im Rücken zusammenzubinden.
Auf vielen Malereien sieht man, wie solche Kleider mit angesteckten Ärmeln getragen werden. Da der Sommer aber vor der Tür steht und das auch nicht so gewünscht wurde, habe ich auf Ärmel verzichtet.

Die Einzelteile des Unterkleids




Und das ist das Kleid bei seiner neuen Besitzerin. Ich bin glücklich, dass es ziemlich gut sitzt.
Alles Gute und angenehme Temperaturen!
Eta Carina




I finally completed the late medieval dress. After the first try-on I completely dissassembled the pieces and sewed them together again properly. I made a change: The first time I had lined every single part of the top separately and sewed them right to the skirt parts. Like this the inlay was visible at the inside of the back. Now I joined all the top pieces first, turned them over and attached them to the skirt in the end. It looks more neat like that (see second picture).

There's also an underdress. Unlike the upperdress, which is rather body-hugging, it looks quite baggy, with only two small wedges to make the dress wider at the bottom. Like that you can get in and out of the dress easily without having to fumble around with any lacing. But it has two ribbons at the waist so you can bind it at the back.
On many paintings such dresses are worn with detachable sleeves. But with summer at our doorsteps I left them out.

On the last picture you can see the dress with its new owner. I'm quite happy about how it fits.
All the best and pleasant temperatures to you!
Eta Carina





Freitag, 27. Juni 2014

Siebdruck mit Bilderrahmen

Wie könnte man eigentlich Stoff selbst bedrucken? Eine Möglichkeit, die ich schon ausprobiert hatte, waren Stempel, aber diese Methode ist weniger für Kleider sondern eher für kleinere Dinge geeignet (obwohl ich noch überhaupt gar nichts aus diesen Stoffen gemacht habe. Schande über mich). Im Buch "Stoffe entwerfen und bedrucken" von Laurie Wisbrun las ich, wie man kleine Bilderrahmen zu Siebdruckrahmen umfunktionieren kann, indem man durchlässigen Stoff darüberspannt. Da der Stoff dünn ist, kann man Farbe durch den Stoff durchdrucken. Die Stellen, die weiss bleiben sollen, müssen abgedeckt werden. Im Buch wird vorgeschlagen, dass man Formen aus Klebefolie ausschneidet und auf die Rahmen klebt, wo kein Loch in der Folie ist, da kommt auch die Farbe nicht durch. "Schön und gut", dachte ich, "aber was ist, wenn man etwas aufwändigere Bilder, sagen wir mal von Jugendstilbalkonen drucken will?"
Deshalb habe ich, statt den Stoff abzukleben, mit Acrylfarbe draufgemalt. Nachdem das Acryl getrocknet ist, ist es wasserfest und hält auch recht viel aus. Dafür kann man den Rahmen später leider nicht mehr für ein zweites Motiv brauchen, ausser man nimmt den ganzen Stoff wieder weg vom Rahmen. Mich persönlich stört das überhaupt nicht, da Rahmen in Brockis günstig sind und sie auch als Objekte selber hübsch anzuschauen sind.
Als ich anfing, mit den Bilderrahmen zu drucken, dachte ich, ich könne diesen Post "easy-peasy Siebdruck" oder etwas in der Art nennen. Dem ist aber nicht so! Es ist eine zeitaufwändige Methode, und ich brauchte mehrere Anläufe, bis alles funktionierte (Deshalb sind auf den Bildern auch verschiedene Rahmen und Motive zu sehen, lasst euch davon bitte nicht verwirren). Und natürlich kommt die Qualität auch nicht ganz an "echtes" Siebdrucken (D.h. spezielle Rahmen und lichtempfindliche Schutzschicht) heran. Auch eignet sie sich nicht für grosse Motive. Aber trotzdem ist es eine sehr preiswerte Möglichkeit, feine Stoffmuster zu drucken. Hier also eine Anleitung:

Material

  • Holz-Bilderrahmen ca. A5-A6
  • Vorhangstoff
  • Tacker
  • Hammer
  • Bildvorlage
  • Acrylfarbe
  • Pinsel dünn und dick
  • Karton
  • Textilfarbe
  • XXL-Radierer ("Rakel")
  • Stoff zum Bedrucken

1. Stoff suchen
Im Idealfall wäre der Stoff so fein, dass man leicht hindurchdrucken kann, aber so dicht gewebt, dass man problemlos darauf malen kann. Das scheint mit Alltagsmaterialien leider nicht möglich zu sein. Futtertaft ging z.B. gut zum Malen, war aber schon zu undurchlässig. Darum müssen wir halt beim Malen in den sauren Apfel beissen und in zwei Schichten arbeiten, weil die Farbe beim ersten Mal noch nicht genug deckt. Am günstigsten und einfachsten ist es, einen Vorhang im Brockenhaus zu kaufen (natürlich "der zum Durchgucken", nicht "der zum Zimmer abdunkeln"). Am besten druckt ihr testweise etwas Farbe hindurch (nicht wie ich, die einfach mal losgemalt hat, bis sie gemerkt hat, dass der Taft ja gar nicht funktioniert. Ziemlich viel Aufwand für einen Materialtest…)

2. Rahmen bespannen
Auch die Bilderrahmen fand ich im Brocki. Da der Vorhangstoff angetackert wird, sollten sie aus Holz sein. Nehmt den Rahmen auseinander und legt ihn auf den Stoff, die flache Seite nach unten. Schneidet den Stoff so zu, dass an jeder Seite noch ca. 7-10 cm übersteht (Im Bild ist es also eigentlich zu wenig). Ihr braucht so viel Stoff, damit ihr ihn gut festhalten und anspannen könnt. Klappt den Stoff über den Rahmen und tackert ihn fest, geht dann weiter zu der gegenüberliegenden Seite, bis der Stoff gleichmässig an allen Ecken festgemacht ist. Danach könnt ihr den überstehenden Stoff abschneiden. Das ist ein sehr mühsamer Teil! Der Stoff soll möglichst straff gespannt werden, sonst hängt er später beim Drucken durch.
Mein "Ateliergschpändli" machte den Vorschlag, den Stoff nass zu machen, damit er sich später beim Trocknen zusammenzieht. Ich habe nicht gemerkt, dass das etwas genützt hat, aber geschadet hat's jedenfalls auch nicht. Vielleicht hängt es auch vom Stoff ab, ob dies etwas bringt, probiert es also ruhig aus.





3. Vorlage zeichnen
Dabei müsst ihr bedenken, dass ihr das Motiv später mit einem Pinsel nachmalen müsst. Flächen sind darum leichter als Linien und je feiner das Bild, desto schwieriger die Umsetzung. Mein Balkonmotiv war dahingehend schon eher grenzwertig. Evtl. müsst ihr es sogar erst noch mit einem Drucker verkleinern, damit es kleiner als der Rahmen ist. Euer Motiv sollte auf allen Seiten noch ca. 1 bis 2 cm Abstand zum Rahmen selbst haben.
Natürlich könnt ihr auch direkt, ohne Vorlage, auf euren Siebdruckrahmen malen. Ich glaube, das gäbe sicher super Bilder, aber es kommt drauf an, was ihr wollt. Wenn ihr ein sehr detailliertes, genaues und regelmässiges Bild im Kopf habt, ist das vielleicht der falsche Weg.

4. Motiv auf Stoff malen
Legt die Vorlage unter den Rahmen. Sie wird dreckig werden, wenn es euch also um eure Zeichnung zu schade ist, macht besser eine Kopie davon und benutzt diese. Da der Stoff durchsichtig ist, könnt ihr sie nun sozusagen durchpausen. Schnappt euch Acrylfarbe und euren dünnsten Pinsel. Die Stellen, die ihr mit Farben bedeckt, bleiben später weiss, die Stellen, die ihr ausspart, werden gedruckt. Alles klar? Wenn euch das verwirrt, könnt ihr die Farben eurer Zeichnung evtl. mit einem Drucker umkehren.
Auch wenn es mühsam ist, verdünnt die Farbe auf keinen Fall. Sie deckt dann weniger gut und verläuft höchstens.



Da der Vorhangstoff ja im Grunde ein feines Netz ist, wird einiges an Farbe durch den Stoff hindurch auf's Papier gehen. Hebt den Rahmen darum von Zeit zu Zeit ab, damit er nicht am Papier festklebt, schiebt ihn aber nicht unnötig hin und her, damit die Farbe nicht verschmiert. Sobald ihr ein erstes Mal durch seid, nehmt den Rahmen vom Papier. legt links und rechts Karton hin und legt den Rahmen dort drauf. Das Motiv selbst liegt jetzt nicht mehr auf dem Tisch auf, sondern ist in der Luft. Ihr werdet sehen, dass die Farbe noch längst nicht überall deckt. Deshalb kommt jetzt leider eine Art zweite Runde, in der ihr diese Löcher schliesst. Da das Motiv ja jetzt grob auf dem Stoff zu erkennen sein sollte, braucht ihr die Vorlage nicht mehr. Wenn ihr den Rahmen gegen ein Fenster haltet, könnt ihr auch kleinste Löcher gut erkennen.

Nach dem ersten Durchgang

Karton links und rechts

Nach dem zweiten Durchgang. Fast geschafft!
Nur rechts oben hat es noch Löcher und der Rand muss noch dicht gemacht werden.

5. Die Lücken schliessen
Jetzt könnt ihr einen dickeren Pinsel nehmen und den Stoff bis an den Rahmen mit Farbe bedecken. Der Übergang zwischen Stoff und Rahmen muss ganz mit Farbe dichtgemacht werden, von beiden Seiten, sonst würde hier später Textilfarbe durchsickern und das wäre schade, nicht? Lasst die Farbe mindestens einen Tag trocknen.
Im Buch wurde einfach vorgeschlagen, diese Stellen am Rand mit Klebband zu sichern. Das habe ich probiert und es hat überhaupt nicht funktioniert, da sich das Klebband zu lösen begann, sobald es feucht wurde. Darum kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es funktioniert, Formen aus Klebfolie auszuschneiden und diese dann auf die Rahmen zu kleben. Da würde man die Klebfolie doch besser direkt auf den Stoff kleben und braucht keinen Rahmen dazwischen.

6. Drucken
Jetzt braucht ihr ein Rakel, das heisst einen Gegenstand mit glatter Oberfläche, mit dem ihr die Farbe über den Rahmen und durch den Stoff hindurch streichen könnt. Natürlich sollte er auch klein genug sein, um in den Rahmen zu passen, aber gross genug, um das Motiv möglichst auf einmal abzudecken. Karton ist nur okay, wenn ihr das Motiv nur ca. 4-5 Mal drucken wollt, danach verbiegt er sich und löst sich auf. Ich nahm einen XXL-Radiergummi, den ich schon für die Stempeldrucke verwendet hatte, der funktionierte sehr gut!
Wenn ihr euer Muster in regelmässigen Abständen wiederholen wollt, solltet ihr euch jetzt überlegen, wie ihr das anstellen wollt, z.B. mit Hilfslinien.
Legt den Rahmen auf den Stoff, den ihr bedrucken wollt. Verteilt jetzt mit einem Löffel oder Stab auf einer Seite des Rahmens, wo keine Farbe hindurch kann, auf der ganzen Länge Textilfarbe.
Haltet den Rahmen schön fest, positioniert das Rakel hinter der Farblinie, stellt es auf eine Kante und zieht es mitsamt der Farbe schnell über das Motiv. Wenn euer Rakel zu klein ist oder ihr zu wenig Farbe hattet, müsst ihr evtl. gleich nochmals drüber. So, das wär's. Nun könnt ihr den Rahmen versetzen und neue Farbe dazu nehmen für einen weiteren Druck.




Ich hoffe, das war hilfreich. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure eigenen Erfahrungen schreiben könntet. Vielleicht kommt ihr beim Ausprobieren ja auf andere Ideen, z.B. für geeignete Stoffe oder eine schnellere Art, das Motiv zu übertragen?

Liebe Grüsse
Eta Carina




How could I make prints for fabrics? I had already tried stamps, but I think that method is more suiting for smaller things than clothes (although I still haven't tried sewing anything with these fabrics. Shame on me!) In the book "Stoffe entwerfen und bedrucken" by Laurie Wisbrun I read how to turn small wooden frames into screen printing frames by covering them with a permeable fabric. The fabric is thin enough to let paint get through. Spots that are supposed to stay white must be covered. In the book they suggest that you could cut out forms from an adhesive foil which you then stick on the frame. Where there is a hole in the foil the color gets through. "That sounds alright", I thought, "but what If I want to print some more elaborate motives, like, say, small art nouveau balconies?"
So instead of cutting, I painted the balconies on the frames with acrylic paint. Acrylic is waterproof and quite durable once dried. Unfortunately you can't reuse the frame for another motive unless you remove the whole fabric. But I don't mind since used secondhand frames aren't expensive and they look nice themselves.
When I started printing with frames I thought I would name this post "easy-peasy screen printing" or something like that. But this just wouldn't be true. It's a time-consuming method and it took me some time to figure it out. (That's why there are different motives and frames in my photographs, please don't get confused). And of course it can't reach the quality of a "real" screen print (special frames and photosensitive coat). But it's nevertheless very economical and a great way to print detailed motives. So here's a tutorial:

Material

  • wooden frames ca. A5-A6
  • curtain fabric
  • stapler
  • hammer
  • motive
  • acrylic paint
  • big and small brushes
  • cartboard
  • Textile paint
  • XXL-eraser ("scraper")
  • fabrics to print on

1. the right fabric
Ideally the fabric for the frame would be fine enough to print through but compact enough to be easy to paint on. But it seems impossible to get all this from everyday materials. For example, I tried taffeta, which was great to paint on but already too dense. So I fear there's no other way but to take a very sheer fabric and then having to paint in two layers (because after the first layer the paint won't cover well enough). The least expensive and simplest way for me was to buy curtains from a thrift store (the ones to look through, not the ones that keep all light away :-)
If you are unsure, just print some colour through the fabric before starting to paint. (Not like me. Man, those balconies where just ways to complicated for just being material tests…)

2. coating the frame
The frames are from a thrift store as well. Since you will staple the curtain fabric to the frame it should probably be a wooden one. Dismantle the frame and lay it on the curtain, flat side down. Then cut the fabric so there are 7-10 cm standing out on each side (So in the picture it was really too less). You need this much fabric so you can get a good grip while stretching it over the frame. Fold the fabric over and staple, then go on to the other side. At last, cut away the spare ends. I found this part very arduous. If you don't attach the curtain textile tight enough it will later hang down.
My studio mate suggested to make the fabric wet first, so it would contract when drying. It didn't help with my fabric, but it might help with others, so why not give it a try?

3. drawing the motif
You might consider that you have to redraw it with a brush later. Planes are easier than lines and very fine structures are generally difficult. So my balcony was already on the limit. Maybe you even have to make a smaller copy until it fits into the frame. There should be a border of 1-2 centimeters between frame and your picture.
Of course you could also paint directly onto the printing frame, without a model. I think this could be very cool, but if you have a very detailed, exact and regular picture in mind that's probably the wrong way.

4. painting your motif on the fabric
Lay your drawing under the frame. It will get dirty, so if you don't want that, better use a copy of it. The picture will shine through so you can trace it through the fabric. Get some acrylic paint and a small brush. The areas that you cover with paint will remain white in the print. The areas that you leave out will be printed. All right? If that is too confusing you could also make an invers print of your drawing.
Don't try to thin down the paint with water. It might make you faster, but the paint won't cover properly.
The curtain fabric is some sort of fine net, so a lot of paint will just go through. So lift the frame from time to time so it won't stick to the paper, but don't shove it around too often as it might smudge the picture. After your first turn remove the frame from the paper. Put cardboard to each side and lay the frame onto the cardboard. Like this your motif won't touch the table anymore and you can see where the paint doesn't cover the frame yet (almost nowhere…). So unfortunately you'll have to paint it all over again, filling up the holes. The motif should be quite well visible on the frame so you don't need the original pattern anymore. You can hold your frame against a window from time to time to check if the painted coat is solid enough.

5. closing the gaps
Now you can take a bigger brush and paint the frame up to the edge. The gap between fabric and frame needs to be covered completely, from both sides. Otherwise the textile paint will leak through while printing.
In the book it said that you could achieve this by simply covering the edge with tape. This didn't work at all: As soon as the tape got wet it went away. That's why I don't think it would work to cut out forms  out of an adhesive foil either, surely it would go away as well.

6. printing
Now you need a scraper: A thing with a smooth even surface to push the paint over the frame and through the fabric. It should be small enough to fit into the frame but large enough to cover the motif at once. Cardboard is only okay for about 4-5 prints, after that it will get too soaked. I took an XXL-eraser like I used for my printing stamps, it worked just fine!
If you want to repeat your pattern regularly, now is the time to draw reference lines.
Put the frame on the fabric you want to print on. Spread a line of textile paint on one side of the frame where no paint can get through. Now hold the frame, position the scraper behind the paint line so only one edge touches the frame and then quickly and firmly draw the scraper to the other side of the frame. If the scraper was too small or there wasn't enough paint, you might have to repeat this step. Otherwise it's done. Now you can place the frame somewhere else, take more paint and do another print.

I hope this tutorial was helpful. I would be glad to hear about your own experiences. Perhaps you have ideas for improvement, like better fabrics or a quicker way to transfer the motif?

Love
Eta Carina